Diana Mini

Es heißt, man solle nicht nach dem Äußeren gehen… Also urteile nie über die Diana Mini aufgrund ihrer Größe!

Ich war immer schon vom Halbformat der Diana Mini hellauf begeistert. Ein wenig eher in diesem Monat, vor einer Reise nach Singapur, lieh mir eine Kollegin netterweise ihre Kamera und es war ja klar, welches Format ich wählen würde.

Ich bestückte die Kamera mit einem Fuji Superia 400. Ein gewöhnlicher Film, ja, aber ich wollte wirklich sehen, wie sich die Kamera mit dem magischen “Knipse Auf Ewig”-Format verhalten würde. Der erste große Unterschied fiel mir auf, als ich sie mir um den Hals hängte – sie war so leicht, dass ich sie kaum spürte!
Nach mehr als drei Jahren fotografieren mit einer digitalen Spiegelreflex und zahlreichen Nackenschmerzen, war die Größe (sie passt genau in meine Handfläche) und das Gewicht eine willkommene Abwechslung. Meine Eltern machten sich über das Plastik und das Spielzeugähnliche Aussehen lustig, aber ich war felsenfest davon überzeugt, sie auszuprobieren und die Ergebnisse anzusehen.

In Singapur benutze ich beide, die Diana Mini und die Sprocket Rocket.
Ich hatte meistens die Mini in der Hand, weil sie so handlich ist. 72 Aufnahmen erschienen auf einmal sehr viel und es gab mir die Möglichkeit verschiedene Ansätze und Sachen, die ich niemals bei der Rocket versucht hätte, auszuprobieren. Insofern die Sprocket Rocket nur 18 Bilder machen kann, fotografiere ich immer noch sehr “vorsichtig” mit dieser Kamera, so dass ich kein Filmmaterial verschwende.
Bei der Mini kann ich es mir leisten, einfach draufloszuschießen, ohne mir Gedanken zu machen.
Aus der Hüfte, direkt auf mein Objekt und da bleibt immer noch Platz für mehr Bilder!

Eine Sache fiel mir auf, als ich die Diana Mini verwendete: wie klein der Bildsucher ist.
Manchmal meint man, man sieht durch einen Türspion! Nach einer Weile benutze ich den Bildsucher nur noch, um ungefähr ein Bild einzuschätzen, weil ich es bevorzuge einfach auf den Bildgegenstand draufzuhalten und abzuwarten, was ich bekomme. Zum Glück traf ich meistens, solange die Fokuseinstellung richtig war.

Was ich noch an ihr mochte, war die langsame Verschlusszeit (1/60 sec). Im Vergleich dazu stehen viele Kameras mit 1/100 sec. Mit der Blendeneinstellung auf bewölkt, die ich am meisten verwendete, hatte ich Brennweite von f/8. Die Diana Mini kann tatsächlich gute Ergebnisse bringen, sogar im Schatten.
Meistens sind die Ergebnisse sogar erfreulicherweise heller, was mir gefiel.

Die Diana Mini macht wirklich Spaß. Ich glaube, das Comic-ähnliche Design trägt dazu bei.
Allein wie die Leute schauen, wenn sie die Diana Mini das erste Mal sehen, ist unbezahlbar und absolut fotografierenswert!

written by shuttersentinel17 on 2011-07-03 #gear #film #review #small #lomography #compact #diana #diana-mini #film-camera #user-review
translated by wolkers

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