Francis Bacon von Cecil Beaton aufgenommen

Ich fand neulich diese vier Fotografien von Francis Bacon, die Cecil Beaton machte. Man kann sie auf der Webseite der National Gallery ansehen. Sie beeindruckten mich so sehr, dass ich beschloss einen Artikel über sie zu schreiben.

Ich schreibe hier nicht über Bacon oder Beaton; jeder ist ein Meister seines Faches und jeder verdient seitenweise Texte. Aber ich stolperte über diese vier Aufnahmen und ich hätte es falsch gefunden, sie nicht mit dem Rest der lomografischen Gemeinschaft zu teilen. Leute, wie ich, die ein gutes Foto erkennen, wenn sie es sehen.

Diese vier Porträts stammen aus dem Zeitraum zwischen 1951 bis 1950.
Ich glaube, jedes davon zeigt einen anderen Charakterzug Bacons.

Francis Bacon von Cecil Beaton, Bromiddruck, Januar 1960 von npg.org.uk

Wenn man zum Beispiel dieses Foto nimmt, kann man einen gewissen Stolz wahrnehmen, der von Bacon ausgeht. Die Art, wie es ihm keine Probleme bereitet, in die Kamera zu sehen, während er seine Bilder hält. Vielleicht verrät uns die Art, wie er das untere Bild packt (oder auch nicht), dass das Foto irgendwie inszeniert ist – der Griff nach dem Bild ist nur halbherzig und das Modell könnte lediglich nur posieren.

Francis Bacon, von Cecil Beaton, Bromiddruck auf weißem Untersetzkarton, 1951 von npg.org.uk

Auf diesem Bild sieht Bacon irgendwie geplagt aus, nicht nur physisch, sondern auch auf einem tieferem Level: mental. Bacons ‘gestörter’ Zustand, der in einigen seiner gröberen Gemälde zu Tage kommt, tritt auf; gepeinigte Seelen in gleichartig geplagten Wesen.

Francis Bacon, von Cecil Beaton, Bromiddruck, Januar 1960 von npg.org.uk

Bacon in seinem Studio, wie er scheinbar nach Beaton Ausschau hält, um zu sehen, ob dieser fotografiert. Ich denke hier kann man den starken Unterschied zwischen der ersten Aufnahme und dieser erkennen. Obwohl beide in der gleichen Zeitspanne geschossen wurden, kann man ganz leicht den Unterschied in der inneren Haltung zwischen den beiden Fotografien ausmachen.
Die künstlichen Posen des ersten Bildes sind verschwunden, hier wurde Bacon nämlich unerwartet aufgenommen, wie er sich beinahe possierlich wie ein Clown auf eine Holzschachtel im Zirkus lehnt.
Auf den ersten Blick sieht dieses Foto ein wenig lustig aus und zeigt den humorvollen Charakterzug Beatons. Aber wenn man es sich mehrmals ansieht, wird es einfach ehrlich.

Francis Bacon von Cecil Beaton, Bromiddruck, 1951 von npg.org.uk

Dieses ist mehr ein klassisches Porträt. Vielleicht das, das am ehesten einen traditionellen Denkansatz verfolgt, aber dennoch ist es zweifellos mein Favorit. Was mir am besten gefällt, ist der Schatten, der Bacons Gesicht verdunkelt. Metaphorisch reflektiert dies die dunkle Seite des Künstlers, aber es ist auch einfach ein poetisches Licht-Schatten-Spiel. Die Stärken dieser Fotografie liegen, abgesehen vom Modell und dessen Ausdruck, in der Komposition; die intelligente Verwendung von Blickwinkel führen immer zum Bildthema zurück.

Du kannst über Bacon mehr im Internet raus finden. Ich habe mich einfach so dazu entschieden, ein paar seiner Gemälde anzufügen, die der Tate Collection gehören.

Porträt von Isabel Rawsthorne, 1966 von tate.org.uk
Drei Figuren und ein Porträt (Three Figures and Portrait), 1975 via tate.org.uk
Zweite Version des Tryptichon(Second Version of Triptych), 1944 via tate.org.uk

written by webo29 on 2011-10-09 #art #lifestyle #portrait #kunst #b-w #master #maler #francis-bacon #cecil-beaton
translated by wolkers

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