LomoAmigo Brian Boulos Aufnahmen mit der Diana F+

Der New Yorker Modefotograf, Brian Boulos nimmt seine Lomography Diana F+ mit und zeigt uns, aus welchem Holz er wirklich geschnitzt ist. Seine fortlaufende Suche nach Kreativität zeigt sich als zu bewundernder Charakterzug.

NAME DUH
STADT NEW YORK
LAND VEREINIGTE STAATEN

Wie lang schon bist du ein Lomograph (oder bist du ganz neu auf dem Gebiet)?
Ich hatte vorher noch nie etwas von Lomography gehört, bis zu dem Zeitpunkt als eine Verkaufsaktion im Laden war, kurz nach der Öffnung zu Beginn 2009. Meine Freundin Marissa, die Fotoproduzentin ist, lud mich ein, mitzukommen und ich nahm eine Kamera mit. Ich hab kaum zuvor mit Film geschossen, außer als ich mit Spiegelreflexkameras anfing. Ich dachte, es wäre ein Spaß.
Ich wusste nichts darüber. Ich fing an, Freunde mit den Kameras zu sehen und ganz plötzlich war ich mit euch in Kontakt.

Beschreibe die Diana F+ in fünf Worten.
Süß, einfach, grundlegend, originell, lecker (mit Ketchup)

Das seltsamste, lustigste oder absolut großartigste fotografische/lomografische Erlebnis, dass du je hattest?
Oh Mann, da gibt’s immer etwas seltsames oder lustiges. Ich glaube, einmal war es lustig in Florida, als 3OH!3 für mich anreisten, um sie zu fotografieren. Ich warf die Autotür des Mietwagens zu, als ich auf sie zuging, um sie zu begrüßen. Dann merkte ich, dass alle Türen verschlossen waren, mit der ganzen Ausrüstung und den Kameras drinnen (außer meiner Diana Kamera haha – es gibt ein Foto in der Galerie von dem Tag!). Sie gingen Mittagessen und ich suchte jemanden, der mir das Auto öffnen konnte.
Es ging nochmal alles glatt. Eins dieser Erlebnisse, die nur im Nachhinein lustig sind.

Wenn deine Fotos, die hier auf der Seite sind, einen Soundtrack bestehend aus drei Liedern hätten, welche wären es (Titel und Interpret bitte)?
Höchstwahrscheinlich was von Sigur Ros, glaube ich. Ich schätze, jedes Foto hätte sein eigenes Lied, abhängig von meiner Stimmung. Insofern sag ich jetzt mal Sigur Ros.

Was war deine Erfahrung mit der Diana World Tour? Was war die unvergesslichste Erfahrung?
Das war so großartig. Ich war so aufgeregt, daran teilzuhaben und von dem Unternehmen anerkannt zu werden, dass mir erlaubt hat, einen ganz neuen Weg mit meinen Fotos einzuschlagen.
Und natürlich in einer Reihe mit meinen Kumpels Dave Ortiz, Elijah Wood, Alexandra Klasinski etc. gezeigt zu werden.

Wie oft nimmst du deine lomographische Kamera mit?
Immer wenn ich nach draußen gehe oder an einen interessanten Ort, besonders wenn die Sonne scheint, steck ich sie in meine Tasche mit einigen Extra-Filmrollen (üblicherweise Kodak VC oder NC 120, immer 120) oder zu einem regulären Fotoshooting. Wenn ich zu faul bin oder ohne Tasche gehe und keine Lust habe, sie zu tragen (selbst wenn sie ein Fliegengewicht ist), immer dann sehe ich die besten Fotos, die ich hätte machen können, wenn ich sie mitgenommen hätte.

Du arbeitest viel mit Mode. Was ist dein persönlicher Stil? Wen und was trägst du gerne?
Nun, ich glaube, ich versuche stylish zu sein, aber auf eine raffinierte Art und Weise.
Mein Stil ist definitv von NYC beeinflusst. Da gibt es kleine Anzeichen von Punk/Hip-Hop/Skater und der Snowboard Kultur, von der ich immer Bestandteil war. Ich wollte nie so aussehen, als würde ich eine Verkleidung tragen, deshalb ist meine Kleidung normalerweise dunkler (viel schwarz). Stylish, aber einfach. Ich mag nette Details, die von Qualität zeugen, wie Sonnenbrillen, Uhren und Materialien, die zum Outfit beitragen ohne “trendy” zu sein oder die förmlich nach Aufmerksamkeit schreien.
Ich könnte mich nicht weniger interessieren, welches Label auf dem Etikett steht, solange es gut passt und gut aussieht!

