Von der Dunkelheit ins Licht

Eine gute Freundin von mir, Carling, ist Tänzerin und sie hat mich Fernando vorgestellt.
Also konnte ich bei seiner Show Backstage fotografieren und ich hätte wirklich nicht um mehr bitten können.

Da gibt es eine gewisse Simplizität bei der Schwarz-Weiß-Fotografie, etwas, das dich alles andere vergessen lässt. Man assoziiert es mit Intensität, die man im Sinn hat.
Nicht Chaos, sondern Intensität. Chaos ist für Farbe gut. Vielleicht ist das der Grund, warum ich hauptsächlich schwarz-weiß fotografiere, das schafft Klarheit. Es macht sie raffinierter und stärker fokussiert.

Meine Freundin Carling ist eine professionelle Jazz-Tänzerin und ich habe ihr alles darüber erzählt, wie ich mein Portfolio erstelle. Deshalb stellte sie mich Fernando vor, der eine Balletschule in Dehli hat und der sein jährliches Vorzeigeprojekt in einem grißen Sall in der Mandi House Road plante.
Ich hielt Dehli nicht für einen Hotspot für Ballet, deshalb hatte ich schon meine Zweifel, was mich erwarten würde.

Nun, Fernando ist kein Inder und sein Akzent ist so stark, dass du ihn wirklich nicht verstehst, außer du passt zu 100% auf. Nachdem ich 5 Minuten versucht hatte, ihn zu verstehen, rief ich meine Freundin, damit sie übersetzte und voila, durfte ich backstage Bilder machen. Ich fotografiere primär backstage, weil es ehrlich gesagt nicht viel zu sehen gibt, wenn der Tänzer einmal auf der Bühne vor dem ganzen Publikum ist. Da gibt es keine Nervosität (und wenn es sie gibt, können sie sie nicht zeigen) und da ist keine Intimität. Alles verhält sich wie eine Maschine, funktioniert instrumentalisiert und definiert.

Aber backstage existiert eine ganz andere Welt. Voll von Aktivität und Leben. Leute, die umherhetzen; Stimmen, die zu schreien versuchen, aber flüstern müssen; Gesichter, von denen im dämmrigen bläulichen Licht der Schweiß tropft, bevor sie auf die Bühne gehen und die Instrukteure, die versuchen jedem Anweisungen geben, bevor sie rausgehen.
Das Fotografieren dort ist großartig, weil jeder viel zu nervös oder konzentriert ist, um mir Aufmerksamkeit zu schenken, während ich fortwährend knipse und den Film weiterdrehe.

Fokussieren war nicht einfach, aber irgendwie fiel doch noch ein wenig Licht auf die Haare der kleinen Ballerina. Gerade genug, um einen Fleck zu finden, den man fokussieren kann.
Es ist wirklich knifflig mit einer Weitwinkellinse (f1.8) in beinaher Dunkelheit ohne Autofocus zu fotografieren und wenn du einen Fehler machst, heißt das, dass du mit einem total verwaschenem Bild enden wirst. Und damals hab ich noch nicht entdeckt, wie man Filme “pushen” kann, also strengte ich mich an und versuchte (ich hatte ein kleines Licht dabei, das mir beim fokussieren half) eine Rolle Ilford 400 vollzuknipsen.

Letztendlich brachte ich ungefähr 30 von 36 Aufnahmen zu Fernando und schenkte ihm 5 davon.
Eines der Bilder schaffte es sogar auf die Startseite von flickr mit 300 Favoriten und wurde mehr als 1500 mal angeschaut.

written by abhoan on 2011-06-06 #dance #lifestyle #analog #film #monochrome #ilford #white #black #ballet #grain #showcase #photography #india #young #little #delhi #fernando #akshay #bhoan
translated by wolkers

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