Community LomoAmigo Caromi

Hier ist sie am besten als caromi bekannt und jetzt stürzen wir uns in Carolinas Fotografie-Stil und bewundern ihre Bewandheit mit einem Bild mehr als tausend Worte zu sagen. “Fotografie dreht sich darum eine Geschichte zu erzählen.”, sagt sie. “Man verwandelt eine Vision in eine Kreation… Die Möglichkeit eine persönliche Erzählung kreiieren zu können, das hat mich damals dazu gebracht, einen analogen Fotokurs in der High School zu belegen und es inspiriert mich immer noch.”

Name: Carolina Millan Ronchetti
Aus: Barcelona, Spanien
Wohnhaft in: Montreal, Kanada

Bitte erzähl der Gemeinde, wie und wo du zunächst zur Lomografie gekommen bist.
In meinem Abschlussjahr an der High School hatte ich die Möglichkeit mich in einen Fotografiekurs einzutragen, der mein Leben verändern sollte. Mit der Canon AE-1 in meiner Hand eröffnete sich mir durch die Linse dieser Kamera eine ganz neue Welt – plötzlich fand ich mich wieder, wie ich etwas über Blendeneinstellung, Verschlussgeschwindikeit und ISO-Einstellungen lernte und Stunden in der Dunkelkammer verbrachte und mit Licht und Chemikalien spielte. Wenn du so direkt mit deinen Negativen und Abzügen arbeitest, wird die Fotografie wirklich zu etwas Persönlichem. So um das Ende des Jahres erfuhr ich etwas über Lomography und war ganz wild darauf, meine neu entdeckte Leidenschaft einen Schritt weiter zu bringen.

Welche Kamera verwendest du am häufigsten?
Alle Kameras, die ich habe, produzieren ganz verschiedene Ergebnisse und haben völlig verschiedene Persönlichkeiten. Die Mulitlinsenkamera — Supersampler — hat einen besonderen Platz in meinem Herzen, weil es meine erste Lomo Kamera ist und der rote Oktomat macht unheimlich viel Spaß beim Fotografieren. Mit der SpiltCam entdeckte ich Mehrfachbelichtungen und begann damit zu experimentieren. Aber an der Diana Mini liebe ich ihren Charme und ihre kleine Größe, ihre Funktionalität und (wie könnte ich das vergessen?!) ihre weite Linse. Die Coronet Rapide ist meine Retrokamera und sie ist großartig für sonnige Tage. Aber am Ende entscheide ich mich immer für meine Canon AE-1. Sie ist die vielfältigste Kamera wegen ihrem manuellen Fokus und der Einstellung der Verschlussgeschwindigkeit. Das ist die Kamera, die ich nehme, wenn ich kontrollieren will, was ich erschaffe.

Du hast schon so ziemlich überall in der Welt gelebt, in sechs verschiedenen Ländern! Wie bleibst du mit deinen Wurzeln verbunden und deine Wurzeln mit dir?
Dadurch, dass ich an so vielen Orten gelebt habe, habe ich gelernt flexibel zu sein und das ganze Konzept der “Wurzeln” zu überdenken — trotzdem habe ich mehr Zeit in Ländern verbracht, zu denen ich keine nationale Verbindung habe! Ich habe verstanden, dass mein Ursprung mehr mit der kulturellen Erfahrung zu tun hat, als mit den Daten auf meinem Ausweis. Ich kann sechs Nationalhymnen singen, dir was über die Geografien von sechs Ländern sagen, über ihre Popkultur berichten und ihren Jargon verstehen. Die Wahrheit ist, ich stamme aus jedem Land, in dem ich gelebt habe. Die Erfahrungen, die ich dabei gemacht habe und die Unterschiede zwischen diesen inspirieren meine Fotografie oder gehen sogar darüber hinaus.

Um die Verbindung aufrecht zu erhalten muss man mit seinen Freunden und seiner Familie in Kontakt bleiben. Außerdem liebe ich Literatur und lese gerne Romane, die an Orten spielen, die ich kenne, weil ich mich dann daran erinnere, was ich dort erlebt habe.

Wie war es nach Montreal zu ziehen und wie gefällt es dir, dort zu leben?
Von Anfang an war es eine fantastische Erfahrung. Montreal ist lebhaft und so jung wie keine andere Stadt in der ich gelebt habe. In einer zweisprachigen Stadt zu leben, die starke europäische Einflüsse und einen nordamerikanischen Lebensstil aufweist, erweitert wirklich den Horizont. Ich hab mich auf Entdeckungsreise in Montreal begeben, um mich an die Stadt zu gewöhnen und es somit in einen neuen Heimatort zu verwandeln. Und die Ergebnisse sind großartig geworden; ich liebe sie. Du kannst die Ergebnisse in kommenden Artikeln in der Rubrik “Locations” sehen, in der Serie “Deconstructing Montreal”!

