Wallpeople: Das größte Wandbild der Stadt!

Hast du dich je gefragt, wie Flickr im echten Leben aussehen würde? Anstatt Bilder in digitaler Form ins Netz zu stellen, klebt das Wallpeople Projekt Fotos auf eine öffentliche Wand. Bis jetzt sind sie in zehn Städte vorgedrungen – Ziel ist es, dieses kollaborative Kunstprojekt zum Anfassen zukünftig auch in weitere Städte zu bringen!

Wenn Leute heutzutage mal schnell nach visueller Inspiration suchen, machen sie den Computer an und finden sie online. Deswegen ist es so erfrischend, dass Wallpeople ein Straßen-Projekt initiiert hat, dass die Menschen wieder zur analogen Art Kunst zu erschaffen zurückbringt. Bisher haben sie zehn Städte besucht, unter anderem Barcelona, Istanbul und Madrid, und dort Wände in der Öffentlichkeit mit Fotos verziert!

Pablo Quijano und David Marcos von Wallpeople erzählen uns über das Projekt.

Wie fing das Wallpeople Projekt an, wie war die anfängliche Resonanz?
Wallpeople wurde in Barcelona geboren, aus der Notwendigkeit heraus, die Street Art aufleben zu lassen, denn die Straßen verlieren diese Art von Audruck und die Interaktion mit den Menschen. Das geht darüber hinaus, Kunst aus geschlossenen Räumen herauszubringen, das ist ein von Allen erschaffenes, vergängliches Museum.

Die Resonanz der Leute war immer sehr positiv, sie konnten sich mit der Idee identifizieren, die Bilder so zu teilen, wie sie es auch im Internet tun. Dies machte das Projekt zum Gesprächsthema und ermutigte die Leute zum Mitmachen.

Was hat Euch dazu inpsiriert, diese analoge Erfahrung, Kunst zu gestalten, zu unterstützen, statt einer digitalen?

Kunst zu machen, Menschen dazu einzuladen, die Kraft zu erkennen, die in einer kollaborativen Arbeit steckt. Im Moment hat das Digitale viele Vorteile und und bietet viele Möglichkeiten, Kunst zu teilen und zu kommunizeren, aber gleichzeitig nimmt es den Reiz, ein echtes Kunstwerk zu betrachten und zu genießen. Das ist der Grundgedanke von Wallpeople als einer analogen Erfahrung.

Was waren die Herausforderungen, auf die Ihr bei der Durchführung des Projektes gestoßen seid?

Zehn Städte zu koordinieren, und dass jeder Verantwortliche seiner Stadt das Konzept hinter Wallpeople nahebringt und es angenommen wird. Verschiedene Zeitzonen, und vor allem unsere persönliche Arbeit, mit allen Aufgaben, die die Organisation eines Events dieser Größe mit sich bringt. Es gibt immer etwas zu tun oder zu verbessern.

Was bedeuten „analoge Empfingungen“ für Euch?

Für uns sind das die greifbaren Dinge. Dinge, die wir riechen, anfassen und verändern können. Straßen sind voller analoger Sinneseindrücke, jeden Tag. Sie sind der beste Ort, um Kunst mit vielen Menschen zu machen.

Leute bevorzugen oft Digitales, weil es bequem ist und schnelle Ergebnisse liefert. Wie überzeugt Ihr diese Leute, das Analoge auszuprobieren?

Das Analoge war immer schon nah an den Menschen, denn es steht für etwas, dass außerhalb des Internets passiert. Es ist komisch, dass etwas, das außerhalb des Webs passiert, die Aufmerksamkeit aller auf sich zieht. Denn eigentlich passiert ja immer alles außerhalb. Ein anderer wichtiger Punkt war, die Erfahrung aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Von der unbekannten Seite, denn die Leute sind gleichzeitig Aussteller und Betrachter. Egal of Profi oder Durchschnittsbürger. Die Hauptidee war immer das Teilen.

Ihr wart in zehn Städten, was ist Euer nächstes Ziel?

Wir wollen die Idee in mehr Städte bringen. Wahrscheinlich machen wir eine zweite Auflage, bei der wir alle Leute aus verschiedenen Ländern mit einbeziehen, die uns geschrieben haben. Sie wollen ihre Kunst mit ihren Leuten teilen und mit dem Rest der Welt. Zwanzig Städte oder mehr… warum nicht.

Wie sehen die zukünftigen Pläne für Wallpeople aus?

Wallpeople wollen die Idee der kollaborativen Kunst auf der Straße weiter verbreiten. Die letzte Aktion basierte auf Fotografie, aber es gibt viele Ideen, Leute können sich weiter beteiligen, und das weltweite Netzwerk, das dadurch entstanden ist, wächst weiter und hilft uns viele Dinge gemeinsam auf die Beine zu stellen.

Besucht die Wallpeople Website

written by shhquiet on 2010-09-23 #lifestyle #urban #street-art #stadt #ausstellung #projekt #wallpeople #analogue-lifestyle #wandbild
translated by scorpie

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