Adobe Lightroom und die Lomographie

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Ein paar wenige Tips, wenn euer Scanner nicht das zeigt was auf dem Abzug des Bildes zu sehen ist und auch nicht zeigt, wie und was ihr eigentlich bei dem Foto empfunden und geschossen habt.

Wenn es euch so geht wie mir: Billiger Negativ- und Diascanner – welcher zwar S/W Negative gut kann, aber mit Farbnegativen nicht wirklich zurande kommt, dann hier ein paar Tips, für den Fall das ihr Adobe Lightroom besitzt.
Adobe Lightroom ist KEIN Bildbearbeitungsprogramm im eigentlich Sinne sondern du hast die Möglichkeit Bilder nachzuentwickeln – meistens wird es für RAW Dateien benutzt – doch auch für unsere Zwecke ist es gut zu gebrauchen.
Nehmen wir also an wir haben ein Foto eingescannt und die Farben sind im Vergleich zum Abzug und zur Lichtsituation in der ihr euch befandet mehr als schrecklich… so wie dieses hier:



Mattes, flaches Bild ohne Farbwirkung – hierbei helfen uns in den meisten Fällen ein paar kleine Regler und Klicks.
Meist ist es schon ausreichend an dieser Stelle:


Den Weißabgleich auf Automatisch zu stellen – Lightroom ist da sehr begabt den ursprünglichen Farbumfang wieder ordentlich herzustellen, da billige Scanner einfach ein zu “kaltes weiß” benutzen.


Weiter geht es mit dem Fabton. Auch hier gibt es einen Automatisch Schalter, welcher mal mehr und mal weniger gute Ergebnisse liefert – bei mir hat es bis jetzt immer ganz gut geklappt.


Letztenendes kann und sollte man noch mit den 3 Reglern unter Präsenz rumexperimentieren um ein für einen selbst möglichst befriedigendes Ergebnis zu erhalten.


Dies hier, ist dann das Ergebnis meines Fotos, was dem Abzug sehr viel näher kommt als das schlecht eingescannte.

Ein Hinweis: Es geht hier nicht darum die Bilder nach euren Gutdünken zu verbessern, so dass ihr am Ende die perfekte Lomographie in den Händen haltet, sondern nur darum die Unzulänglichkeiten eures (und meines) Scanners auszugleichen.

written by ongrui on 2010-07-23 #gear #tutorials #tipster #lomografie #lightroom

6 Comments

  1. shoujoai
    shoujoai ·

    Gibts auch eine vergleichbare Open Source Software?

  2. ongrui
    ongrui ·

    Das sollte auch Problemlos mit Gimp möglich sein (eventuell ein wenig umständlicher) - ich hab mich allerdings so an den Workflow mit Lightroom gewöhnt, das ich den Tip hier einfach mal geschrieben hab.

  3. t0m7
    t0m7 ·

    Toller Tipster! Ich "entwickle" auch immer in Lightroom. Das Programm ist wirklich prädestiniert dafür! Ich versuche immer, einigermaßen die Abzüge "nachzubasteln", meistens kommt man so nach 2 Minuten zu tollen Ergebnissen :-)

    Ich würde noch den Tipp geben, dass, wenn der Automatische Weißabgleich kein zufriedenstellendes Ergebnis liefert, man die Pipette nimmt (steht bei Grundeinstellungen unter Behandlung) und damit einen rein weißen Fleck am Foto anklickt (bzw einen Fleck, der weiß sein sollte).

    Und fall euer billiger Scanner auch Streifen in die Scans macht, lassen die sich gut mit dem Regler "Rauschreduzierung - Luminanz" unter "Details" entfernen.

    All diese einfachen Lightroom-Regler gibts sicher auch in PS oder Gimp, allerdings sind diese Programme nicht zur schnellen und einfachen Bearbeitung ausgelegt = umständlicher, 36 Fotos in kurzer Zeit hinzubekommen.

  4. ongrui
    ongrui ·

    Sauber t0m :)
    Habe jetzt aber trotzdem meine ersten 135er Shots mit Photoshop noch näher an die Abzüge gebracht, weil ich mich mit Lightroom noch nicht SOOOO gut auskenne ;) Stichwort Tonwertkorrektur und Gradationskurve.

  5. t0m7
    t0m7 ·

    Ich mach das auch immer nach Gefühl. Bei der Gradationskurve zieh ich meistens die Tiefen sehr weit hinunter (so machens die im labor auch), bis das Schwarz wirklich tiefschwarz und kräftig ist. Dann noch die Lichter oder hellen Teile ein bisschen hinauf und Weißabgleich anpassen, fertig :-)

  6. ck_berlin
    ck_berlin ·

    Ich benutze schon seit längerer Zeit Picasa von Google. Kostet nichts und kann die hier beschrieben Sachen mit links. Außerdem ist es auch eine Fotoverwaltungssoftware, mit der man umfangreiche Sammlungen gut ordnen, beschreiben und taggen kann. Die aktuelle Version kann sogar Gesichtserkennung. Probiert es mal aus.

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