Ein Blick auf den Fuji Instax Mini Film

Instant-Filme. Man liebt sie oder man verabscheut sie. Nachdem ich über hundert Fotos mit Fujifilms Instax Mini Filmen geschossen habe, bin ich bereit eine Review über dieses Relikt aus der Vergangenheit zu schreiben. Erfüllt er, woran sich viele von uns erinnern?

Vielleicht ist es nur weil ich auf Ohahu, Hawaii wohne, aber die Geschäfte hier haben sowohl die Version mit der japanischen als auch die mit der englischen Verpackung des Fuji Instax Mini Films.
Immerhin befinden wir uns genau zwischen den USA und Japan. Sie kosten genau dasselbe, daher habe ich beide schon verknipst und sammle Päckchen für Päckchen ein. Inzwischen habe ich gut über hundert Bilder mit diesen Filmen in meiner Fuji 7s verschossen. Daher dachte ich, ich schreibe für euch alle eine Review darüber.

Es scheint als sei das erste, worüber sich die Leute bei jedem Instant Film beschweren, der Preis.
Ich kann in den örtlichen Läden hier ein 20er Päckchen, also eines mit zwei Filmen mit jeweils zehn Bildern, für 20$ kaufen. Das heißt also: Pro Dollar ein Foto. Verglichen mit einem 35mm-Film zahlt man schon mehr. Abgesehen davon hat man das Bild direkt an Ort und Stelle!
Jeder muss für sich entscheiden ob man diesen Preis zahlen will. Ich persönlich hätte nichts dagegen wenn die Filme etwas billiger wären, aber ich kann auch so damit leben.

Was ich am Fuji Instax Mini Film am meisten mag ist, dass man überraschend ergiebige und lebhafte Farben bekommen kann. Durch die glänzende Oberfläche des Fotos habe ich das Gefühl, dass ich direkt in das Bild hineinsehen kann, dass es eine Tiefe hat. Die Farben haben vielleicht nicht immer den Spielraum von anderen Filmen. Neulich habe ich beispielsweise ein Bild von einem Quallen-Warnschild gemacht, das eine sehr leuchtende neonorange Flagge hatte. Der Instax Film gab das als normales Rot mit einem leichten Orangeton wieder. Dieser Effekt kan Farben häufig lebhafter erscheinen lassen als man denkt.

Von: rav_bunneh

Ähnlich wie bei Diafilmen kann es schon frustrierend sein, dass der Film nicht so nachsichtig ist wie ein normaler Farbfilm. Teilweise weil man keine Person bzw. keinen Computer in einem Labor hat, der die Farben auf den Bildern korrigiert. Es ist auch der Film selbst. Wenn man einmal ein Bild gemacht hat entwickelt es sich, und so bleibt es. Ein größerer Teil ist der Beharrlichkeit von Fuji und Polaroid zuzuschreiben, ihre Kameras so low-tech wie möglich zu halten.
Die meisten älteren und auch neueren Kameras haben einen festen Fokus, eine feste Verschlusszeit, sind immer mit Blitz und grenzwertigen Blendeneinstellungen. Für den typischen Lomographen ist das wundervoll, weil es uns dieses Plastikkamera-Gefühl gibt. Man muss daran denken, dass das eine Einschränkung der Kamera ist, nicht eine des Films. Wenn ihr jemals Fuji Instax Mini-Bilder von einer LC-A+ gesehen habt werdet ihr davon angezogen werden wie die Motte vom Licht. Ich füge freiwillig hinzu dass ich extrem eifersüchtig auf Leute bin, die eine LC-A+ mit dem Instant Back besitzen.

Am Ende ist meiner Meinung nach der Fuji Instax Mini die pure Essenz der Lomography.
Jedes Bild ist ein einzigartiges und nicht leicht zu duplizierendes Kunstwerk.
Wenn das Foto gemacht und ausgeworfen ist entwickelt es sich direkt in deinen Händen.
Instant Filme schreien geradezu danach nur zum Spaß benutzt und Freunden und Fremden gezeigt zu werden.

written by rav_bunneh on 2011-02-04 #gear #review #user-review #fuji-instax-mini-polaroid-300-instant-film-fujifilm-review
translated by stadtpiratin

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