Kapitel 10: Produktionsprobleme

Ein geringfügiger Defekt in der ersten Modellreihe der LOMO LC-A´s sorgte 1984 für einige Probleme.
Nach unzähligen Überstunden konnte der Fehler aber behoben werden und unser aller Lieblingskamera war schlussendlich reif für die Serienproduktion.

Bevor die ersten LC-A´s 1984 endlich in Serie gehen sollten, gab es noch einmal einen Testlauf mit den ca. 50 bereits produzierten Beta-Test-Modellen.
Der Grund für diese weiteren Untersuchungen war nicht etwa ein schwerwiegendes Problem in der Elektronik. Es handelte sich im Grunde vielmehr um eine geringfügige Kleinigkeit wenn man auf die gesamte Technik und das Know-How zurückblickte die bereits in die Kamera geflossen waren.

Ein simples Problem mit dem Verschluss bereitete den LOMO-Ingenieuren Kopfzerbrechen. Besonders in feuchter Umgebung schlossen sich die Metall-Lamellen des LC-A Verschlusses nicht mehr vollständig.
Dieses Problem tauchte in den ersten Modellen der LC-A auf und es sollte drei Jahren dauern bis endlich die richtige Beschichtung für den Verschluss gefunden war und das Problem zu den Akten gelegt werden konnte.

Teile des Verschlussmechanismus wurden in einer Fabrik für Militäruhren, 600 km südöstlich von Moskau montiert. Zu dieser Zeit produzierte die Fabrik bereits 7 Millionen Damenuhren jährlich und konnte somit bereits auf einige Erfahrung in der Produktion von feinmechanischen Teilen zurückblicken.
So wurde letztendlich die Montage der Verschlüsse für die LOMO LC-A und die SMENA 35 komplett hierher verlegt.

Das zweite “Problem” mit der LC-A war ihre Vignettierung.
Genauer gesagt der sog. “Black Corner Effekt” den die Kamera produzierte.
Aufgrund der geringen Grösse der LC-A gibt es nur einen sehr kleinen Abstand zwischen Objektiv und Film, was wiederum dazu führte, das nur ein Teil der eigentlichen Projektion tatsächlich auf Film gebannt wird.
Daher also die charakteristische Vignette die bezeichnend ist für LC-A Fotos.
Die Fotos die wir heute kennen sind aber bereits ein Produkt der Verbesserung dieses Problems. Anfangs waren ganze Teile der Fotos von der Vignettierung betroffen. Dieses Problem war so schwerwiegend das es sogar in offiziellen Verträgen der LOMO PLC erwähnt wird.
Nach und nach wurde das Objektiv aber ständig weiterentwickelt (ihr erinnert euch an die Berechnungen von Lev Sakin) und weitere Verbesserungen wurden berücksichtigt, so das am Ende die Vignettierung auf ein akzeptables Maß beseitigt wurden war.

Die ganze Geschichte kannst du hier lesen.

written by ungrumpy on 2011-01-23 #lc-a #library #geschichte #lomo-lc-a-big-book #excerpt #lomobuch #biblliothek
translated by eyecon

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