Abenteuer einer Lomo-Woche

Wie würdest du es bewerkstelligen, wenn man dir fünf Lomography Kameras leihen würde? Vier davon solche, die du noch nie benutzt hast und du hättest eine Woche lang Zeit mit diesen zu fotografieren, bevor du sie zurückgeben musst. Hier erkläre ich, wie ich das auf die Reihe brachte.

Von: panchoballard

Ein Freund von mir überbrachte mir vor ein paar Wochen großartige Nachrichten.
Er verreiste für eine Woche und fragte sich, ob ich nicht seine kleine Sammlung von Lomography Kameras ausleihen wollte. Über meine Antwort musste ich natürlich nicht nachdenken und freilich sagte ich ja.
Ich wusste, dass er Kameras hatte, die ich noch nie benutzt hatte: Colorsplash, Actionsampler, Fisheye No. 2 und die LC-A+.
Ich entschied mich sogar, seine Diana F+ zu nehmen, obwohl ich eine eigene habe.
Ich weiß, dass jede Diana ein wenig anders ist, also freute ich mich darauf, ein paar Tage mit seiner Diana herumblödeln zu dürfen.

Eine Idee war aber mit seinem großzügigem Angebot verknüpft, eine Aufgabe, auf die sich meine Gedanken fokussieren sollten: Zeig mir, wo du lebst. Offensichtlich wusste er, wo ich lebte, aber er wusste, dass so etwas mich zum Nachdenken über das, was ich fotografierte, bringen würde, anstatt, dass ich nur Blödsinn damit veranstalten würde.
Es war eine klasse Idee und ich konnte es kaum erwarten, endlich damit zu beginnen.
Ich begann gleich damit Überstunden zu machen, als Vorbereitung für meine Lomo-Woche, so dass ich jeden Tag früh aufhören konnte und sicher gehen konnte, dass ich noch gutes natürliches Licht hatte. Begleitend zur Fotografie beschloss ich, jeden Abend ein kleines Tagebuch zu führen, so dass ich den Artikel schreiben konnte. So erging es mir:

Tag eins

Ein schöner Frühlings-Tag. Ich hab so bald mit der Arbeit aufgehört, wie es nur ging und machte mich auf in ein Gebiet im Norden von Bolton namens Belmont und speziell die “Blue Lagoon”, ein kleines Reservoir am Rande der West Pennine Moors. Ich hatte jede Kamera in meiner Tasche dabei, die meisten mit dem Lomography Film 800 ISO bestückt. Als erstes zog ich die Diana aus der Tasche, an die ich gewöhnt war. Als nächstes die Fisheye und da begann der Spaß. Was für ein großartiger Bildsucher – alles sah dadurch beeindruckend aus. Ich schoss fröhlich vor mich hin, in der Hoffnung, dass sie ebenso beeindruckend wurden. Ebenso ging ich mit den anderen Kameras vor.

Von da aus machte ich mich auf nach Rivington und Lord Leverhulme’s Pigeon Tower, um ein paar weitere Landschaftsaufnahmen von der Gegend um Bolton herum zu machen. In Kürze wurde es neblig, also ging ich nach Hause, zufrieden damit, dass ich einige anständige Fotos gemacht hatte.

Von: panchoballard

Tag zwei

Ein grauer Tag, der mich nicht dazu inspirierte, raus zugehen und Fotos zu schießen.
Nichts desto trotz tat ich genau das. Ich dachte, es wäre eine gute Möglichkeit, die andere Seite Boltons zu zeigen, wegen der Trübheit. Weg von der bewundernswerten Landschaft und rein ins Stadtzentrum, voller Beton, Discounter und Verkaufsschildern. Ich befürchte, ich muss sagen, ich wurde nicht darin enttäuscht, dass alles Schlechte an der Stadt aufgedeckt wurde. Es gibt ein paar klasse Gebäude in Bolton, aber auch viele, die öde sind, verbunden mit vielen leeren Anlagen und geschmacklosen Merkmalen.
Tut mir leid, aber so sehe ich es.

Mein Nachmittag lässt sich mit folgendem Ereignis zusammenfassen. Ich sah eine Gruppe Tauben, die Krümel aufpickten und dachte, es würde ein gutes Foto dabei raus kommen, wenn ich sie dazu bringen könnte, wegzufliegen, während ich mit dem Actionsampler den Moment einfangen würde.
Ich lief in die Traube, die die Vögel bildeten und erwartete, dass sie davonfliegen würde, aber alles was sie machten, war umherlaufen. Ich machte weiter und hielt die Kamera auf sie, als ich jemanden “TAUBEN PORNO” schreien hörte. Obwohl ich ein wenig lachen musste, fühlte ich mich degradiert von Bolton und hatte genug davon. Manchmal kann die Stadt das mit dir anstellen…

Von: panchoballard

Tag drei

Ein angenehmer Nachmittag, der einige Familienaufnahmen beinhaltet, die den Auftrag “wo ich lebe” erweiterten. Ich rechtfertigte das damit, dass der Ort, wo ich lebe keine Bedeutung ohne meine Familie hat.

