Astrid Kirchherr und die Beatles

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In den frühen 60ern besuchte Astrid Kirchherr gemeinsam mit ihren Freunden regelmäßig den Kaiserkeller Club in Hamburg, um eine Band zu sehen, die sich selbst “the Beatles” nannten. Sie wussten damals ja noch nicht, dass diese Band eine der berühmtesten weltweit werden würde. Das war sogar noch bevor Ringo Starr Teil der Gruppe war.

Da Kirchherr eine Kunststudentin war, fragte sie die Beatles, ob sie sie fotografieren dürfte und somit entstanden die ersten professionellen Aufnahmen der Beatles.

Astrid Kirchherr, eine deutsche Fotografin und Künstlerin, ist wohl hauptsächlich dafür bekannt, dass sie die ersten professionelle Aufnahmen von den Beatles gemacht hat.

In den frühen 60ern sahen sich Kirchherr und ihre engen Freunde Klaus Voormann (der später das Beatles ‘Revolver’ Cover designt hat) und Jürgen Vollmeer die Beatles im Kaiserkeller auf der hamburgischen Reeperbahn an. Sie alle drei gingen zur selben Kunstschule. Damals waren die Beatles eine Gruppe von fünf Liverpoolern, John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Pete Best und Stuart Sutcliff. Richard Starkey, besser bekannt als Ringo Starr, war zu der Zeit noch der Drummer von Rory Storm und the Hurricans.

Die drei Kunststudenten waren begeistert. Sie hatten noch nie diese neue Art von Musik, die man ‘Rock n’ Roll’ nannte, gehört.

Sie freundeten sich mit den Beatles an. Kirchherr, die ein besonderes Talent für Schwarz-Weiß-Fotografie hatte, fragte schließlich, ob sie nicht eine Fotosession mit ihrer Rolleicord-Kamera machen könnten.
Die Beatles stimmten zu und beeindruckende Fotografien entstanden, die die Beatles in ihren Hamburger Tagen aufzeichneten.

Sutcliffe und Kirchherr verliebten sich bald und verlobten sich sogar. Aber ihre Heiratspläne gingen tragischerweise schief, denn Sutcliffe starb an Gehirnblutungen im Jahr 1962 im Alter von nur 21 Jahren.

Astrid Kirchherr blieb aber mit den Beatles befreundet und begleitete sie auch als sie ‘A Hard Day’s Night’ 1964 filmten, wo sie noch mehr ikonische Aufnahmen von ihnen machte.

Obwohl die Beatles-Fotografien Kirchherr weltweite Bekanntschaft bereiteten, schien es gleichermaßen ein Hindernis für sie zu sein.

Die Leute interessierten sich nur für ihre Beatles-Bilder und ignorierten ihre andere Arbeiten.
Sie stellte ihr fotografisches Können in Frage und gab die Fotografie dann schließlich in den 70ern und 80ern auf. Sie führte auch an, wie schwer es war in den 60ern als weibliche Fotografin Akzeptanz erfahren zu können.

1968 bat George Harrison Kirchherr das Cover für seine ‘Wonderwall Music’ LP zu schießen, das wohl eine der letzten Fotografien von ihr wurde.

Ich schätze ihre Arbeit sehr und finde es schade, dass sie ihre fotografische Karriere so früh beendete. Leider ist es schwer Bilder von ihr zu finden, die nicht mit den Beatles zu tun haben, weil die Leute einfach kein Interesse daran hatten und nur auf ihre Beatles-Bilder fixiert waren, wie ich ja schon erwähnt habe. Aber ihre Kompositionen hatten eine sehr spezielle Atmosphäre und ich hoffe ihr genießt die Fotos so sehr wie ich.

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written by _pennylane on 2011-08-09 #lifestyle #beatles #hamburg #60s #lomography #black-and-white #analogue-lifestyle #astrid-kirchherr
translated by wolkers

One Comment

  1. shu
    shu ·

    Schöner Artikel und natürlich ganz tolle Bilder.
    Sehr sehens- und lesenswert ist in diesem Zusammenhang die Graphic Novel „Baby's in black. The story of Astrid Kirchherr & Stuart Sutcliffe“ von Arne Bellstorf.

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