Deine Bilder zeigen, dass du auf Reisen warst. In welches Land bist du gereist und was ist das unvergesslichste Erlebnis gewesen?
Nun, ich war in ein paar Ländern in den letzten Jahren!
Aber ihr bezieht euch wohl auf die paar Aufnahmen, die ich in Haiti und der Dominikanischen Republik gemacht habe. Das war eine Reise! Mein Großvater wurde auf Haiti geboren und lebte dort, bis er mit 12 nach Brooklyn zog. Ich habe in Haiti einige Cousins, die so viel Glück hatten und von der Verwüstung verschont blieben. Sie waren richtig heldenhaft nach dem Erdbeben, sie halfen bei der Organisation und in einem Krankenhaus in der Nähe. Ich fühlte mich geradezu genötigt, dort hinzugehen und eine Woche später flog ich in die Dominikanische Republik und machte mich mit dem Auto auf nach Haiti. Das ging nur durch ein paar Beziehungen, die sie dort unten haben.
Mein Ziel abgesehen vom körperlichen Arbeiten, war eine Fotoschau zu erstellen, mit den Fortschritten im Krankenhaus. Das ist nie zustande gekommen – aber hoffentlich wird noch etwas daraus.
Das unvergesslichste Erlebnis war, auch wenn es wirklich klischeehaft anhört, die Kinder zum Lachen zu bringen. Trotz der immensen Sprachdifferenzen konnten wir in Kontakt treten und die Gesellschaft des anderen genießen. Der Animus dieser Kinder im Angesicht eines solchen Verlustes für ihr Land und für ihr persönliches Leben war unglaublich. Es war wirklich schön Zeit mit meiner Familie zu verbringen, trotz der unglücklichen Umstände.

Wenn du eine Superkraft haben könntest, was wäre es und warum?
Die Superkraft, die mich mehr Superkräfte haben lässt natürlich! Oder geht das nur bei Wünschen? Wahrscheinlich würd ich mich für die Fähigkeit entscheiden, jedes Gespräch, das jemals geführt wurde, zu hören. Und es würde mich in den Wahnsinn treiben.

Als ein Fotograf, was ist deine liebste Kulisse für deine Fotoaufnahmen? Hast du außerdem einen geheimen Ort, wo du gern knipst?
Hintergründe sind meistens wirklich wichtig für mich. Es gibt die Klangfarbe für Foto vor.
Entgegen dem, was scheint, heutzutage Trend zu sein, hasse ich es vor weißen Wänden aufzunehmen, außer es ist für eine kommerzielle Arbeit in einem Studio oder so. Ich mag es nicht zwangsläufig nicht – es funktioniert nur für mich persönlich nicht. Ich liebe natürliche Hintergründe, große Gebäude, irgendwas, das in dem Bild mit dem Motiv zusammen arbeitet und nicht zu bezeichnend für einen bestimmten Ort ist, sondern viel eher eine ungewisse und schöne Kulisse bietet.

Mein geheimer Ort? Der ist ein Geheimnis. Und es würde wohl damit enden, dass euer Auto abgeschleppt wird und euch eine gerichtliche Vorladung wegen Hausfriedensbruch ins Haus flattert.

Du lebst gerade in New York City. Was magst du am meisten daran, im Stadtdschungel zu leben und warum?
Am liebsten mag ich am Leben in New York den Zugang. Zugang zu meiner Familie und meiner Verwandschaft, zu den tiefen Wurzeln meiner Freunde, die von verschiedenen Orten kommen und komplett andere Lebensstile haben, Zugang zu leckerem Essen, Zugang zu alltäglichen und einzigartigen Ereignissen, von hochintellektuell zu unbedarft in einer Nacht. Die Jahreszeiten (Ich liebe sie alle).

Viele Leute hängen “nur in New York” rum, weil dort irgendwo Sachen passieren könnten, nun echt… aber oft liegen sie richtig – und es liegt im Detail!

Wenn du ein Fotoshooting für irgendeinen Modedesigner machen solltest, welche drei Designer würdest du auswählen?
Ich würde es lieben, die beinahe unerreichbaren und traumhafte Großartigkeit der High-Fashion-Marken wie Valentino oder McQueen zu fotografieren. Ich habe aber auch eine Schwäche dafür, draußen abhängen zu wollen und mit Marken wie Roxy zu knipsen und Kataloge für Urban Outfitters.
Ich denke, die machen sich am besten in so einer Kulisse.

Dein Rat für zukünftige Diana F+ Fotografen?
Ich werde die Lomografische Gemeinde wohl damit schwer beeindrucken, aber mein Rat wird wohl beinahe das Gegenteil der “Don’t think, just shoot”-Idee sein, die Lomo fördert – also hängt es wirklich von dir ab und von deinem Motiv.

Ich mag es, viel zu denken, wenn ich die Diana benutze. Insofern der Film begrenzt und sensibel ist, nehme ich mir Zeit – Ich denke an das Ergebnis, im Gegensatz dazu 10 Bilder zu machen und dann auf das Display zu schauen, wie ich es bei der digitalen Fotografie machen würde.
Nimm dir die Zeit, denk über das Foto nach, das Licht, die vorherige Belichtung (wenn du mehr als eine Belichtung auf ein Foto machst) – und dann, drück ab. Wenn du digital fotografierst, ist es simpel, einfach drauf loszuschießen, aber wenn du einmal durchatmest und über die Beleuchtung und das Motiv nachdenkst, kannst du was Verblüffendes machen.
Allerdings kannst du mit dem “Einfachlosfotografieren” auch viel Spaß haben und es kommen tolle Überraschungen und schöne Ergebnisse dabei heraus. Mach, was für dich funktioniert.

Schau genauer hin, in seiner Galerie hier unten:

Erfahr mehr über Brian Boulos

written by mmoya on 2011-07-11 #people #amigo #lomography #diana #diana-f #lomoamigo
translated by wolkers

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