War es hart sich an die Winter zu gewöhnen?
Ich kam in Montreal an und fürchtete, die Winter könnten mein Ende sein… aber sie trugen nur zu meiner Erfahrung und Entdeckung Kanadas bei! In ganz kanadischer Manier lernte ich mich einzumummen, mich gut auszurüsten und keine Angst zu haben — der Winter ist ein Abenteuer für sich. Man kann draußen Spaß haben beim Eislaufen oder drinnen Zeit mit seinen Freunden verbringen und die Montrealer Underground Malls und andere Gebäude, die durch Tunnel verbunden sind, entdecken.

Und obwohl ich zugeben muss, dass ich manchmal über die Kälte klage, liegt für mich wahre Schönheit darin, an einem klaren Morgen rauszugehen und den blauen Himmel zu sehen und den weißen, reflektierenden Schnee. Und wenn dann ein frostiger Luftzug weht, erinnert mich das immer daran, dass ich noch was spüre.

Und ich muss sagen, dass Montreal seine Kälte durch menschliche Wärme ausgleicht. Die Kanadier sind eine der nettesten, offensten und witzigsten Leute überhaupt. Die Freunde, die ich in Montreal getroffen habe, überraschen und unterhalten mich, fordern mich heraus und inspirieren mich — sie machen jeden Tag das Aufstehen wert.

Welche Rolle würdest du der Fotografie in deinem Leben zuweisen? Hobby, Sucht, künstlerischer Ausdruck oder was ganz anderes?
Alles davon! Es begann als Hobby und verwandelte sich in eine Sucht… ich hab in diese Leidenschaft viel investiert, von Diafilmen bis hin zu einer selbstgebastelten TLR. Und letztendlich war es auch künstlerischer Ausdruck für mich in dem ersten Jahr an der Universität, das akademisch anspruchsvoll war.

Deine Aufnahmen wirken einerseits geplant und andererseits auch schlicht. Was gefällt dir besser, auf einen glücklichen Zufall zu hoffen oder ein Bild regelrecht zu konstruieren?
Ich mag beides und ich finde für alles die richtige Kamera. Es gibt immer Unfälle oder faszinierende Ereignisse, die man einfangen will — Gelegenheiten für den SuperSampler, Oktomat oder die Diana Mini.

Aber letztendlich erzählt die Fotografie für mich immer noch eine Geschichte, eine Vision, die zu einer Kreation wird. Dann möchte ich jeden Schritt und jedes Detail des Bildes planen, das Licht beachten und die Fokuseinstellungen bedenken, neue Winkel zu finden oder Models anziehen. Da benutze ich dann meine Canon AE-1 (oder manchmal die SplitCam). Wenn du eine Aufnahme konstruierst machst du sie zu deiner eigenen und bringt sie in die Welt, diese Interaktion mit der eigenen Idee, das ist für mich wahre analoge Fotografie. Die Möglichkeit eine persönliche Erzählung zu vermitteln brachte mich damals zu diesem analogen Fotografiekurs an der High School.

An welchen Projekten arbeitest du gerade oder hast du welche in Planung?
Ich experimentiere gerade mit Lichtmalerei und Nachtfotografie und hab schon ein paar Fotografien in Planung… wenn du einmal das Fenster der Möglichkeiten öffnest, kann man die Ideen nicht mehr aufhalten!

Was hast du in diesen Sommerferien vor?
Ich hab die meiste Zeit des Sommers gearbeitet und Zeit mit meinen Lieben verbracht. Im August reise ich aber noch nach Europa. Ich freu mich schon sehr darauf!

Sieh dir Carolinas LomoHome an.

2011-10-28 #people #community #montreal #lomoamigo #kanada #caromi
translated by wolkers

Kickstarter

Bringing an iconic aesthetic to square format instant photography, the Diana Instant Square fills frames with strong, saturated colors and rich, moody vignetting. Built to let your inspiration run wild, our latest innovation features a Multiple Exposure Mode, a Bulb Mode for long exposures, a hot shoe adapter and so much more! It’s even compatible with all of the lenses created for the Diana F+ so that you can shake up your perspective anytime, anywhere. No two shots will ever be the same. Back us on Kickstarter now!

More Interesting Articles