Der Kopf hinter 500 Leute in 100 Sekunden spricht mit Lomography

Wir waren hin und weg von seinem Video und euch geht es wohl nicht anders! Wir trafen uns mit Eran Amir, dem Kopf hinter 500 Leute in 100 Sekunden, um ihm ein paar Fragen zu stellen, die wir gern beantwortet hätten. Wir haben ihm auch eure ganzen Kommentare gezeigt. Erfahrt was er zu berichten hat!

Das erste Bild fürs Video

Wir wollten euch die brandneuesten Infos vom Macher des 500 Leute in 100 Sekunden Videos besorgen, deshalb haben wir ihm einen Link zu euren Kommentaren geschickt und ihm ein paar Fragen gestellt.

Wie heißt du und wo lebst du?

Ich bin Eran Amir und ich lebe in Jerusalem, Israel.

Womit verdienst du deinen Lebensunterhalt und ist es zugleich dein Hobby?

Ich habe gerade eine kleine Pause zwischen Arbeiten, Reisen und Studieren.

Kannst du uns etwas über das Projekt erzählen?

Das Projekt wurde in zwei Teilen gemacht, einmal das Video selbst und einmal die Animation. Ich wurde durch die CD “Malinkovec”, der Balkanband “Maxmaber Orkestar” inspiriert. Ich traf Max Jurcev (ein Bandmitglied und Komponist des Liedes, welches wir im Video verwendet haben) bei einer Reise durch Europa letzten Februar. Ich hab einen Song des Albums immer wieder gehört und von Anfang an wusste ich, dass ich ein Video zu diesem Lied machen wollte. Das Lied hat etwas theatralisches und es erinnert mich irgendwie an einen Zirkus und da kam mir die Idee für das Video im Video.

Woher kam die Inspiration für das Video?
Ich bin ein Hardcore YouTube-Fan, so ziemlich seit es die Seite gibt und deshalb hab ich den Daumenkino-Trend natürlich nicht verpasst. Zwei Videos nahmen großen Einfluss auf mich, eins von BLU und eins von PES. Bei dieser Technik bekommt man so unglaublich großartige Effekte ohne großes Equipment (dafür ist es VIEL harte Arbeit, da steckt dann Herzblut drin).

Wie hast du es geschafft ein Daumenkino im Daumenkino hinzubekommen?
Die generelle Fehlannahme, dass mein Video ein “Daumenkino im Daumenkino” ist, entspricht freilich nicht der Wahrheit! Ich hab zunächst das innere Video gefilmt und dann die ganzen Bilder einzeln ausgedruckt (mehr als 1.600 Bilder). Die Schachtel mit den Bildern hat um die 15 Kilo gewogen. Dann wurde es schwierig… Den ersten Typen auf der Straße anzusprechen war schwieriger als ich dachte. Die ersten zwei Tage streunte ich nur in der Stadt umher und hab mich nicht getraut irgendwen anzusprechen. Am nächsten Tag nahm ich mir vor, dass ich erst heimgehen würde, wenn mindestens zehn Leute der Reihe nach zugesagt hatten. Nachdem ich diese psychologische Barriere überwunden hatte, war ich in zehn Tagen fertig, weil ich circa 50 Leute am Tag geschafft habe. Nachdem ich gelernt hatte, die Leute richtig anzusprechen (es war wie ein Crashkurs in Sozialpsychologie) erlaubten mir 95% ein Bild zu machen. (Wichtiger Tipp: FRAG NICHT “Hast du eine Minute?” bevor du erklärst, was du willst…). Nach fünf Tagen hab ich tatsächlich Mandelentzündung vom ganzen Umherlaufen in der Sonne und vor allem vom Reden. Das verzögerte das Projekt um fünf lange, schmerzhafte Tage. Das Bearbeiten war nicht so schwer, wie die meisten annehmen: Man muss nur die Bilder in die Reihenfolge bringen, die Musik hinzufügen und ein paar Soundeffekte. Der Schlüssel liegt in der akribischen Planung vorher, sodass nachher alles in die Reihe passt. Ich hab niemals ein Bluescreen verwendet. Die Bilder wurden alle so gemacht, wie ihr sie seht. Keine Tricks!

Wir haben Eran den Blogpost gezeigt, den ihr kommentiert habt. O-Ton Eran: “Ja, ich habe den Blogpost gesehen und all die wundervollen Kommentare gelesen. Das ist ein großartiges Gefühl!”

2011-09-02 #lifestyle #interview #facebook #500-leute-in-100-sekunden #kopf-hinter-500-leute-in-100-sekunden
translated by wolkers

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