Canon Prima 5 - Immer noch eine gute Kamera

Seit ich im letzten Jahr der Lomographie verfallen bin, bin ich immer auf der Suche, neue Kameras auszuprobieren. Da kam mir die alte Canon Prima 5 meiner Eltern gerade recht.

Seit ich im letzten Jahr der Lomographie verfallen bin, bin ich immer auf der Suche, neue Kameras auszuprobieren. Da kam mir die alte Canon Prima 5 meiner Eltern gerade recht. Ich denke, sie haben die Kamera irgendwann in den 90ern gekauft und sie hat ihnen wohl immer gute Dienste geleistet, bis ihre Seelen dann auch von der digitalen Welt aufgesaugt wurden.
Zumindest nervte ich meinen Papa solange, bis er das alte Teil rauskramte und mir mit den Worten „Das war damals wirklich eine sehr gute Kamera“ aushändigte.
Ich hab von damals immer nur noch dieses eine Bild, welches mich durch meine frühe Kindheit begleitete, im Kopf: mein Papa, volleres Haar als heute, im gelben Hemd mit Fahrrädern drauf und diese Kamera um den Hals.
In unseren Fotoalben sehen die meisten Fotos gleich aus.
Satte, kräftige Farben (was wohl eher an den handelsüblichen Filmen lag) und ab und zu etwas verwackelt.
Jetzt wollte ich aber wissen, was ich aus dieser Kamera machen kann.
Sie ist eine voll automatische Kleinbildkamera mit einer Linse von 38mm und verfügt über einen Selbstauslöser und automatischen Blitz.
Man muss also nichts manuell einstellen, nur den Auslöser drücken.
Film einlegen geht auch ganz easy, eigentlich macht es die Kamera auch von selbst, genauso wie das zurückspulen. Mehrfachbelichtungen sind also nicht möglich, wenn der Film einmal in dieser Kamera ist.
Ich legte einen Fujichrome Sensia Film mit ISO 200 ein und begann einfach mal bei den unterschiedlichsten Lichtverhältnissen drauf los zu knipsen.
Anschließend ließ ich den Film crossen und schaute mir die Ergebnisse an.

Was mir vor allem auffällt ist, dass die meisten Bilder sehr hell sind für einen 200er Film.
Selbst bei Innenaufnahmen ohne Blitz und am Abend sind die meisten Bilder doch recht überbelichtet.
Vor allem bei diesem Bild bin ich über die Helligkeit der Farben sehr erstaunt.
Ich habe es in der Abenddämmerung ohne Blitz geschossen und hatte schon Angst, dass man gar nichts erkennen würde, doch als ich es dann scannte, war ich echt überrascht, wie hell es geworden ist.

Durch den Autofokus ist es schwer, selbst zu entscheiden, was auf den Fotos scharf zu erkennen sein soll. Die Kamera fokussiert eher große, nicht zu nah am Objektiv gelegene Sachen.
Selbstportraits sind also eher schwierig.

Die Canon Prima 5 empfiehlt sich also für den auch von meinen Eltern vorgesehenen Zweck: schöne Urlaubsbilder und Gruppenfotos fürs Familienalbum. Ich würde aber für die Urlaubsbilder auf jeden Fall einen ISO 100 oder 50 Film empfehlen. Wer mal auf die typischen Lo-Fi-Kamera-typischen Merkmale wie Vignetten oder Lightleaks verzichten und statt dessen eine solide, handliche und leicht zu bedienende Kamera möchte, ist mit der Canon Prima 5 also gut beraten.

written by supervision on 2011-04-30 #gear #review #camera-canon-prima5-automatik

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