LC-Wide Rückblick von Adam Huggins

Die LC-Wide ist die neuste Schwester der lomographischen Ursprungskamera LC-A. In einigen Punkten ist sie eine Verfeinerung der vorherigen Modelle (die Kamera besitzt die gleiche charakteristische Gestalt wie die Original LC-A und die LC-A+). Aber wie der Name verrät, steckt noch viel mehr hinter der neuesten LOMO-Generation.

Das markanteste Feature der LC-Wide ist natürlich ihre superweite 17mm f4.5 MINIGON1 Linse. Sie erlaubt ihren Benutzern in die Szene, die sie fotografieren, völlig einzutauchen. Sie kommen jetzt näher an das Objekt heran, können aber trotzdem noch Aufnahmen mit den gleichen lebendigen Farben, starker Sättigung, Vignettierung und den ganzen anderen Eigenschaften der MINITAR 1 (der Vorgängerlinse) machen.

Die Linse ist allerdings nicht das Einzige, was dieses Modell von den früheren LC-A’s unterscheidet.

Ein schneller Blick auf die Bodenplatte der Kamera zeigt einen kleinen Hebel neben dem Mehrfachauslösungsschalter (MX), welcher dem Benutzer erlaubt, zwischen Vollformat/Quadratformat (FF/S) oder Halbformat (HF) zu wechseln.

Die Möglichkeit, Halbformat zu schießen, verdoppelt nicht nur die Anzahl der Aufnahmen, die man auf eine Rolle Film quetschen kann (was schon an sich eine nette Sache ist), sondern erlaubt auch eine Brennweite vergleichbar zur 32mm Linse der klassischen LC-A zu erhalten. Zwei Brennweiten in einer Lomo! Großartig!

Die integrierte Linsenabdeckung dieses Modells öffnet horizontal und schützt zum einen die Linse und den Sucher und gibt zum anderen das Format an, wenn sie geöffnet ist.

Und sonst? Fokussieren ist mit dieser Lomo einfacher als je zuvor, mit nur zwei Fokuszonen: 0,4-0,9 Meter für Nahaufnahmen und 0,9 bis unendlich für alles andere. Resultierend daraus gibt es weniger Bedienungsgefummel und mehr Aufnahmen von einzigartigen Momenten.

Bleiben nur noch die kleinen, mit einem klassisch roten Anstrich versehenen Wölbungen an jeder Seite der Linse und des Suchers zu erwähnen.

Technische Details der Lomo LC-Wide:

Superweite 17mm f4.5 MINIGON1 Linse
Halbformatoption, die ungefähr die 32mm Linse des Originals bietet.
Quadratformatoption
ISO 100 – 1600
Automatische Belichtung
Schalter für Mehrfachbelichtungen (MX)
2 Zonen Fokus (0,4 – 0,9 m & 0,9 – unendlich)
Blitzanschluss: X-Synchronisations-Blitzschuh
Stativgewinde: Standard ¼” Stativgewinde
Fernauslöser: Universal Fernauslöser

Dinge, die man beim Gebrauch der Lomo LC-Wide beachten sollte:

Wenn man den Auslöser halb durchdrückt, sind beim Blick durch den Sucher bis zu zwei rote LEDs sichtbar, die ausgehen, sobald man den Auslöser komplett durchdrückt.
Das Leuchten der Linken deutet an, dass in der Batterie noch genug Saft vorhanden ist, um den Verschluss zu öffnen. Leuchtet sie nicht, sind die Batterien zu leer und die Kamera wird beim Drücken des Auslösers kein Licht einlassen. Die rechte LED leuchtet nur, wenn das Bild insgesamt recht dunkel und die Verschlusszeit etwas länger ist.
In diesem Fall achtet darauf, dass ihr die Kamera gut still haltet.
Meine Erfahrung mit der linken LED ist aber, dass die Kamera oft noch genug Saft für die LED, aber nicht mehr genug hat, um den Verschluss zu öffnen, was in einigen leeren Rollen und frustriertem Haareraufen endete.

Ein besserer Indikator für korrektes Öffnen ist das Geräusch, welches der Verschluss von sich gibt.
Bei leeren Batterien eher ein einzelnes, kleines „clunk“ als das übliche doppelte „Klick“, wenn sich die Blende wieder öffnet und schließt.

Abgesehen von der Batteriefunktion ist noch darauf zu achten, den Film vorsichtig und nicht zu schnell vorzuspulen so dass sich der Rückspulhebel mitbewegt, wenn ihr zwischen zwei Fotos weiterdreht. Sollte es das nicht tun, ist es recht wahrscheinlich, dass die Transportlöcher des Films gerissen sind.
Du solltest die Kamera dann in einem sehr dunklen Raum vorsichtig öffnen, um den Film mit der Hand ein wenig weiterzubewegen.

Vergewissere dich auch, dass der Fokus der Kamera richtig eingestellt ist. Man wird schnell damit vertraut, dass alles an dieser Kamera automatisch ist und vergisst dann, den Fokus korrekt einzustellen.

Zum Schluss bleibt noch zu sagen, dass die Linse so weit ist, dass schnell ein Finger seinen Weg auf das Bild findet, wenn du nicht darauf achtest wie du ihn beim Schießen hältst. Mein Ratschlag ist, die Finger hinter den rot markierten Auswölbungen zu plazieren.

Zum Abschluss:

Ich habe die LC-Wide mit vielen verschiedenen Filmen in vielen verschiedenen Situationen getestet und herausgefunden, dass die Resultate mit dem Lomography ISO 100 Fine Color Film am Besten sind. Wunderbar gesättigte und lebendige Farben mit einer sehr schönen Vignettierung.

Abgesehen von der allgemeinen Verwendung der 10 goldenen Regeln solle man hier besonders auf die #5 Acht geben und so nah wie möglich an die Objekte heran gehen, um das ganze Bildmaß zu füllen.
Die kompakte Größe der Kamera macht es möglich, in fast allen Situationen zu fotografieren, wie ihr bei dem Foto oben sehen könnt auf dem meine Frau mit einer ziemlich großen und freundlichen Schlange zu sehen ist.

Die LC-Wide ist die neueste Ausführung der klassischen Kamera, dir wir alle hegen und lieben, aber mit einer weiteren Linse, noch einfacherer Bedienung und enormer Vielseitigkeit, was sie zu einer praktischen Kombination für jeden Analog-Enthusiasten macht.

written by adam_huggins on 2011-05-26 #gear #review #camera #lomography #user-review #lc-w-review #tester-review #lcwide #lomolaunch
translated by mushi_mushi

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