LomoAmigos Army Girls fotografieren mit dem Herzen

Verlieb dich in die Army Girls! Von ihrem klassischen, rockigen Sound bis hin zu ihren Charaktären und ihrem Fotografierstil… sie könnten deine neue Lieblingsband werden. Sieh dir ihr neustes Musikvideo an und du wirst kapieren, was Carmen meint, wenn sie über ihre Lieder sagt, “sie neigen dazu ziemlich gekünstelt und weich zu klingen, wenn sie neu sind, aber wir nehmen uns ihrer dann an, möbeln sie auf und sorgen dadurch dafür, dass sie rauer klingen”.

Bandname: ARMY GIRLS
Namen der Mitglieder: ANDY SMITH UND CARMEN ELLE
Aus: TORONTO (ISH)

Als erstes muss man euch wirklich fragen, wie ihr zu eurem Bandnamen Army Girls gekommen seid (insofern ihr nicht beide Mädchen seit)?

C- Nachdem wir beinahe ein Jahr ohne Bandnamen aufgetreten sind, sag ich ein hübsches Mädchen mit einer coolen Army Jacke und einem Bürstenhaarschnitt. Ich schlug den Namen “Army Girls” vor, gewissermaßen als Hommage an sie und bin auf minimale Ablehnung gestoßen, deshalb nahmen wir ihn dann

A- Und weil Andy immer ein heißes Mädel sein wollte.

Wie kam Army Girls ganz am Anfang zustane und wie würdet ihr euren Musikstil beschreiben?

C- Andy und ich tragen uns vor ein paar Jahren durch einen gemeinsamen Freund Chris Lyons, der gleichzeitig ein Bandmitglied in Andys anderer Band Heartbeat Hotel ist. Wir waren damals noch Kinder und trafen uns bei einem Freund zu Hause, um ein Feist Cover einzustudieren. Mir fiel damals zuerst Andy auf und wie er Schlagzeug spielte und vergaß das nie. Jahre später hatte ich eine große Show und dachte, ich frag ihn, ob er Zeit hat mit mir zu spielen. Es klappte gut und dann machten wir einfach weiter.

A- Ich glaube, die Lieder, die wir spielen, spiegeln die Lebensart vieler Leute wieder; uns ist schon bewusst, dass jedes Detail kostbar ist, aber trotzdem nehmen wir uns buchstäblich selbst in die Mangel. Wir sind hart zu uns und drängen uns zu dem Besten. So sind unsere Lieder… sie neigen dazu ziemlich gekünstelt und weich zu klingen, wenn sie neu sind, aber wir nehmen uns ihrer dann an, möbeln sie auf und sorgen dadurch dafür, dass sie rauer klingen. Ich denke so kommen wir in Kontakt mit unserer Musik.

Als Band durchzustarten kann nicht besonders leicht sein, wie hebt ihr euch von anderen Gruppen ab?

A- Ehrlich gesagt ist der einzige Weg hervorzustechen zu hoffen, dass du dich gut anhörst und gut aussiehst. Aber manchmal, oft sogar, klappt das nicht. Du musst die Musik leben und atmen, die du machst. Sei du selbst, sonst interessiert es keinen.

C- Andy spricht da einen guten Punkt an – dranzubleiben ist hart und deshalb machen nur wenige Leute eine künstlerische Karriere. Aber ich glaube Andy und ich machen ein bisschen was anderes jetzt als nur motiviert sein. Traditionell gesehen sind ja die Gitarre und das Schlagzeug die elementaren Instrumente der Rockmusik. In den letzten paar Jahren aber haben sich Bands auf elektronische Schlagzeuge bzw. Rhythmen und Melodien zubewegt und unser Format wurde unbliebter. Idealerweise schlägt das in ein paar Jahren wieder in unsere Richtung um, aber bis dahin sind wir nur zwei Leute unter einem ganzen Haufen, die jetzt damit anfangen.

Denkt ihr Toronto ist ein guter Ort, um euch einen Namen zu machen? Wenn ja, warum?

