Die Entdeckung der LOMO LC-A

Wir wissen ja bereits, dass die Zukunft analog ist! Von Moskau bis Manila, von London bis Tokio: LomographInnen rund um die Welt kümmern sich um keinerlei Regeln und schießen wagemutig aus der Hüfte. Millionen von wunderbaren, kreativen Bildern entstehen. Aber halten wir kurz inne und werfen einen Blick auf die Erfindung, mit der alles begann: Die LOMO LC-A.

Die österreichischen Lomographen

Alles begann im Jahre 1991, als eine Gruppe Österreichischer Studenten nach Prag aufbrach, um die Hauptstadt der damaligen Tschechoslowakei zu erkunden. In einem verstaubten Fotogeschäft stolperten sie über einen Lomo Kompakt Automat – eine enigmatische Russische Kompaktkamera. Sofort schossen sie unzählige Fotos (nicht wenige davon aus der Hüfte) und waren von den umwerfenden Bildern überwältigt, die diese kleine Kamera zu produzieren vermochte: Die Motive erstrahlten in tiefen, satten Farben und wurden von einer charakteristischen Vignettierung umspielt. Nie zuvor hatten sie solche Fotos gesehen.

Eine analoge Revolution

Schnell erkannte man, dass es sich hier um eine ganz spezielle Kamera handelte. Wie verrückt machten die begeisterten Studenten Foto um Foto. Bald wollten Freunde und Bekannte ebenfalls eine Lomo LC-A. Das war die Initialzündung für einen neuen fotografischen Stil. Außerdem stellte sich eine wesentliche Frage: “Wo bekommt man mehr von diesen wunderbaren Kameras her?”

Ein LC-A-Foto von goldie

Im Sommer 1992 wurde das Lomographische Manifest und die 10 Goldenen Regeln veröffentlicht. Unsere mutigen Pioniere begaben sich auf eine Reise nach Russland, um nach weiteren Kameras Ausschau zu halten. 2005, als die Lomographsiche Bewegung gerade so richtig in Schwung kam, wurde in St. Petersburg plötzlich die Produktion der kleinen schwarzen Kamera eingestellt. Ein kleiner Schock, der die Karten neu mischen sollte. Das Ergebnis: Unter der Beifügung Chinesischer Magie wurde 2006 die LC-A+ geboren!

Ein Foto, geschossen mit der LC-A+ von satomi

Wir machen einen Sprung nach vorne: Du selbst bist das nächste Kapitel in dieser abenteuerlichen Geschichte. Deine Fotos sind Gegenwart und Zukunft der Lomographischen Bewegung – aufgeladen mit dem Mythos der LC-A! Klar, die Lomographische Gesellschaft baut weiter an immer neuen Kameras und tüftelt an frischen Experimenten, doch letzten Endes seid ihr es, die die Bewegung am Leben halten!

Die Lomo LC-A: Ein Überblick

Die Lomo LC-A (Lomo Kompakt Automat) ist eine 35mm-Kamera, die von den LOMO PLC-Werken in St. Petersburg (Russland) produziert wurde.

Ursprünglich war es eine verbesserte Version der japanischen Cosina CX-2, die als Kamera für die Maßen der Sowjetrepublik dienen sollte. Tatsächlich aber hatte die LC-A, wie unsere Pioniere schnell herausfanden, einen höchst eigenständigen Charakter.

Die LC-A wurde von Chefingenieur Mikhail Grigorievich Kholomyansky und seinem Team entwickelt und gelangte 1984 auf den Markt. Die Kamera ist bekannt für ihre übersättigten Farben, knackige Schärfe und charakteristische Vignettierung (die Abdunkelung zum Bildrand hin). Die automatische Belichtung und der handliche Zonenfokus sind weitere Merkmale. Mit einer Belichtungszeit von bis zu einer Minute sorgt die LC-A bei Tag und Nacht für traumhaft schöne Resultate.

Ein LC-A-Foto, geschossen von reinertlee

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written by devoncaulfield on 2011-03-11 #lifestyle #lc-a #lomo #lc-a #geschichte #entdeckung
translated by d_i_d

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