LomoAmiga: Ira und der Color Negative 800

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Wir haben uns mit der passionierten Fotografin Ira über die Analogfotografie und ihre Vorliebe dafür im Interview unterhalten.

Hallo Ira und willkommen im Magazin. Stell dich doch mal kurz unseren Lesern vor.

Hey! Mein Name ist Ira, ich komme aus dem wunderschönen NRW und bin seit 2017 passionierte Analogfotografin. Neben der Fotografie, oder vielleicht auch genau aufgrund dieser, bin ich sehr gerne im In- und Ausland unterwegs. Es macht mir super viel Spaß neue Orte und neue Leute kennenzulernen und diese Momente auf Film festzuhalten. Wenn es mal nicht so hektisch bei mir zugeht, dann verbringe ich meine Zeit gerne mit einem guten Buch am Rhein oder mit Freunden in einem Café.

Wie kamst du zur Analogfotografie?

Dass ich auf Analogfotografie gestoßen bin, war eigentlich nur ein Zufall, den ich meinem Exfreund zu verdanken habe. Er hatte mir mal von Lomography erzählt und war der Meinung, dass diese Art der Fotografie mir gefallen würde. Ich bin neugierig geworden und habe direkt meine ersten zwei analogen Schätze bei Ebay ergattert. Zu dem Zeitpunkt hätte ich mir niemals denken können, was für eine Auswirkung das Ganze auf mein Leben und meine Persönlichkeit haben wird. Analoge Fotografie lässt dich anders auf die Welt blicken, du nimmst sie anders wahr. Sie macht dich achtsamer für deine Umwelt und man sieht Schönheit in den Dingen, die für so manche Leute unentdeckt bleiben.

Was war dann diese erste Berührung mit Lomography?

Meine ersten analogen Kameras waren von Lomography. Die Fisheye 2 und die Diana F+! Ich habe beide damals mit in den Urlaub nach Holland genommen und es hat wahnsinnig Spaß gemacht, damit Bilder zu knipsen. Die Leichtigkeit dahinter hat mich sehr fasziniert.
Jedoch hatte ich damals noch gar keine Erfahrung mit Filmen und habe Fehler beim Einlegen und Zurückspulen der Filme gemacht, sodass die Bilder leider nichts geworden sind. Die Enttäuschung war entsprechend groß und die Euphorie, die jedem Anfang innewohnt, ließ rapide nach.

Und wie ging’s dann für dich weiter?

Nun ja, danach ging es für einige Monate eher schleppend weiter und die Kameras lagen nach der Enttäuschung für einige Zeit im Schrank herum, aber irgendwann hat mich die Motivation wieder gepackt, sodass vor allem die Fisheye 2 zu meinem ständigen Begleiter wurde.
Nach kurzer Zeit habe ich mir dann eine “richtige” Kamera, die Canon A1, zugelegt und mich zunehmend mit der analogen Fotografie beschäftigt und habe sowohl Kamera als auch Filme mit größter Vorsicht behandelt, als würden sie bei der kleinsten Berührung zerbrechen. Die Canon ist seitdem meine Lieblingskamera und überall dabei.

Wo bist du örtlich verankert?

Ruhrgebiet, Rheinland und Bergisches Land.
Ich hab einen gemeldeten Wohnsitz an einem dieser Orte, aber würde keinen dieser drei als mein festes Zuhause bezeichnen, denn alle sind ein Stückchen Heimat und zu jedem empfinde ich eine tiefe Verbundenheit.
Generell bin ich oft und gerne unterwegs und lasse mich von anderen Städten, Ländern und Kulturen inspirieren. Selbstverständlich immer mit meinem Liebling der Canon A1 und so einigen analogen Filmen im Rucksack.

Wie hat dich deine Heimat geprägt als Künstlerin?

Graffiti, Zechen, urbane Künste, Fabriken, Museen und jede Menge Natur.
Das sind die Dinge, auf die ich immer besonders achte, wenn ich fotografiere und all das ist in meinen drei Heimatorten zahlreich zu finden. Die Verschiedenheit und Vielfältigkeit dieser Orte inspiriert mich immer wieder.

Und wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Keineswegs als geradlinig oder als in eine Schublade zu stecken. Mein Stil zeichnet sich dadurch aus, dass ich mich von diversen Situationen und Gefühlen leiten lasse. Meine Bilder sind so stets ein Spiegel meiner Selbst und drücken aus, was ich empfinde oder was mich derzeit beschäftigt.

Wie wählst du deine Motive aus?

Mir fallen Motive eher zufällig ins Auge und was mich nicht anspricht, fotografiere ich auch nicht. Manchmal stehe ich fast schon minutenlang vor einem Motiv, verändere die Perspektive, drehe am Objektiv hin und her und drücke dann doch nicht ab, einfach weil es mir nichts sagt. Man sieht die Welt anders durch eine Linse. Was mein bloßes Auge vielleicht anlocken mag wird nicht immer von meiner Kamera festgehalten. Analoge Fotografie ist für mich etwas wertvolles, jedes einzelne Bild etwas besonderes. Fotos auf Film zeigen einem viel mehr als digitale Bilder, sie haben einen gewissen Charm, sind nicht immer perfekt aber jedes Mal wunderschön und aufregend.
Wobei ich hier erwähnen muss, dass ich das alles bei meiner Fisheye 2 nicht wirklich beachte.

Was prägt deine Arbeit?

Vorwiegend wird meine Arbeit von all dem geprägt, was ich auf meinem Weg durch die Welt, die ich bereise und bestaune, zu erfassen vermag. Zudem lasse ich mich auch stark davon beeinflussen, mit wem ich unterwegs bin. Menschen zeigen mir, mehr oder minder intentional, neue Orte und erlauben mir, Dinge und Gegenden aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Wie war deine Erfahrung dem Lomography Color Negative 800?

Ich hab mich wirklich sehr gefreut, dass ich den Negative 800 testen durfte und bin beeindruckt von den Ergebnissen, vor allem bei nicht ganz so guten Lichtverhältnissen hat der Film mich nicht enttäuscht. Das war mein erster Film mit dem Wert ISO800 und ich würde ihn definitiv noch einmal nutzen!

Vielen Dank für das tolle Interview, Irina!


Um noch mehr Fotos von Ira zu sehen, folge ihr auf Instagram.

written by apots on 2019-07-01

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One Comment

  1. peterpan61
    peterpan61 ·

    Schönes Interview! Macht Freude zu lesen. Schöne Bilder (-:

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