Aus dem pochenden Herzen der Fabrik

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Die Überlegungen einer jungen Lomographin die Ihre Bilder aus dem Fotolabor abholen wollte und über etwas unerwartetes stolperte! Lies weiter, um zu entdecken was sie erwartete!

Du glaubst also Du hast einen ganz normalen Tag. Du checkst deine E-Mails. Gehst mit dem Hund Gassi. Mittag essen. Dann gehst Du zu deinem Komplizen – dein Fotolabor deines Vertrauens.
Du holst deine Bilder wie gewohnt ab. Du zuckst wie gewohnt zusammen als Du die astronomische Rechnung bezahlst. Dann, endlich, schaust Du dir die Resultate an. Ja, das ist es! Farbe, Wahnsinn, Schönheit, Freunde, Familie! Eine weitere pikante Filmrolle gemacht! Doch dann plötzlich… warte mal eine Sekunde! Was ist das? Ein fremdes Bild. Es ist verkehrt herum, also drehst Du es richtig herum.
Du wurdest total über den Tisch gezogen.

Ich kann mich wirklich nicht daran erinnern dieses Foto gemacht zu haben, denkst du.

Oh man, was für Spielereien werden hier wieder mit mir getrieben?! Das ist ganz bestimmt ein Fehler, das Bild eines anderen, aus Versehen zwischen deine eigenen gerutscht.
Aber nein, nachdem Du das Negativ überprüft hast, bist Du mit der unumkehrbaren Wahrheit konfrontiert, das Bild sitzt da am Anfang des Films neben all den anderen Bildern die Du gemacht hast.
Du gehst ganz in deine Gedanken versunken nach Hause und wunderst dich.
Dann verstehst Du was passiert ist. Eureka! Das Bild wurde in der Lomolito Fabrik gemacht!
Was für ein seltenes Exemplar, was für ein Einblick! Ja, es macht Sinn!
Aber dann wunderst Du dich noch weiter und man kommt nicht drum herum sich zu fragen: Versucht die Person die das Bild gemacht hat jemanden zu erreichen?

Ist dieses Bild ein Hilferuf und diese Einwegkamera eine 21.-Jahrhundert-Stille-Flaschenpost?
Du gerätst in Panik. Jahre der Bombadierung durch die Medien haben dich mehr als nur aufmerksam gemacht auf ausgenutzte Arbeitskräfte.
Ist dieses Bild das du in den Händen hältst in einem verdammten Ausbeuterbetrieb gemacht worden?! Deine Paranoia ergreift dich und du gelangst zu der Schlussfolgerung, dass Lomography unter das Nivaeu von Nike und The Gap gesunken ist… deine Welt ist zerstört.
Du fühlst deinen Puls rasen und bist aufgebracht.

Später, nachdem du von deinem paranoiden Anfall zurückgekehrt bist, entscheidest du dich, dass dieses Foto ein bloßes Versehen war, ein Beleg der fehlbaren, sterblichen Hand.
Versehentlich durch eine glückliche Arbeiterin in der Fabrik gemacht, und kein dramtischer Hilferuf oder S.O.S. ,welchen Du dir übertrieben fantasierend in deinem Kopf ausgesponnen hast.
Du ignorierst die seltsame Enttäuschung die du fühlst, weil du nicht der Auserwählte bist, der Held der dazu bestimmt war diese armen missbrauchten Menschen zu retten.
Alles andere als erleichtert, dass du nicht deine Lieblingskamerafirma boykottieren musst… das wäre eine wirklich herzbrechende Sache gewesen.

Du hegst und pflegst dein schönes Bild, die kleine und persönliche Postkarte aus einem fernen Land, deinen authentischen Schnappschuss. Dein Fabrik-Foto.

written by jesuisz on 2011-01-27 #lifestyle #developing #negatives #lab #surprise #lomolito
translated by micbec

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One Comment

  1. jesuisz
    jesuisz ·

    thank you for translating ! :)

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