Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Vergangene Woche war ich mit dem Lehrjahr der Bremer Mediengestalter für Bild und Ton in Berlin.
Zwar waren wir hauptsächlich wegen der deutschen Kinemathek und den Filmstudios Babelsberg da, die eindrucksvollsten Fotos entstanden aber am Holocaustmahnmal.

Ob die kontroverse Diskussion über Sinn und Unsinn des Denkmals nun gerechtfertigt ist oder nicht sei mal dahingestellt.
Eindrucksvoll sind die 2711 Betonquader (Stelen genannt), welche in parallelen Reihen aufgestellt wurden und zwischen null und knapp 5 Meter auf 19000m^2 aus der Erde ragen unter allen Umständen.
Eindrucksvoll ist auch wie sich das riesige Mahnmal wie selbstverständlich ins Berliner Stadtbild integriert. Musste ich erst sauer aufstoßen als ich ein paar Halbstarke biertrinkend auf einem hüfthohen Quader sitzen sah, so wurde mir bei näherem nachdenken klar, dass dies auch bedeutet, dass das Denkmal so aktiv am Stadtgeschehen teilnimmt, und so auch unterbewusst seinen Zweck erfüllt.
Darüber soll sich aber besser jeder selbst eine Meinung bilden.
Bei gutem Wetter ist es hier möglich atemberaubende Schönheit mit langen Fluchten und wundervollen Lensflares abzulichten. Aber auch die Bedrückung die beim durchwandern der Stelen aufkommt lässt sich gut auf Zelluloid bannen. Beeindruckend sind auch weitwinkelige Bilder welche die Integration des Denkmals ins Stadtbild zeigen.

Ein Besuch beim Denkmal ist bei einem Berlin-Aufenthalt Pflicht, nicht nur aus lomographischer Sicht, auch historisch ist es nicht verkehrt sich mit der Aufarbeitung deutscher Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Schreibt in den Kommentaren, wie Ihr euch fühlt, wenn ihr durch den Betonwald wandert.
Und erwartet Überraschungen beim Entwickeln eurer Fotos, ihr werdet mit Sicherheit auch eure Gefühle mit ablichten.
Wer den Besuch noch abrunden will schaut sich den Ort der Information an, wo es unterirdisch eine Ausstellung auf 900m^2 gibt. Der Eingang befindet sich an der südöstlichen Ecke des Denkmals.
Ich habe es leider nicht geschafft den Ort der Information aufzusuchen, und wäre hier über einen kleinen Erfahrungsbericht dankbar.

Wer eh gerade in der Nähe ist schaut sich am besten auch das Film und Fernsehmuseum, die Deutsche Kinemathek an. Fotografieren darf man dort leider nicht, aber die Spiegelsäle sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

written by luce1st on 2011-07-18 #places #museum #berlin #lomolocation #location #information #beton #denkmal #select-type-of-location #stadtbild #art-and-culture #stelen #betonklotze #politisch

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