Bokeh: Diese coole verschwommene Sache

Wie macht man diese coolen Bilder, auf denen das Motiv scharf und alles drumherum verschwommen ist?

Einer der attraktivsten Effekte der Fotografie ist das so genannte Bokeh, das man ziemlich einfach erzeugen kann, sobald man einmal die Theorie dahinter kennt. Man sollte es aber nicht damit verwechseln, aus Versehen (oder nicht) das Motiv außerhalb des Fokus zu platzieren.
Wie zum Beispiel, wenn man mit der Holga ein nahes Portrait macht und die Fokus-Einstellung der Linse auf „Landschaft“ stehen gelassen hat.

Defokussiert.

Wikipedia definiert Schärfentiefe folgendermaßen:
„Die Schärfentiefe misst die Ausdehnung des scharfen Bereichs im Objektraum eines abbildenden optischen Systems.“

Prinzipiell wird die Schärfentiefe durch die f-Zahl der Blende bestimmt.
Verringert man die Blende (erhöht die f-Zahl), erhöht man damit die Schärfentiefe und erhält so ein von vorne bis hinten scharfes Bild. Wähle eine kleine Blende (f16 oder f22), fokussiere dein Objekt und fast alles in deinem Bild wird scharf abgebildet. Besonders gut bei Landschaftsaufnahmen.

Hohe Schärfentiefe.

Erhöht man hingegen den Blenden-Durchmesser (kleinere f-Zahl), verringert das die Schärfentiefe.
Wenn man das Bildobjekt manuell fokussiert, wird so der scharfe Bereich der Aufnahme sehr klein sein. Manchmal nur ein paar Zentimeter rund um den fokussierten Punkt, wie es auf dem Bild mit dem Schachtisch zu sehen ist.

Bokeh.

Leider kann man nicht mit jeder Kamera einfach ein schönes Bokeh zaubern, man muss schon ein bisschen mit der Blende und Fokussierung herumspielen.
Spiegelreflex- (Zenit), zweiäugige Spiegelreflex- (Seagull, Rolley, Lubitel) oder Rangefinder-Kameras (Fed, Zorky) mit einer lichtstarken Linse (f2 oder niedriger) sind dafür die besten (Spiel-)Kamera(den).

written by megustastu on 2011-02-02 #gear #tutorials #kunst #bokeh #tipster #verschwommen #tiefenscharfe #scharfentiefe #f-stop #blende
translated by fakingsleep

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