5 Fragen zur analogen Fotografie mit Gigi Stoll

In dieser neuen Serie "5 Fragen zur analogen Fotografie mit… " schicken wir die gleichen Fragen an verschiedene Fotografen. Dieses Mal hat Gigi Stoll sie beantwortet und eine Auswahl ihrer Arbeit mitgeschickt.

Name: Gigi Stoll
Beruf: Fotografin
Land: Vereinigte Staaten

1. Erzähl uns etwas von dir.
Ich stamme aus San Texas. Ich wuchs auf einer kleinen Appaloosa Pferdefarm auf. Ich begann Fotografien von den Pferden zu machen mit der Polaroid/800 Land Kamera aus den 1960ern, die meinem Vater gehörte.

Später in den 1980ern wurde ich von einem französischem Model Scout von City Models in Dallas, Texas entdeckt. Innerhalb eines Monats wurde ich mit einem One-Way-Ticket nach Paris geschickt. Ein Freund gab mir eine Polaroid 195.

Ich begann meine Model-Freunde zu fotografieren, während wir reisten. Aus diesem Aufnahmen entstand meine Nude Serie für Galerien und Sammler. Danach begann ich mit Porträtaufnahmen für verschiedene Magazine und private Klienten.

2. Warum fotografierst du noch analog?
Ich mag die starke Struktur des Films und das nostalgische, beinahe düstere, das der Film an sich hatte. Ich mag diese dichte Schwarz. Außerdem bietet Filmfotografie eine Tiefe, die bei digital schnell verloren geht. Ich vermisse den ganzen tastbaren Prozess. Das Entwickeln, das Durchblättern der Kontaktabzüge und das Entdecken jedes einzelnen Bildes. Das Erstellen von Probe-Abzügen. Man macht nur minimale Retuschen und Farbkorrekturen und verbringt wenig Zeit am Computer. Film dagegen hat eine viel reinere, rauere und ehrlichere Qualität.

3. Welche fotografische Ausstattung (Kameras, Filme und Accessoires) befinden sich immer in deiner Tasche?
Wenn ich auf privaten Partys fotografiere, mag ich die Yashica T4 und Nikon 35TI. Ich bin mit einer Nikon FM2 aufgewachsen. Mein Lieblings-Farbfilm: PortaNC 400/220. Der beste Schwarz-Weiß-Film: TMX 3200. Mit diesem Film und meiner Pentax 6×7 werde ich bald mal experimentieren. Ich vermisse, wie sich das Holz anfühlt. Was für eine schöne Kamera! Fantastisch große Negative zum Scannen. Ich habe so jahrelang fotografiert, bis ich einen Kerl von Leica getroffen habe und digitale Fotografie testete.

4. Teile mit uns einen Trick, der immer zu einem guten Foto führen wird.
Geh in dein Bild. Werde persönlich. Ich mache nicht so oft viele Bilder. Meine Karriere hat mit Film begonnen. Wenn ich wenig Geld hatte, musste jedes Bild bedacht sein. Oft hab ich zwei Serien auf eine Filmrolle fotografiert. Meistens ist das erste Bild das beste.

5. Welche Fotografen beeinflussen deine Arbeit?
Ich bin auf der anderen Seite der Kamera aufgewachsen, deshalb mag ich alle Arten der Fotografie. Aber mein Favorit ist Irving Penn. Helmut Newton. Avedon. Diane Arbus. Lee Miller. Sally Mann. Peter Beard. etc. etc. Und meinen allerersten Mentor muss ich definitiv erwähnen – den Straßenfotografen Flo Fox.

Danke an Raffaella, dass sie sich die Zeit genommen hat, diese Fragen zu beantworten! Wenn du mehr von ihrer Arbeit sehen willst, geh auf www.gigistoll.com, www.twitter.com/GigiStoll, www.gigistoll.tumblr.com und www.facebook.com/pages/Gigi-Stoll-Photography.

written by basterda on 2011-10-10 #lifestyle #interview #analoge-fotografie #gigi-stoll #5-questions-series
translated by wolkers

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