Kleinkinder und das Analoge

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Der Tag, an dem meine vierjährige Nichte auf meine LC-A+ zulief, um das Foto, das ich gemacht hatte auf dem Rücken der Kamera anzusehen, wusste ich, dass ich ihr ein oder zwei Dinge über Fotografie beibringen musste und noch wichtiger, dass ich ihr die Welt von verträumten Abstraktionen und schwindend auftretenden Vignettierungen eröffnen musste, die ihr nur Filmfotografie bereiten kann und dass ich sie von der alltäglichen digitalen Bildern weg locken musste, die sie gewohnt war.

Ich habe meine Nichte Isabelle seit vier Jahren auf Film festgehalten, seit ihrer Geburt und ich finde, sie ist das beste Bildobjekt, das ich jemals haben könnte.
Abgesehen von ihren lächerlich süßen Speckbeinchen, ist sie großartig zu fotografieren, weil sie noch eine Ehrlichkeit in sich trägt, die Erwachsene mit dem Alter verlieren.
Da Isabelle immer noch so jung ist, trägt sie kein Gramm Verantwortungsgefühl oder Klarheit in sich und diese bewundernswerte Fähigkeit “lieh” sie mir, dem Fotografen, oder sollte ich sagen dem Lomografen.

Meine Nichte zu fotografieren bedeutet mehr als garantiert großartige Bilder zu bekommen, es gibt mir auch die Möglichkeit ihr das Lomography Lebensgefühl zu vermitteln.
Als Isabelle dachte meine LC-A+ würde sofort die Aufnahme zeigen, die ich gemacht hatte (wie es digitale Kameras machen, die sie in ihrem kurzen Leben fotografiert haben), beschloss ich ihr [langsam] etwas über analoge Fotografie beizubringen, sonst hätte ich gefürchtet, dass sie schnell in die digitale Welt des Bildermachens versunken wäre.

Insofern Isabelle erst vier ist (und immer noch bizarre Sätze zusammenwürfelt) kann ich nicht in die Tiefe gehen, warum ich das Analoge dem Digitalen vorziehe, aber ich kann Begeisterung in ihr hervorrufen, wenn sie umherhüpft (das macht sie so elegant) und ruft “Ich frag mich, wie das Foto aussehen wird?!”. Genauso gespannt wie ich auf meinen entwickelten Film vom Labor warte, wartet nun Isabelle fröhlich und erzählt ihrem Gefolge (aka Familienmitglieder), dass “wir warten müssen und dann die Bilder sehen können”.

Ich ermutige meine Mitlomografen hiermit ihre jüngeren Gefährten zu fotografieren, ob es nun jemand wie meine niedliche Nichte oder der kleine Junge ist, der die Straße runter und im Alter von sechs schon so viel Stilgefühl hat. Dir sind nicht nur großartige Bilder garantiert, aber es bringt die Knirpse zur lomografischen Bewegung, etwas von dem ich mir wünsche, dass ich in jungem Alter Teil davon gewesen wäre. Ich trat mit 19 in die Welt der Lomografie ein, aber ich werde dafür sorgen, dass Isabelle ihre erste Holga (eien gute erste Kamera, denke ich) in ein paar Jahren bekommt, nachdem sie gelernt hat, wie sie sich bei Lomography.com anmeldet…

written by hello-alexander on 2011-10-30 #lifestyle #lc-a #liebe #familie #kinder
translated by wolkers

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3 Comments

  1. knipsomat
    knipsomat ·

    "lächerlich süßen Speckbeinchen" :) :) :)

  2. porty
    porty ·

    Schöner Artikel!
    Beschreibt Generationsunterschiede :)

  3. hello-alexander
    hello-alexander ·

    This is my article and I have no idea how to read it this way! Hope your comments are nice, I take it by the smiley faces they are.

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