FM Belfast rocken @ Heineken Green Sphere Berlin

Ein Sonntag, wie er sonniger nicht sein könnte, eine wundervolle, grüne Location unter freiem Himmel direkt an der Spree, kühles Bier, entspannte, lustige und freudseelige Menschen und eine Band, die einem zum Abschluss des Wochenendes nochmal alles abverlangt. Das Heineken Green Sphere war eine grandiose Veranstaltung, die bis zum nächsten Morgen hätte gehen sollen!

Leider mussten wir gegen 22 Uhr unsere letzte Zigarette rauchen und das Bier austrinken, doch ich greife vor. Austragungsort dieses bisher besten Sonntages der letzten zwei Jahre war die Insel in Treptow, unweit des Plänterwaldes zu Berlin. Erreichbar war diese – wie es sich für eine waschechte Insel gehört – entweder auf dem Seeweg, oder eben über eine Brücke, welche wir (die werte Zonderbar und meine Wenigkeit) mangels eines seetüchtigen Vehikels bevorzugten. Die Sonne strahlte, meine vom Wochenende etwas mürben Knochen wieder fit und spätestens der Ausblick von der Brücke auf die Umgebung ließ die Vorfreude geradezu überkochen, tat sich da vor meinen Füßen eine wundervolle grüne Insel mitten in dieser großartigsten aller Metropolen auf.

Von: emmasknopf & zonderbar

Der Schein trügte nicht, denn es herrschte eine relaxte Picknick Atmosphäre, welche den Tag über von Hunee und Hugo Capablanca musikalisch untermalt wurde. Hier und da tanzten Menschen, erfreuten sich an der Schönheit des Lebens, die meisten zogen es jedoch vor stinkefaul in einer Hängematte abzuhängen, sich auf einem Stuhl rumzudrücken oder am Ufer die Füße ins Wasser baumeln zu lassen und kühles Bier (von Heineken, wie man es fast vermuten könnte…), Cider oder Softgetränke zu sich zu nehmen. Wem es hungerte, der konnte sich am Bratwurststand mit grillüblichem Futter versorgen und so einem vorzeitigen Ableben entgegenwirken.

Von: emmasknopf & zonderbar

Es war jedoch diese gewisse Spannung zu spüren, wenn eine große Menschenmenge auf das selbe Ereignis wartet. Alle wussten von dem anderen, dass er es auch will, auch wenn man untereinander nicht darüber gesprochen hatte. So war es wenig überraschend, dass bei den ersten Tönen von FM Belfast der große Run auf die Tanzfläche vor der aufgebauten Bühne begann. Die Isländer hatten ihr neues Album im Gepäck und hatten nicht einmal einen Anflug von Mühe das Publikum komplett unter ihre Kontrolle zu bekommen. Alle in die Hocke gehen? Kein Problem. Sich danach die Seele aus dem Leib springen? Ein Klacks! Das Musikerkollektiv machte so viel Dampf auf der Bühne, dass der Funken auf das Publikum innerhalb von Sekunden übersprang.

Von: emmasknopf & zonderbar

Das Konzert dauerte zwar nur ca. eine Stunde, aber mein Hemd war nicht das einzige, welches direkt wieder in die Wäsche konnte. Traditionell standen die männlichen Bandmitglieder zum Schluss des Konzertes ohne Hose da und legten einer nach dem anderen ein Tanz-, Kreisch-, Drum-, Gesangs- oder sonst was für ein Solo hin, was die Menge mit entsprechendem Jubel quittierte. Mein persönliches Highlight war jedoch die Hommage an Rage Against The Machine, als die Band das Publikum “f*ck you, I won’t do what you tell me!” singen ließ, während das Publikum eben genau das Tat, was es von der Band gesagt bekam. Ironie haben die Jungs demnach auch drauf.

Von: emmasknopf

Nach dem Auftritt sorgten dann noch die Foals mit einem DJ Set für klangliche Bespaßung bis – wie ich anfangs ja schon erwähnte – um 22 Uhr die Security herumging und dafür sorgte, dass sich die anwesenden glücklichen und schönen Menschen auf den Heimweg machten.

Die Insel ist jedenfalls auch ohne ein solches Festival ein Ort, den es anzuschauen gilt. Infos dazu gibt es unter http://www.facebook.com/inselberlin oder auch http://www.inselberlin.de.

written by emmasknopf on 2011-05-31 #places #redscale #berlin #location #lc-a #heineken #open-air #konzert #veranstaltungsort #fm-belfast

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