My Analogue Life: Teilen oder nicht Teilen?

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Einst war ich auf einer Dinner Party, eine Ansammlung von Kreativen aus der Unterhaltungsbranche, von denen mir gesagt wurde, dass sie die besten Freunde wären. Ich war jung, Anfang 20, und meine Karriere als Autorin war am Anfang. Jeder am Tisch war älter als ich, mehr erfahren und natürlich viel erfolgreicher.
Zu Beginn kam mir alles ganz normal vor: Smalltalk, Klatsch, Umarmungen und “Ich freu mich so Dich zu sehen”-Geplänkel.

Nachdem wir mit dem Essen fertig waren und die Gespräche sich Richtung Arbeit drehten, bemerkte ich etwas Komisches. Alle waren hoch erfreut über ihre neusten Erfolge zu sprechen und über ihre neusten Pannen am Set, als ich aber den Fehler begann und konkreter nach ihren Arbeiten fragte, an was sie gerade schreiben, filmen, fotografieren, wurden alle ganz leise.

Es dauerte eine Weile, aber dann wurde mir klar, dass dies Leute sind, die nicht gerne teilen.
Ich war schon immer ein Befürworter für das Teilen von Informationen, egal ob das heißt einen Kollegen an meinen Agenten vorzustellen, einem anderen Fotografen erklären, wie ich einen bestimmten Effekt in meinen Fotos hin bekomme oder Autoren Hilfe für ihre Veröffentlichungen gebe.
Leider sind nicht alle kreativen Leute so zuvorkommend. Sogar Leute, mit denen ich schon seit Jahren zusammen arbeite und mit denen ich eine lange Freundschaft pflege werden ausweichend, wenn es um das Teilen von Informationen und Kontakten geht.
Es scheint, als hätten sie Angst mir zu helfen, weil ich vielleicht ihre Ideen stehlen und somit größeren Wettbewerb erzeugen könnte.

Das ist ziemlich traurig, und eigentlich macht es auch nicht viel Sinn.
In der Fotografie hat niemand das selbe Auge, niemand sieht Dinge genauso wie jemand anderes.
Wenn man vier Leute mit ihren Kameras in einen Raum sperren würde, würde dabei nicht zwei Mal das gleiche Foto entstehen. Ich glaube, dass genug Raum für jeden ist und das das teilen von Informationen mehr Vorteile als Nachteile hat.
Klar, es wird immer Leute geben, die daraus ihren Nutzen ziehen werden, aber es werden mehrere sein, die das nicht tun werden. Und: Wenn man offen ist, hat man die Gelegenheit in einem ehrlichen Gespräch über die Dinge zu sprechen die man liebt und das ist ein sehr inspirierender und motivierender Aspekt der Fotografie.
Behalte also nicht alles für Dich, teile Dein Wissen, Deine Tipps und Ticks und lerne es zu genießen das Wissen mit anderen zu teilen.

Teilst Du Dein Wissen und Deine Ideen mit anderen oder behältst Du alle Informationen unter Verschluss? Teile Deine Gedanken mit mir!

Pamela Klaffke ist eine ehemalige Zeitungs- und Magazinredakteurin, die jetzt als Autorin und Fotografin arbeitet.

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written by pamelaklaffke on 2010-12-12 #lifestyle #secret #holga-cfn #fuji-astia-100 #pamela-klaffke
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2 Comments

  1. rainboow
    rainboow ·

    toller Artikel, schön wie du das Thema aufgreifst :) ich finde es auch sehr schade, dass viele Leute nicht in der Lage sind ihre Informationen und Ihr Wissen zu teilen... Aber dennoch ist es jedem Selbst überlassen was er tut.

  2. candeeland
    candeeland ·

    Auch wenn dieser Artikel schon ein paar Jahre alt ist, spricht er mir heute aus der Seele. Ich selber teile meine Erfahrungen und meine Kontakte sehr gerne, ich bin sowieso eher der offenherzige Typ. Deshalb macht es mich manchmal traurig bis wütend, wie verschlossen andere Kreative sind, aber das muss ich wohl akzeptieren.

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