Wie mich Lomography zu einem besseren Menschen machte

Ich liebe es, meinen Teil zu jedem Zusammentreffen beizutragen, aber ich bin eher der Geschichtenerzähler, Fragesteller und Possenreißer. Oder derjenige, der sich darüber ärgert, wie dumm die anderen sind.

Ich bin eigentlich ein wirklich gelassener Typ. Ich rede gern und ich rede gern über mich und wie großartig ich bin. Aber ich halte es nicht für nötig, an einer Diskussion teilzunehmen, wenn sie so läuft, wie ich es will. Ich diskutiere nur mit, wenn ich sehe, dass es in die falsche Richtung geht oder wenn die Leute DEN wichtig Teil nicht kapieren. Ich überlasse anderen das Reden, weil ich es liebe zu sehen, wie Leute interagieren. Ich mag es, wie sie sich bewegen, verhalten und wie sich ihre Gefühle während eines Gesprächs, Streits oder Witzes ändern. Versteht mich nicht falsch.
Ich liebe es, meinen Teil zu jedem Zusammentreffen beizutragen, aber ich bin eher der Geschichtenerzähler, Fragesteller und Possenreißer. Oder derjenige, der sich darüber ärgert, wie dumm die anderen sind.

Bevor ich Lomography und die Gemeinde dazu kannte, ließ ich meinem Ärger freien Lauf.
Ich riskierte vor allem Freundschaften, weil ich Leute beschimpfte, die Stimmung kaputt machte oder Abende ruinierte. Das Schlimmste daran war, dass ich mich danach richtig beschissen fühlte, oft stundenlang.

Seit ich ein aktives Mitglied dieser Gemeinde bin, fand ich einen Weg, meinen Ärger zu kontrollieren.
Ich musste letzten Samstag allein mit meinem Boss arbeiten. Und mein Boss ist ein blöder Quälgeist.
Echt jetzt. Sie ist grob, weiß absolut nichts übers Leben und die Umstände, in denen sie arbeitet.
Ich vermisse echt meinen alten Boss. Sie war nämlich ein Profi!

Trotzdem war es zu früh für einen Samstag und ich habe sowieso zu viel gearbeitet und das war der sechste Tag in Folge. Ich braucht ein Wochenende, weil ich genau wusste, dass ich am Montag wieder dorthin musste.
Aber statt meine Stimmung zu ruinieren und das gute Wetter nicht zu genießen, stand ich draußen, lächelte und dachte daran, euch meine Therapie mitzuteilen. Und dabei sind wir.

Immer wenn ich verärgert bin, denke ich an ein kreatives Projekt, hauptsächlich für die analoge Fotografie. Die meisten Ideen kommen von meiner Wutkontrolle und jeden einzelnen Artikel, den ich veröffentlicht habe, hatte eine Spur meines verärgerten Ichs in sich.

Das Einscannen ist wie eine Meditation. Es ist ruhig, du musst dich auf etwas ganz anderes konzentrieren und du kannst deine Gedanken weg von dem ganzen Mist, der dir den ganzen Tag passierte und den du gern an anderen ablassen würdest. Und noch leichter ist es, sich die Kamera zu schnappen, einen Film einzulegen, rauszugehen und zu fotografieren. Statt Hülsen und Patronen, schieße ich Rahmen und Herzen.

Lomography bedeutet mir wirklich viel. Der traurige Teil ist, dass ich immer noch keine Zeit gefunden habe, die meisten meiner Projekte zu begreifen, aber ich werde das bald nachholen. Ich werde es euch wissen lassen, wenn ich endlich eins verstanden hab.

Beendest du deine Wut auch mit Lomography? Ich tue es auf jeden Fall!

written by maxwellmaxen on 2011-10-06 #lifestyle #lomography #projekt #arger #wut
translated by wolkers

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