Von: panchoballard

Tag vier

Ein frustrierender Tag. Der Auftrag, das aufzunehmen, wo ich lebe in Verbindung mit schlechtem Wetter, machte es schwer auf die Aufgabe fokussiert zu bleiben. Abgesehen davon ging ich zum Reebok Stadium, das zu Hause des Bolton Wanderes FC, um dort eine paar Aufnahmen zu machen.
Sie waren in Ordnung, aber es war nichts besonderes für mich. Ein Freund befreite mich aus meiner Notlage, in dem er mir anbot, abends in einen Pub zu gehen. Ich sagte bereitwillig zu.
Die Kameratasche über der Schulter zogen meine Freundin und ich los, um ein paar Bier zu trinken, Fotos zu machen mit der Ausrede, meine Lieblingskneipen in Bolton aufzunehmen und viel wichtiger, um Spaß zu haben!

Es war genial, in einem Pub trafen wir eine Gruppe von Leuten, die alles über Lomography wussten und wir unterhielten uns ausführlich über die Kameras, die ich benutzte.
Ich dachte, ich wäre der einzige in Bolton, aber jetzt weiß ich, dass ich nicht allein damit bin!

Von: panchoballard

Tag fünf

Katerstimmung! Ich schaffte es, mich aus dem Bett zu quälen und mich in einen Klamottenladen zu schleppen, wo die Bigband eines Freundes, einen Auftritt zugunsten einer Wohltätigkeitsorganisation hatten. Ich befürchte, das war alles, was ich an dem Tag zustande brachte…

Von: panchoballard

Der letzte Tag

Schließlich Sonnenschein! Ich hatte nur noch einen Ort übrig, den ich besuchen wollte – Manchester.
Ich wohne nur 20 Minuten davon entfernt und es ist so eine fotogene Stadt, dass es eine Schande gewesen wäre, nicht dorthin zu fahren und Fotos zu machen. Ich war wieder regeneriert nach meinem Kater und von dem Sonnenschein begeistert. Die LC-A+ strahlte an diesem Tag, sie liebt das Sonnenlicht.
Ich schoss schnell und freimütig und es zahlte sich aus. In der Tat ging mir sogar der Film aus und ich fand raus, dass ich am Sonntag nirgends in Manchester einen Film kaufen konnte.

Nun, beinahe nirgends. Jessops erzählte mir, sie hätten zwei Filmrollen, aber auf meinem Weg dorthin ging ich an Urban Outfitters vorbei und erinnerte mich daran, dass sie Lomography Zeug verkaufen.
Ich ging rein und man sehe und staune, Lomography Film! Nicht nur 35mm, sondern auch Mittelformatfilm. In der Tat war ihre Auswahl an Film besser als ein bestimmter Kameraladen (was sicherlich ein Problem für Jessops ist…).

Von: panchoballard

Also, das war meine Lomo-Woche. Nur widerstrebend gab ich die Kameras meinem Freund bei seiner Rückkehr wieder, aber schickte glücklich die Filme zur Entwicklung ein.
Ich lass euch über meine Bemühungen urteilen, aber alles in allem war ich ziemlich erfreut darüber.
Ich habe ein paar gute Lektionen gelernt, aber die wichtigste davon ist: Viel Spaß!

Du musst keine perfekten Fotos machen, du musst nur Spaß haben und kreativ sein.
Wenn du nicht inspiriert bist, dann mach was anderes, mach etwas um deine Kreativität ins Wallen zu bringen. Probier Redscale-Film aus oder mach’s wie ich und schieße mit dem Actionsampler und leg dann den gleichen Film in den Colorsplash und schieße immer wieder, um Doppelbelichtungen zu bekommen. Hab einfach Spaß!

Danke fürs Lesen, ich hoffe ich habe es zu einem Schluss kommen lassen. Und wo ist jetzt meine Bankkarte – Ich muss Kameras kaufen…

Von: panchoballard

written by panchoballard on 2011-06-26 #lifestyle #england #colorsplash #actionsampler #lca #abenteuer #bolton #lomo-week
translated by wolkers

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