LC-A Big Book Kapitel 32: Die Lomo LC-A +

Seit dem Beginn der Verhandlungen mit LOMO PLC war über eine Verlagerung der Produktion nach China nachgedacht worden. Die Lomographen hatten beharrlich versucht, die Produktion der LOMO LC-A am Leben zu erhalten (erinnert euch an das Kapitel „Wir wollen mehr LOMO LC-As“) – allerdings sahen sie bei einer Fortsetzung der Herstellung in St. Petersburg ihr vorzeitiges Ende voraus.

Zeitleiste der LOMO LC-A / LC-A+

1980: Die Cosina CX-2 kommt auf den Markt
1982: Der erste voll funktionsfähige Prototyp einer LOMO LC-A wird in St. Petersburg, Russland (damals Sowjetunion) fertiggestellt
1984: Der Lomo Kompakt Automat geht in Massenproduktion und wird in der Sowjetunion vorgestellt
1986: LOMO LC-As werden in Moskau an die 5000 Delegierten des 27. Kommunistischen Kongresses verteilt
1986: Die gesamte LOMO LC-A Produktion zieht in die neuen „Filiale“ Hallen in St. Petersburg um
1987: Die LOMO LC-M, ein geplantes Nachfolgemodell der LOMO LC-A, wird für kurze Zeit produziert
1991: Zusammenbruch der Sowjetunion. Die Nachfrage nach russischen Kameras bricht schnell ein.
1991: Eine Gruppe österreichischer Studenten „entdeckt“ die LOMO LC-A in Prag, Tschechien – der Beginn einer Leidenschaft
1992: Die Internationale Lomographische Gesellschaft wird als Non-Profit Organisation gegründet
1994: Die gesamte Kameraproduktion der LOMO PLC, inklusive der LOMO LC-A, wird im Dezember eingestellt
1995: Die Lomographische GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) wird gegründet, um die russische LOMO LC-A zu importieren und global zu vertreiben
1995: Der erste exklusive Alleinvertriebsvertrag wird zwischen LOMO PLC und der Lomographischen Gesellschaft unterzeichnet, nachdem die LSI die zukünftige Abnahme der Kameras garantiert hat
1995: Die Produktion der LOMO LC-A ist gesichert und wird in St. Petersburg wieder aufgenommen
1997: 60 ihrer 450 Bestandteile fallen weg, um die Produktion der LOMO LC-A erschwinglich zu machen
2005: Die russische Produktion der LOMO LC-A wird endgültig eingestellt
2005: Ein Reparaturbetrieb für gebrauchte LOMO LC-As eröffnet in der St. Petersburger Lomo Embassy und stellt ehemalige LOMO PLC/LC-A Fertigungsmitarbeiter an, um gebrauchte Kameras zu reparieren
2005: Die LOMO LC-A „Refurbished“ wird im Online-Shop von www.lomography.com verkauft
2005: Ein exklusiver LOMO LC-A+ Produktionsvertrag wird zwischen den chinesischen Colibri Manufacturers und der Lomographischen Gesellschaft geschlossen. Kurz darauf übergibt die LOMO PLC 300 technische Originalzeichnungen der LC-A und die chinesische Produktion der LOMO LC-A+ beginnt.
2006: Die Made-in-China LOMO LC-A+ mit neuen Extras und Verbesserungen der originalen LOMO LC-A wird im September 2006 veröffentlicht

Njet, njet, njet! Niemals!
Wie du aus der bisherigen Geschichte wissen solltest, haben die Lomographen jeden Stein umgedreht, besonders, wenn es um den Lomo Kompakt Automat geht, das Herz der Lomographie.
Seit dem Beginn der Verhandlungen mit LOMO PLC war über eine Verlagerung der Produktion nach China nachgedacht worden. Die Lomographen hatten beharrlich versucht, die Produktion der LOMO LC-A am Leben zu erhalten (erinnert euch an das Kapitel „Wir wollen mehr LOMO LC-As“) – allerdings sahen sie bei einer Fortsetzung der Herstellung in St. Petersburg ihr vorzeitiges Ende voraus.

Obwohl in St. Petersburg die notwendige Infrastruktur vor Ort war und die Arbeiter das Know-How für die komplizierte Konstruktion der Kamera hatten, war aufgrund der Umstände die Produktion in Russland auf lange Sicht nicht überlebensfähig.

Nach harten Preisverhandlungen mit der LOMO PLC und steigenden Kosten entschieden die Lomographen, dass es besser wäre, einen Produktionsstandort in China zu finden.
In China würde man die Kamera insgesamt günstiger herstellen können. Überraschend kam dieser Vorschlag auch vom LOMO PLC Management selbst. Viele PLC-Bosse waren Fans der LOMO LC-A, obwohl sie selbst die Produktion nicht fortführen konnten. So unglaublich es klingt: Sie waren bereit, alle Pläne und Rechte der Lomographischen Gesellschaft zu übergeben, so dass die Kamera in China hergestellt werden konnte.

So suchte die Lomographische Gesellschaft ab 1997 die entlegensten Gegenden des Fernen Ostens ab, um eine optische Fabrik zu finden, die die Produktion der LOMO LC-A übernehmen konnte.
Doch immer wenn sie an einer geeigneten Tür klopften, erhielten sie eine freundliche Absage.
Es erschien zu kompliziert, teuer, riskant und erforderte zu viel Kapital – und ehrlich, wer mit einem bisschen Verstand würde in die Kopie einer 25 Jahre alten analogen russischen Kamera investieren? Zumal das alles zu einem Zeitpunkt stattfand, als niemand mehr an eine Zukunft der analogen Photographie glauben wollte und die chinesische Wirtschaft einen Aufschwung durch die Nachfrage nach digitalen Kameras erlebte.

Lies die ganze Geschichte hier

written by ungrumpy on 2011-05-05 #lc-a #library #lomography #excerpt #lomo-books
translated by princess_crocodile

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