Lomographieren lernen - Teil 1: Wie ich abhängig wurde und entschied diesen Leitfaden zu schreiben

Das ist ein Tagebuch meiner eigenen Reise!
Auf dieser Reise lerne ich wie man richtig meisterhafte Fotos schießt. In diesem Teil gehen wir auf die erste Frage ein – wie bin überhaupt ich in diese Situation geraten?

Howdy. Ich bin Omer, cool euch zu treffen!

Vor ungefähr zwei Jahren traf ich zum ersten mal die allmächtige Diana F+, noch verpackt bei meinem Freund paramir.
Als geborener Konsum-Mensch wollte ich sofort auch eine. Ohne auch nur irgendetwas zu wissen, das Verpackungsdesign, der Neo-Retro-Stil, und die irren Bilder im Booklet zogen mein Verlangen wie magnetisch an und ich wollte mein Regal mit einer Kamera verschönern.
Während meines Besuchs kam die Diana zwar nie aus ihrer Box, aber nachdem ich in meine Höhle zurückkehrte konnte ich miterleben, wie paramir der Sucht verfiel, allein schon, indem ich sein LomoHome verfolgte.

Gerüchte, dass man ihn in der Ecke stehend, Sex für Film anbietend treffen konnte, erwiesen sich als totaler Scheiß. Eine Weile später, fand ich durch Zufall eine Lomo Kamera, die Fisheye, in einem Laden, schnappte sie mir und rannte zur Kasse, während ich mir den Weg zu den geschockt starrenden Kassiererinnen mit den Ellbogen bahnte.
Sie waren sogar noch geschockter, als sie mitbekamen, dass ich eigentlich etwas kaufte und sagte dem Security Typen es sei in Ordnung (auf französisch).
Ich begann sofort damit zu fotografieren und liebte die Ergebnisse.
Die Kamera brachte allerdings eher einfache und spaßige Fotos, als welche mit künstlerischer Attitüde, die ich gerne entwickeln wollte.

Ich kaufte eine echt alte Diana auf einem kleinen Flohmarkt, die sich als nicht funktionstüchtig herausstellte – nach dem ich sie innerhalb einer Woche immer noch nicht repariert bekam kaufte ich mir eine neue Diana F+ und begann damit Bilder zu schießen.
An diesem Punkt wurde ich enttäuscht.

Es ist einfach nicht gerecht: Mehr als 70 Prozent meiner Frames waren unterbelichtet/überlichtet oder, wie in vielen Fällen, gar nicht belichtet. Das herauszufinden kostete mich einen ganzen Haufen Kohle.

Letzten August, während ich die Eltern meiner Frau besuchte, fragte ich sie, ob sie ein paar Kameras hätten, die sie aus der sowjetischen Ukraine mitgebracht hatten.
Nach einer Weile sinnlosen und langen Streits, begannen die Kameras hervor zu schießen wie Pilze unter Rentiermist. Da war eine Smena 8m, lederbezogen mit dem Original LOMO Logo!
Aber mein Blick wurde angezogen von zwei alten Zenit E, die ich zu einer Kamera verband.

Nach ein paar Schüssen für den Gesundheitscheck, öffnete ich den Rücken und sah, dass sie mit einem Gott-weiß-wie-altem Kodak Gold 200 Film (ich rate frühe 1990er) geladen war.
Ich schloss den Rücken sofort wieder und verschoss den Film und schickte ihn nachher zum entwickeln um zu sehen ob ich noch etwas raus bekommen konnte.
Das einzige Bild, das gerettet werden konnte, war dass, das ich von meinem Haus-Model gemacht habe (mein Sohn Itay).

Jetzt habe ich eine kleine Anzahl Kameras, alle manuell, launisch und eigen…
Plötzlich merkte ich, dass ich keine Ahnung habe, was ich mit ihnen anfangen soll, oder um besser zu sagen, wie ich etwas mit ihnen anfangen soll. Als Besitzer selbst diagnostizierter Legasthenie wandte ich mich mit W-Fragen an Leute, die sich auskannten (oder mal ausgekannt haben) und an die, die gute Fotos machten. Die Antworten die ich bekam nervten – die meisten gaben mir das gute, alte “knips einfach” zur Antwort.
Das erinnerte mich daran, als ich mal bei einem Bass-Workshop mit Victor Wooten war, in dem er stundenlang davon erzählte, wie die Stullen seine Mama ihn zu dem gemacht haben, was er ist (oder so ähnlich) und ich mir sagte “verdammt – zeig mir wie ich üben soll und ein besserer Spieler werde!”

Also entschied ich mich einen dreifachen Krieg zu führen:

  • Erstens – gegen meine Legasthenie,
  • Zweitens – gegen mein mangelndes Wissen,
  • Und Drittens – gegen diese “knips einfach” Typen

Mein Ziel ist es, eine Reihe Artikel zu schreiben, die sich mit meinem eigenen Lernweg beschäftigen, die versuchen gleichzeitig die Geheimnisse der Kunst guter Fotos, nein, großartiger Fotos… tut mir leid, zeitloser Kunststücke zu enthüllen!

Und zum Abschluss, erlaubt mir den Poeten Snoop zu zitieren:
Those who don’t like it – eat a d**k,
Those who with me – same o’ dat s***t…

Bis bald beim zweiten Teil, der mir helfen wird, all diese Nummern in Werkzeuge umzuwandeln, anstatt mich an Schulmathe zu erinnern.

Ta ta!

Von: kikass

written by kikass on 2010-12-24 #lifestyle #geschichte #lernen #artikel
translated by totkeks

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