Jim Rakete - die direkte Type aus Berlin

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„Für mich ist die analoge Fotografie fast eine Religion.“

Das Zitat stammt von niemand geringerem als Jim Rakete und damit dürfte der in Berlin geborene Fotograf uns Lomographen direkt aus der Seele sprechen. Erstaunlich dabei ist, dass dieser Satz kein historisches Dokument ist, sondern erst kürzlich in einem Interview mit sueddeutsche.de fiel. Bei Fotografen, welche die analoge Fahne auch in Zeiten der durchdigitalisierten Welt hoch halten, lohnt sich ein genauer Blick auf die Arbeiten natürlich ganz besonders.

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Auch wenn seine Portraits eine gewisse Ruhe ausstrahlen, behauptet Rakete von sich selbst, bei der Arbeit sehr hektisch zu sein. Ein Shooting darf bei ihm in der Regel nicht länger als 20 Minuten dauern. Spätestens da muss das Bild dann sitzen. Wie er es trotzdem schafft diese gewisse Atmosphäre auf den Bildern zu erzeugen, bleibt wohl sein Geheimnis. Vielleicht liegt es auch einfach an der Auswahl seines Fotowerkzeuges. Eine der von ihm verwendeten Kameras ist z. B. eine Linhof-Plattenkamera, die mit einer Belichtung von 1/8 Sekunde das Werk auf eine Silberplatte zaubert. Sowas entschleunigt natürlich, da man nicht einfach im Akkord mehrere Bilder mit ultrakurzer Belichtung schießen kann und eines davon schon irgendwie gut aussehen wird.

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Berühmt ist Jim Rakete vor allem für seine Portraits deutscher Stars und Prominente.
Für seine Reihe „Vertraute Fremde“ standen Darsteller des deutschen Films wie etwa Jürgen Vogel, Mario Adorf und Fatih Akin vor der Kamera. Doch auch internationale Größen wie Mick Jagger, David Bowie oder Natalie Portman posierten vor seiner Linse. Darüber hinaus fasziniert er mit seinen direkten Ansagen und Prinzipien und diese machen ihn (zumindest für mich) nicht nur zu einem interessanten Fotografen, sondern auch zu einem sympathischen Menschen. Er ist beispielsweise nicht gerade ein Fan von digitaler Nachbearbeitung. Er lehnt es allerdings nicht aus Prinzip ab, sondern weil er „diese Schönungen“ ablehnt, das „Leugnen von Falten“, wie er in einem Interview mit www.art-magazin.de verrät. Wer sich mehrere Interviews mit ihm durchliest merkt schnell, dass Rakete ein gradliniger Typ ist, der ehrliche und möglichst ungekünstelte Menschen mag – was man seinen Bildern auch ansieht.

Wer sich zurzeit in Berlin aufhält, hat rein zufälligerweise das große Glück, dass in der Kunsthalle Koidl vom 10. Februar 2011 bis 11. März 2011 rund 50 seiner Bilder ausgestellt werden. Ich werde mir das auf jeden Fall ansehen. Vielleicht sieht man sich ja dort.

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es hier

written by emmasknopf on 2011-02-19 #lifestyle #analog #berlin #fotografie #jim-rakete

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2 Comments

  1. isilu
    isilu ·

    Super Artikel! :)

  2. wolkenmaedchen
    wolkenmaedchen ·

    ich liebe jim rakete!

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