U-Bahnhof Eberswalder-Strasse

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Seit 22. Dezember 2010 ist die U2 nach langen Sanierungsarbeiten wieder durchgehend befahrbar.
Dies wirft auch einen Fokus auf die Hochbahn-Station U-Bahnhof Eberswalder-Strasse, die eine wechselvolle Geschichte aufweisen kann.

Sie befindet sich im Prenzlauer Berg, am Knotenpunkt, an dem sich die Danziger Strasse/Eberswalder Strasse, der Strassenzug Kastanienallee/Pappelallee und die Schönhauser Allee kreuzen.

1913 für den Verkehr eröffnet, wurde die Bahnhofshalle und die Brücke in genieteter Stahlbauweise erstellt. Die ganze Station ist im charakteristischen Grün gehalten (zu DDR-Zeiten hiess sie Dimitroff-Strasse und war olivgrün). Sie wirkt weltstädtisch und urban. Sie ist so augenfällig, dass man sie von oben gut aus dem Flieger erkennen kann.

Die U-Bahnstation Eberswalder-Strasse gehört heute zu den beliebtesten Verkehrsknotenpunkten Berlins. Dies liegt auch an einer Reihe von gastronomischen Lokalitäten, die rund um diese Brücke zu finden sind.
So auch “Konnopke’s Imbiss”. Es ist schlicht die Imbissbude, die in Ost-Berlin 1960 als erste die Currywurst eingeführt hat. “Konnopkes” ist eine Institution. Meterlang sind jeweils die Schlangen unter dem U-Bahn-Viadukt, wenn Szenevolk und Touristen (einmal sogar Bundeskanzler Gerhard Schröder) nach Currywurst ohne Darm, Berliner Bulette oder Schaschlik-Schnitzel anstehen.
Sogar die Soljanka wird hier noch angeboten.

Das Leben rund um diese berühmte U-Bahn – vor allem die Schönhauser-Allee – findet immer wieder mal seinen Niederschlag in Film und Literatur. “Schönhauser Allee” heisst ein Erzählungsband, des um die Ecke lebenden russischen Schriftstellers Wladimir Kaminer. Das Gebiet um den U-Bahnhof Eberswalder Strasse, an dem sich Schönhauser Allee, Danziger-/Eberswalder Strasse und Kastanien-/Pappelallee schneiden, ist für manche auch Ausgangsort für das Nachtleben.

Diese Kreuzung wird unter Kennern auch “Ecke Schönhauser” genannt.
Diese Bezeichnung wurde auch als Titel für den gleichnamigen DEFA-Kultfilm von 1957 verwendet.
In diesem Berliner Kultfilm treffen sich unter der heutigen U-Bahnstation Eberswalder-Strasse täglich junge Männer (eine verlorene Generation), die ihre Zeit damit verbringt, orientierungslos unter der grünen Brücke abzuhängen. Heute, im “New Berlin”, ist hier definitiv mehr los!

U-Bahnhof Eberswalder-Strasse
Danziger Strasse/Eberswalder Straße

Konnopke’s Imbiss
Schönhauser Allee 44 B,
10435 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 4 427 765
Konnopke's Imbiss

written by schnitt on 2011-01-30 #places #berlin #location #deutschland #prenzlauer-berg #verkehr #szene #u-banhof #sehenswurdigkeit #kreuzung

2 Comments

  1. emmasknopf
    emmasknopf ·

    "Das Gebiet um den U-Bahnhof Eberswalder Strasse, an dem sich Schönhauser Allee, Danziger-/Eberswalder Strasse und Kastanien-/Pappelallee schneiden, ist für manche auch Ausgangsort für das Nachtleben."

    Kann ich zumindest für mich so unterschrieben. So manch legendärer Abend nahm dort seinen Anfang - und sein Ende :-D

  2. kumquatquat
    kumquatquat ·

    oh, das Bild mit dem Hund auf der Straße und Marlene Dietrich auf dem Plakat im Hintergrund ist wirklich wunderschön! Herrliche Farben....
    endlich kann man wieder durchfahren!!!
    :)

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