Kapitel 19: 300 Kameras im Wiener Hauptquartier

Die ersten Verkaufsverträge für 300 Kameras waren unterschrieben und die österreichische Delegation sagte auf Wiedersehen zu den freundlichen Russen. Sie wussten noch nicht, was die Zukunft für sie bereit halten sollte. Beim gehen sagte Lazar ganz beiläufig zu den Lomographen, dass die Weihnachtsproduktion der LOMO LC-A zu Ende ging. Er wünschte den netten Lomographen eine gute Heimreise und ging ins Büro von General Direktor Ilya Iosifovich Klebanov, um ihm von diesem Besuch zu erzählen. Man beobachtete die sich annähernden Wiener Gruppe wie durch ein Flugzeugfenster, mit ihren Lederjacken und langen Haaren, der frühere Chef der Produktionshalle und zukünftige gute Freund der Lomographen wollte sich nicht mit den total ungeschäftsmännischen jungen Männern treffen.

Nikolay Shustov wurde überraschenderweise von einer Horde Foto enthusiastisch Lomographen begrüßt, aber er machte seinen Job gut und lud die dienstältesten Lomographen nach St. Petersburg ins LOMO PLC ein. Diese nahmen überglücklich die Einladung an. In den vergangenen zwei Jahren hatten sie alle alten Fotogeschäfte des Ostblocks abgeklappert um die letzten LOMO LC-A´s zu ergattern und hatten nun das Verlangen, getrieben von ihrer Neugier und ihrem Durst nach Wissen, herauszufinden was sich hinter dem großen Namen des LOMO PLCs Hauptquartier verbarg. Nach der Eröffnung der Ausstellung in Moskau und dem unerwarteten Auftauchen von Nikolay Shustov verpassten die Lomographen ihren Flug am nächsten Morgen nach New York. Die Eröffnung im Big Apple fand ohne die Hauptorganisatoren statt und diese schafften auch nicht ihren Rückflug von New York nach Wien. Stattdessen bekamen Moskau und die Zugfahrt nach St. Petersburg den Vorzug. Die Wiener Gruppe traf in eisiger Kälte im Büro des PR-Chefs Lazar Semyonovich Zalmanov ein und tauschte Nettigkeiten mit dem wichtigen Mann aus.

Als stolzer Besitzer einer LOMO LC-A und Mitglied des lokalen Amateur Poeten Clubs, war Lazar Zalmanov der Lomography-Idee positiv gesonnen. Weiter mochte er den Fakt, dass ein russisches Produkt im Westen “hip” war, während in Russland die guten alten sowjetischen Sachen von der Jugend verachtet wurden und nur westliche Produkte “hip” waren. Lazar und die Lomographen, die heraus fanden, dass die kleine LOMO LC-A für ihre abenteuerlichen Schnappschüsse bestens geeignet war, brachten es auf den Punkt.

Die ersten Verkaufsverträge für 300 Kameras waren unterschrieben und die österreichische Delegation sagte auf Wiedersehen zu den freundlichen Russen. Sie wussten noch nicht, was die Zukunft für sie bereit halten sollte. Beim Abschied sagte Lazar ganz beiläufig zu den Lomographen, dass die Weihnachtsproduktion der LOMO LC-A zu Ende ging. Er wünschte den netten Lomographen eine gute Heimreise und ging ins Büro von General Direktor Ilya Iosifovich Klebanov, um ihm von diesem Besuch zu erzählen. Man beobachtete die sich annähernden Wiener Gruppe wie durch ein Flugzeugfenster, mit ihren Lederjacken und den langen Haaren. Der frühere Chef der Produktionshalle und zukünftige gute Freund der Lomographen wollte sich nicht mit den jungen Männern treffen, die so ganz und gar nicht nach Geschäftsmann aussahen.

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written by ungrumpy on 2011-02-08 #library
translated by trashpilotin

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