Barock trifft auf Dekonstruktivismus - das Jüdische Museum.

Du hast ein Problem mit dem rechten Winkel, dafür magst Du aber um so mehr schiefe Ebenen, stürzende Linien, verschachtelte Räume und metallisch glänzende Fassaden, kurz Du stehst auf moderne Architektur? Dann ist der Besuch des Jüdischen Museums Berlin ein Muss!

Wo hat man das sonst schon: 264 Jahre Architekturgeschichte in einem Gebäudekomplex vereint. Neben dem 1735 gebauten Kollegienhaus errichtete der internationale Stararchitekt Daniel Libeskind in den 90ern einen zickzackförmigen Neubau, der an einen zerborstenen Davidstern erinnern soll. Innen wie außen wirkt die Architektur verwirrend, schmale Fenster und dünne Schnitte ziehen sich durch die Fassade. Überall Linien, die ins Nichts weisen und Flächen, die ohne erkennbare Funktion die Räume durchschneiden und ein Raumerlebnis zwischen Überraschung, Faszination und Unbehagen erzeugen. Mehrere riesige Leerräume durchschneiden zudem das Gebäude vertikal, sie sollen an die Lücken erinnern, die der Holocaust in Deutschland hinterlassen hat. Schon vor der eigentlichen Nutzung als Museum entwickelte sich der noch leere Neubau als Besuchermagnet. Heute zählt das Jüdische Museum zu den am meisten besuchten Museen in Berlin.

Adresse:
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9-14
10969 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag: 10-22 Uhr
Dienstag-Sonntag: 10-20 Uhr

Anfahrt:
U1, U6 Hallesches Tor oder U6 Kochstraße

Internetseite des Museums

written by fruchtzwerg_hh on 2010-11-30 #places #location #bcg #berlin-deutschland-museum-judisches-museum-daniel-libeskind-architektur-modern-sprocket-rocket-35mm #reisetips

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