Schönheit und Facettenreichtum in der analogen Welt

Wir alle kennen ihre Bilder. Für Einige mögen das vielleicht sogar die Fotos gewesen sein, die sie überhaupt erst zur Lomografie gebracht haben. Nehmt euch ein paar Minuten und lasst auf euch wirken, was eine der „ältesten“ Lomografinnen der Community, scootiepye, zu erzählen hat!

Ich habe mit der analogen Fotografie angefangen, als ich vier war, regelmäßiger dann mit sieben. Meine erste Kamera war eine „geerbte“ Brownie Box, die nach Leder und Öl roch. Sie war groß und klotzig für meine kleinen Hände, aber ich habe das mit Mut und Entschlossenheit wett gemacht. Filme für diese alte, kastige Kamera zu finden, war eine Herausforderung, aber ich bekam schließlich ein paar Patronen, die – mit Hilfe vom altem Mann aus dem Kamerageschäft in meiner Heimatstadt Newcastle – perfekt passten. Der muss sich über mich ziemlich amüsiert haben, denke ich, wie ich so wild entschlossen war, diese Kamera ans Laufen zu kriegen. Das muss mir ins Gesicht geschrieben gewesen sein, und wie ich das Taschengeld fest in der Hand hielt. Ich musste ein Buch aus der Bücherei leihen, um herauszufinden, wofür die ganzen Einstellrädchen gut waren, und wie ich sie verwenden sollte. Seit diesen ersten Schritten war ich vollkommen begeistert und die Fotografie wurde schnell zu meiner Leidenschaft, die eine wichtige Rolle in meinem Leben einnehmen sollte.

Nach diesem Anfang ging es weiter mit einer Kodak Kompaktkamera, einer Disk-Kamera, die meiner Schwester gehörte, und so weiter. Ich wollte immer etwas Neues ausprobieren. Wenn ich jetzt zurückdenke, war ich glücklich, alles fotografisch festzuhalten, aber von Anfang an habe ich immer Abstraktes dokumentiert und Motive gewählt, die Andere komisch fanden: Füße, Hundeschwänze, Backsteinmauern neben Reisefotos und Geburtstagsparty-Bildern. Lange Zeit studierte ich die Methoden der traditionellen Fotografie und war mit den Ergebnissen zufrieden. Aber mein ganzes Leben änderte sich an dem Tag, an dem ich auf meine erste Lomografische Kamera traf. Ich sah das leuchtend gelbe Plastik des Supersamplers mit seinen vier Linsen, und genau da eröffnete sich für mich eine ganz neue Welt.

Die Erkenntnis dämmerte mir, und die Möglichkeiten, die diese vier Linsen boten, fingen vor meinem inneren Auge an Formen anzunehmen. Meine Liebe etwas zu erschaffen, zu experimentieren und mich selbst über die Fotografie auszudrücken, kombinierte sich mit meiner Liebe zu Gerüchen, Farben und der kreativen Erkundung der linken Gehirnhälfte. Zehn Jahre nach meiner ersten lomografischen Begegnung geht es mir immer noch genauso. Neue Werkzeuge und Filme erscheinen, lassen mich diese vielseitige Reise fortsetzen und jedes Mal, wenn ich einen neuen Film in die Kamera lade, fühlt es sich genauso frisch und neu an wie beim ersten Mal. Die Lomografie ist vollkommen in mein Leben integriert. Ich denke nicht drüber nach. Sie ist genauso ein Teil von mir, als wäre sie eine Gliedmaße.

Die Schönheit der Lomografie zeigt sich für mich darin, dass sie alle Facetten meines täglichen analogen Lebens festhält, manchmal alltägliches, manchmal fantastische Abenteuer und Reisen. Die vielen lomografischen Kameras helfen mir auszudrücken, was ich sagen möchte. Und dabei hilft mir die Tatsache, dass ich eine Kamera wählen kann, die quadratische Bilder macht, wenn mir danach ist. Und dass ich Kameras wie die Diana, Holga, und Lubitel benutzen kann. Oder die Horizon, um ein Panorama zu zeigen, wenn es das ist, was ich grade will, oder auch der Supersampler oder Oktomat, um die Idee von Bewegung zu visualisieren. Jede Kamera „fühlt“ sich anders an: wie und woraus sie gemacht ist, wie sie sich in meinen Händen anfühlt, wie schwer sie ist und natürlich wie die Bilder aussehen werden. Die LOMO LC-A ist die Kamera meiner Wahl, ich habe immer eine dabei, egal wohin ich gehe. Nie eingepackt und nie mit verschlossener Objektivabdeckung!

Ich liebe die Überraschungen bei jedem Film, seien es Light-Leaks, überbelichtete Bereiche oder gesättigte Farben, die jedes Bild einzigartig und sehr persönlich machen. Ja, das heißt auch oft mehr als eine Kamera mitzunehmen, aber das ist okay, in meine Taschen passt viel rein. Das Leben ist nicht vorhersehbar, und mir ist ein Leben mit unerwarteten Momenten lieber. Wenn es dir genauso geht, wirst du die Lomografie lieben. Es ist das beste Hobby – und es ist gut, dabei zu sein!

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written by scootiepye on 2010-09-17 #lifestyle #film #scootiepye #kameras #leben #analogue-lifestyle #personliche-geschichte
translated by scorpie

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