Zitadelle Berlin-Spandau

Die Spandauer Zitadelle wurde zwischen 1559 und 1594 an Stelle einer deutlich älteren Burganlage errichtet. Architekt war der Italiener Francesco Chiaramella de Gandino.
Die Festung ist eine der bedeutendsten und besterhaltendsten Renaissancefestungen Europas.

Sie war über Jahrhunderte eine der bedeutendsten Festungen des Königreichs Preußen.
Im über dem Hauptportal angebrachten brandenburgischen Staatswappen wurde, nach dessen Erhebung zum König in Preußen 1701, auf Anweisung Friedrich I. der Kurfürsten-Hut durch eine Königskrone ersetzt.
Entgegen oft verbreiteten Falschinformationen war die Zitadelle Spandau nicht der Platz wo die
Deutschen Gefangenen der Nürnberger Prozesse unter gebracht waren. Diese saßen Im Gefängnis Spandau ein, welches nach dem Tod von Rudolf Heß 1987 von den Besatzungsmächten vollkommen geschlossen wurde.

Von: darryl1208

Die Spandauer Zitadelle wurde zwischen 1559 und 1594 unter Kurfürst Joachim II. an Stelle einer Burganlage errichtet, deren Geschichte vermutlich bis in die vorpreußische Zeit Brandenburgs zurückreichte.
Die Anlage ist nach den Idealen des damaligen Festungsbauwesens angelegt, sie besteht aus vier Bastionen, die durch Mauern mit einander verbunden sind. Durch die Bauweise ergeben sich keine toten Winkel, so das die Zitadelle rundum verteidigt werden kann. Die Zugbrücke ist, um eine bessere Verteidigung zu gewährleisten aus der Mitte heraus nach Westen zur Bastion „König“ hin verschoben.
Über dem Eingang des Torhauses ist das Brandenburgische Staatswappen angebracht, in welchem der Preußische Kurfürst und König in Preußen Friedrich I. den Kurfürstenhut nach seiner Erhebung zum König 1701 durch eine Königskrone ersetzen lies. Nachdem die Zitadelle 1813 bei Beschuss beschädigt worden war, wurde die Frontseite des Torhauses 1839 durch die heutige ersetzt, wobei der ursprüngliche Renicanceschmuck verloren ging.
Die Zitadelle selber besteht aus vier Bastionen, die mit massiven Mauern verbunden sind und den im inneren errichteten Häusern. Die Maximale Nord-Südausdehnung von Bastion zu Bastion beträgt 301,50 m, von Westen nach Osten 316 m.

Von: darryl1208

Der an den Palas anschließende Juliusturm ist eines der Wahrzeichen Spandaus.
Seine Gesamthöhe beträgt 30 m, die Mauerdicke beträgt im Erdgeschoss 3,60 m und im Obergeschoss immer noch 2,30.
Auf Grund des Beschusses von 1813 brannte der Turm vollkommen aus, 1822 stürzte die Mauerkrone ein. 1836 entwarf der bekannte preußische Architekt Karl Friedrich Schinkel die heutige Mauerkrone.
Die Wendeltreppe im inneren des Turmes wurde 1964 nach der Vorbild der neugotischen Treppe von 1843 errichtet. Da nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 bedeutende Teile des Reichskriegsschatzes im Juliusturm eingelagert waren, baute man 1910 eine Tresortür von drei Tonen Gewicht ein, sie ist damit eine der schwersten ihrer Art in Berlin. Da ich nicht schwindelfrei bin muss ich euch den legendären Blick vom Turm, der bis in die Berliner Innenstadt reichen kann leider vorenthalten, auch wenn ich glaube, das genau dieser Ausblick nach der Verwendung einer LCWide oder einer Horizon verlangt.

Von: darryl1208

Die Bastionen „König“ und „Kronprinz“ sowie weite Teile der Mauern und der Innenhof sind frei zugänglich. Im Innenhof finden regelmäßig Konzerte und vergleichbare Veranstaltungen statt.

Von: darryl1208

Im Kommandantenhaus, der ehemaligen Exerzierhalle und dem Zeughaus sind verschiedene themenbezogene Museen untergebracht, die alle mit einem Eintritt, der im Torhaus zu entrichten ist besucht werden können. Da ich relativ spät Nachmittags erst zur Zitadelle kam, konnte ich nur einen kurzen Blick in die Ausstellung im Kommandantenhaus und in die Kanonensammlung in der ehemaligen Exerzierhalle werfen.

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Zwischen dem ehemaligen Zeughaus und der angrenzenden Mauer werden seit 2009 Statuen und Büsten eingelagert, welche sich früher auf der, im 2. Weltkrieg beschädigten und von den Bolschewiken zerstörten, unter Kaiser Wilhelm II. Im Tiergarten errichteten Siegesallee befanden. Diese sollen wohl im Laufe der nächsten Jahre im Magazin ausgestellt werden.

Von: darryl1208

Auf den Mauern muss man sich unbedingt an Warnschilder, welche das weitergehen oder besteigen der Mauern untersagen hallten, da die gesamte Anlage Wasserseitig steil zum Graben hin abfällt. Eine Umrundung der Zitadelle von außen ist leider nur teilweise möglich.

Quellen sind der Eintrag in der deutschen Wikipedia und das Infoblatt der Zitadelle Spandau.

written by darryl1208 on 2011-11-22 #places #berlin #location #select-type-of-location #festung #zitadelle #escape-from-the-city #berlin-spandau #preussen

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