Glückliche Unfälle von Bez Uma

Für Bez Uma bedeutet analoge Fotografie Freiheit. Sie macht einen umsichtig und die Realität greifbar. Unerwartete Ergebnisse sind seine Liebsten, sie sind wie glückliche Unfälle, die darauf warten von Film eingefangen zu werden.

Erzähl uns ein wenig über dich
Ich bin Bez Uma, ich bin 24 Jahre alt und lebe in Russland. Ich liebe Dienstage, Mittwoche, Donnerstage, Freitage, Samstage und Sonntage. Eigentliche alle Tage bis auf Montage.

Wie bist du zum Fotografieren gekommen? Was war deine erste Kamera?
Wie viele der besten Dinge im Leben passierte es durch puren Zufall. Meine Freundin hat mir ein Handy zum Geburtstag geschenkt. Nach einigen Monaten, in denen ich Fotos mit geringer Auflösung schoss, beschloss ich, etwas ernsthafteres zu versuchen. Ich habe jetzt eine analoge Pentax K-1000 als Hauptkamera und eine Zenit ET als Zweitgehäuse.

Beschreib uns deinen Fotografie-Stil, welches sind deine üblichen Themen und Objekte?
Ich mag es Dinge zu fotografieren, Menschen und wie sie mit einander verbunden sind.
Ich denke, dass meine Kamera der Apparat ist, mit dem ich meine Umgebung erkunde. Und da sind natürlich diese besonderen Momente, die man um jeden Preis festhalten muss.

Unter deinen zahlreichen Fotos, welches ist dein liebstes?
Es war an einem Sonntagmorgen und ich war gerade wach geworden. Überall war Nebel.
Ich streckte meine Hand aus dem Fenster: Wer weiß, vielleicht konnte ich so einen Vogel für ein leckeres Frühstück fangen? Leider waren da keine Vögel und ich machte mir ein Sandwich.

Was ist der Soundtrack zu deinen Fotos?
Tickende Uhren und Regentropfen.

Wir haben ja alle unsere Idole, welche Fotografen beeinflussen dich?
Ich hab ein schlechtes Namensgedächtnis, Namen sind eigentlich auch egal, es zählen die Arbeiten, das ist, was wirklich wichtig ist.

Wenn du von jemandem ein Portrait machen könntest, egal ob lebend oder schon tot, wen würdest du wählen, mit welcher Kamera würdest du es machen und warum?
Ich war schon immer fasziniert von David Bowie. Seine Lieder waren schon immer so frisch und sein Stil stellt Nachahmer wie Lady Gaga in den Schatten. Wenn ich ihn mal bei einem Kaffee in einem New Yorker Café fotografieren könnte, wäre ich sehr glücklich.

Analog vs. Digital. Was macht analoge Fotografie so besonders gegenüber digitaler?
Das ist ganz einfach. Mit analoger Fotografie hast du nur 36 Bilder zu schießen, man beginnt, sorgfältiger darüber nachzudenken, was man wirklich festhalten möchte. Solche Einschränkungen bedeutet echte Freiheit als Fotograf. Zweitens: Die Fotos, die du macht existieren wirklich. Man kann sie anfassen, riechen, zerreißen, während ein digitales Foto eine Ansammlung aus Millionen von Nullen und Einsen ist.

Hast du auch lomographische Kameras? Welche ist deine Liebste? Welche würdest du gerne haben?
Leider habe ich noch keine Kamera von Lomography, auch wenn ich gerne eine LC-A hätte, weil man mit ihr so großartige Fotos machen kann.

Viele Leute interessieren sich heutzutage für Fotografie, was möchtest du ihnen als Inspiration mit auf den Weg geben?
1. Schau dich um
2. Drück den Auslöser
3. Wiederhole Schritt 1

Arbeitest du gerade an bestimmten Projekten oder planst du zukünftige?
Gerade beschäftige ich mich mit dem Thema Reisen.

Mehr Fotos von Bez Uma findest du auf flickr.com/bezuma.

written by basterda on 2011-04-30 #lifestyle #interviews #bez-uma #fotografen
translated by trashpilotin

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