C- Toronto ist ein großartiger, musikalischer Ursprungsort. Die Stadt hat so viel von anderen Leuten und Bands zu bieten, so viele Veranstaltungsort, an denen man spielen kann und die Medien unterstützen diese unabhänige Gemeinde, deren Teil wir ja auch sind, sehr gut. Nachdem wir jetzt jahrelang die Regeln gelernt haben, genießen wir es jetzt dieses Projekt mit unserer freundlichen Stadt teilen zu können, die uns musikalisch miterzogen hat.

A- Ich bin vor sechs Jahren hierher gezogen, wegen der Musikszene. Für so gut halte ich Toronto. Ich könnte mir im Moment nicht vorstellen, irgendwo anders zu leben.

Die Lomografie ist neu für euch, was brachte euch dazu, zum Analogen zurückzukehren und wie ist es, wieder mit Film zu arbeiten?

A- Im Juni spielten wir bei der Veröffentlichung dieser Kamera bei Lomography in Toronto bei Queen West. Uns gefielen die Bilder der Show sehr gut und wir mochten die Leute, die wir getroffen hatten. Wir haben ein Bild dieser Show als Cover der Power Single benutzt. Es war echt cool, zum Film zurückzukehren. Heutzutage sind wir so gewöhnt daran, unser Leben mit Handykameras zu dokumentieren. Wir haben diese Kamera überall hin mitgenommen und das hat diese ganze Erfahrung so erinnerungswürdig gemacht.

Was war der witzigste Moment, den ihr mit der La Sardina Kamera erlebt habt?

C- Wir hatten ein paar witzige Momente, in denen wir Fehler gemacht hatten- nach dem Motto “Ich glaub nicht, dass das was geworden ist… der Objektivdeckel ist nämlich noch drauf!” “Ich glaub, du drehst in die falsche Richtung”, “Für was ist der Schalter?” "Wie wechsel ich den Film “Oh… ich befürchte, ich hab den Film ruiniert” und so weiter. Wir waren analoge Jungfrauen bevor wir die Kamera hatten und lernten alles letztendlich blitzschnell. Am analogen Fotografieren ist etwas so befriedigendes und kluges und am allerbesten ist es einfach, die entwickelten Filme zu bekommen und die belohnenden Ergebnisse zu sehen.

Was würdet ihr sagen, ist das beste an eurem Job?

C- Die 30 Sekunden bevor du einen neuen Song schreibst, wenn dein Körper mit Möglichkeiten gefüllt ist und die ersten 30 Sekunden, wenn du von der Bühne gehst, und dein Körper sich leicht vor lauter Hochgefühl ist.

A- Für die Leute zu spielen, die ich kenne.

Und das schlimmste daran?

C- Die 30 Minuten bevor du auf die Bühne gehst und wie Espenlaub zitterst.

A- Ich mag die 30 Minuten eigentlich, bevor man auf die Bühne geht. Bis jetzt hab ich noch nichts gefunden, das ich gar nicht mag.

Was kommt als nächstes für die Army Girls? Irgendwelche Projekte, sollten wir euch im Auge behalten?

A- Als nächstes steht die Veröffentlichung unserer EP, Close to the Bone am 31. September an. Es wird für kurze Zeit online umsonst sein. Dann konzentrieren wir uns darauf, die Platte Ende des Jahres rauszubringen. Und Projekte, wir schreiben gerade an Material für eine weiter Platte im nächsten Jahr, die in New York City gemacht wird.

Was ist der beste Rat, den ihr je gehört habt und den ihr weitergeben wollt?

A- …arbeite gerissen, nicht hart. (Work smart, not hard!)

C- Ich hab den Spruch oben gerade gelesen. Der gefällt mir!

Mehr über die Army Girls findest du auf ihren Webseiten heraus:
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Band Camp

El Capitan steuert das Schiff für unsere neue La Sardina Kollektion. Mit einem rot-gelben Motiv, das geradezu die Vorherrschaft über die sieben Meere schreibt, verlangt dieses 35mm Wunder nach Aufmerksamkeit am Land und See. Sie kommt mit Fritz the Blitz, der stärkste Lomography Blitz überhaupt. Segel über die See mit El Capitán, verfügbar in unserem Shop.

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translated by wolkers

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