LC-A Big Book Kapitel 33: Die Online-Umfrage und eine große Überraschung

Im April 2005 wurde eine Internet-Umfrage gestartet, mit der weltweit Lomographen nach ihrer Meinung zum Nachfolger der LOMO LC-A befragt wurden. „Welche Funktionen der Kamera sollen erhalten bleiben? Welche Extras sind am beliebtesten? Und soll die Nachfolgerin der LOMO LC-A auf den Zug der digitalen Photographie aufspringen – oder wäre es besser, der analogen Schnappschusskamera treu zu bleiben?“ Diese und viele weitere Fragen trieben die auftraggebenden Wiener Lomographen um, während sie auf Erhellendes aus der Internet-Gemeinschaft warteten.

Im Jahr 2005, nach dem endgültigen Aus der russischen LOMO LC-A Produktion, wuchs im LOMO Hauptquartier in Wien der Druck, eine alternative Bezugsquelle für die Kamera zu finden.
Mittlerweile war aus der Lomographische Gesellschaft ein organisiertes, stabiles und globales Netzwerk geworden. Es verkaufte und verteilte verschiedene analoge Kameras, hatte aber immer noch keine Alternative für die russische Kompaktkamera gefunden. Nach der Enttäuschung durch die vielen Absagen aus China, verschwand schnell die Hoffnung, eine passende Fabrik für eine neue LOMO LC-A zu finden .

Dennoch wurde im April 2005 eine Internet-Umfrage gestartet, mit der weltweit Lomographen nach ihrer Meinung zum Nachfolger der LOMO LC-A befragt wurden. „Welche Funktionen der Kamera sollen erhalten bleiben? Welche Extras sind am beliebtesten? Und soll die Nachfolgerin der LOMO LC-A auf den Zug der digitalen Photographie aufspringen – oder wäre es besser, der analogen Schnappschusskamera treu zu bleiben?“ Diese und viele weitere Fragen trieben die auftraggebenden Wiener Lomographen um, während sie auf Erhellendes aus der Internet Gemeinschaft warteten.

Die Ergebnisse waren überraschend und erfüllten das Lomographische Hauptquartier in Wien mit Euphorie. All die vielen Lomographen bekundeten ihre Begeisterung für analoge Kameras und wollten definitiv der Photographie mit Film treu bleiben. Die Umfrage ergab auch, dass die LOMO LC-A im Großen und Ganzen bleiben sollte, wie sie war, und dass allenfalls ein paar neue Funktionen hinzugefügt werden könnten. Die Mehrheit der globalen Lomo-Allianz wollte die klassischen Features der LOMO LC-A beibehalten: die automatische Belichtung, die Minitar 1 Linse, die Nacht-Langzeitbelichtungs-Funktion und das spezielle Fokus-System. Sie sandten aber auch wichtige Ideen ein, was neue Funktionen für die LOMO LC-A betraf. Die Ergebnisse der großen Online-Umfrage waren über alle Maßen erfreulich und motivierend für die Lomographen in Wien. Die Analog-Enthusiasten und Photo-Film-Liebhaber überall auf der Welt waren einer Meinung: Auf keinen Fall wollten sie das Ende der analogen Fotographie und der großartigen LOMO LC-A erleben!

Mit diesen Ergebnissen im Hinterkopf wurde das erste Konzept für die LOMO LC-A+ entworfen.
„Wir machen eine 1:1 Kopie der LOMO LC-A, fügen einige sinnvolle Verbesserungen und Extras hinzu und produzieren sie in China. Die LOMO LC-A muss weiterleben, so dass der alte Kholomyansky, unser Freund Lazar, Olga und wir alle weiterhin stolz auf sie sein können!“ verkündeten die Lomographen glücklich nach intensiver Diskussion im 15. Distrikt von Wien.

So glücklich alle waren, da war immer noch das Problem einer Fabrik, in der die Kamera hergestellt werden konnte. Die Lomographische Gesellschaft stolperte über ein angesehenes optisches Werk in Zentralchina. Zunächst sammelte die Wiener Gruppe einige aktuelle chinesische Kameras dieser Gesellschaft und wollte ihr bald darauf die Idee der LOMO LC-A+ unterbreiten. Man hatte nicht viel Hoffnung auf eine Zusage. Diese Optik-Firma hatte einen exzellenten Ruf in China und war ein aufstrebendes Unternehmen. Interessanterweise war sie der LOMO PLC Fabrik in St. Petersburg sehr ähnlich und daher der perfekte Ort, um die Produktion der LOMO LC-A wieder aufzunehmen. Die Fabrik war 1965 auf Befehl von Mao Zedong gebaut worden, und wie die LOMO PLC war sie eine Ansammlung vieler kleinerer Werke.
Anfangs baute die Geheimfabrik militärisches Gerät, aber 1983 bekam sie einen richtigen Namen. Anschließend konzentrierte sie sich auf den Markt für zivile Kameras und produzierte bis in die Gegenwart in Zusammenarbeit mit japanischen Unternehmen Kamerateile. Wie die LOMO PLC (siehe S. 511) stammte die chinesische Fabrik aus kommunistischer Zeit, hatte eine ausgeprägte Infra- und Sozialstruktur (mit einem großen Gelände, auf dem sich Fabrikshallen, Wohnungen für die Arbeiter, Parks, ein Stadion und ein Krankenhaus befanden) und produzierte exzellente Linsen und Kameras. Welche Fabrik hätte perfekter sein können, um die Produktion der LOMO LC-A fortzusetzen?

Im Frühjahr 2005 stellten die Lomographen den Chinesen ihre Idee einer 1:1 Kopie der LOMO LC-A vor – und konnten ihren Ohren kaum trauen. Anstelle des erwarteten „Nein“ erhielten sie die Antwort: „Wir werden es uns ansehen“. Einige Monate später kam ein Anruf der besagte, dass eine Gruppe früherer Angestellter, Manager und Ingenieure gefunden worden war, die bereit war, die LOMO LC-A zu produzieren und eine eigene Fabrik dafür einzurichten. Die Manager des chinesischen Teams waren Mr. Li, Mr. Lee und Mrs. Li. Und so wartete ein wirklich erstaunliches Projekt auf die lomographische Welt!

40. Die Ergebnisse der LOMO LC-A Online-Umfrage vom April 2005.

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written by ungrumpy on 2011-05-07 #lc-a #library #lc-a-big-book #lomograpy #excerpt
translated by princess_crocodile

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