Kapitel 7: Das Herz: Das Minitar 1 Objektiv

Daraufhin begann Herr Sveriv, seines Zeichens Manager der LOMO PLC Design Abteilung zu agieren. Er vergab den Auftrag das Minitar 1 Objektiv neu zu berechnen an zwei überaus renommierte Herren.
Professor Radionov vom LITMO Institut und an Lev Sakin, den Spezialisten für Optik im Hause LOMO.
Letztendlich verantwortlich für die Neuberechnung und die Präsentation im Jahr 1984 war dann Lev Sakin. Diese Linse hatte einen modifizierten Radius und bestand aus etwas anderem Glas.

Foto geschossen mit der LOMO LC-A von Chefingenieur M.G. Kholomyansky

Wie auch immer, bevor die komplette Produktion vom Band rollen konnte, musste zunächst noch das Herz der Kamera, das Objektiv fertiggestellt werden.
Im Unterschied zu den bereits gefertigten Teilen der Kamera, war das Objektiv, das vielfach gelobte Minitar 1 eine Erfindung der Optik-Experten vom staatlichen Institut für Optik in St. Petersburg.
Wie bereits bei der Entwicklung der eigentlichen Kamera die in Zusammenarbeit von LOMO und Kiev entstand und im Grunde nichts anderes als eine Kopie der Minox sein sollte, waren in die Entwicklung des überaus komplexen Objektivs letztendlich aber auch zwei Institute involviert.

Als LOMO PLC den Zuschlag bekam die Produktion der LOMO LC-A zu starten, gab es auch schon recht bald die ersten Entwürfe des Objektivs, zum einen von GOI, aber auch von LITMO. Beide optischen Werke waren für die Qualität ihrer Linsen über die Grenzen von St. Petersburg bekannt. Nach umfangreichen Studien und Testläufen entschied sich LOMO am Ende für die MINITAR 1 vom GOI.
Überragende Abbildungsleistung und geringere Produktionskosten waren für diese Entscheidung nicht unerheblich.

Die Produktionspläne wurden der LOMO Designabteilung übergeben, wo sich Experten noch mal um einen Feinschliff bemühten.
Verantwortlich für die optischen Berechnungen waren Herr Tarabukin (daher das TAR in MINITAR 1) and Frau Zhukova vom GOI Institut.
Obwohl das GOI erstklassige Arbeit abgeliefert hatte, kam aber beim Feintuning folgendes heraus:
“Verdammt nochmal”, stöhnte Irina Sowz, Senior Managerin bei LOMO PLC und verantwortlich für Optische Berechnung. Unsere Freunde vom GOI Institut haben ein wunderbares Objektiv, das Farben und Bilder hervorbringt die schärfer und lebendiger sind als wir uns jemals erhofft haben. Unglücklicherweise haben sie aber offensichtlich vergessen die Produktionskosten im Auge zu behalten. Das verwendete Glas ist einfach viel zu teuer und würde uns in der Massenfertigung das Genick brechen.

Foto geschossen mit der LOMO LC-A von Chefingenieur M.G. Kholomyansky

“Genosse Sveriv, was schlagen sie vor?”

Daraufhin begann Herr Sveriv, seines Zeichens Manager der LOMO PLC Design Abteilung zu agieren. Er vergab den Auftrag das Minitar 1 Objektiv neu zu berechnen an zwei überaus renommierte Herren.
Professor Radionov vom LITMO Institut und an Lev Sakin, den Spezialisten für Optik im Hause LOMO. Letztendlich verantwortlich für die Neuberechnung und die Präsentation im Jahr 1984 war dann Lev Sakin.
Diese Linse hatte einen modifizierten Radius und bestand aus etwas anderen Glas. Auch heute noch werden Linsen oftmals nach diesem Vorbild gefertigt.

Die komplette Story gibt es hier

written by cruzron on 2011-01-18 #library #lomography #minitar #geschichte #herz #lomobooks #objektiv #kapitel-6
translated by eyecon

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