Jaqueline Badeaux: Experimente mit der LC-A

Jaqueline Badaeaux ist eine experimentelle Fotografin, deren Arbeiten an der Grenze zwischen dunkel und surreal stehen. Mit ihrer LC-A sucht sie nach stets nach neuen Möglichkeiten, Mehrfachbelichtungen, eine starke Körnung und auch Fehler wie Kratzer als Stilmittel einzusetzen. Wir freuen uns sehr, mit Jaqueline über ihre Arbeit zu sprechen und fragen sie, warum sie sich entschlossen hat, so zu fotografieren, wie sie es tut.

Jaqueline Badaeaux

Hi Jaqueline, willkommen in unserem Magazin! Würdest du uns etwas über dich erzählen?

Mein Name ist Jacqueline Claire Marion Badeaux. Ich wurde 1986 in Kalifornien geboren, zog dann nach Schweden. Dort wurde es mir dann aber irgendwann zu langweilig und ich zog nach Texas.

Was zieht dich zur Fotografie?

Ich liebe es, dass die Fotografie ein Medium ist, das so vielfältig wie alle anderen Kunstformen ist. Beispielsweise lassen Experimente mit Filmsuppen oder Langzeitbelichtungen Fotos malerisch wirken. Spielt man Einzelbilder mit Musikbegleitung ab, ergeben sie einen Film. Es gibt so viele Möglichkeiten, die Fotografie zu nutzen, wenn man sie liebt.

Jaqueline Badaeaux

Wer oder was beeinflusst deine Arbeit am meisten?

Andrei Tarkovsky. Francis Bacon.

Du arbeitest viel mit Mehrfachbelichtungen. Wie sieht dein Arbeitsablauf dabei aus?

Die Möglichkeiten, mit Doppelbelichtungen zu experimentieren, sind endlos. Es gibt zum Beispiel den fantastischen Splitzer , bei dessen Nutzung ich ein gewisses Endergebnis im Sinn habe. Manchmal sind die Ergebnisse aber auch spontan, wahllos, glückliche Zufälle und Magie. Manchmal verändere ich für die zweite Belichtung die Verschlusszeit, oder ich benutze einen Motorantrieb und halte den Auslöser die ganze Zeit gedrückt, um Mehrfachbelichtungen zu machen.

Jaqueline Badaeaux

Deine Fotos haben eine gewisse Zweideutigkeit - diese spirituelle Grenzlinie ätherischer Qualität. Kannst du uns mehr dazu sagen, warum dir dieser Look so gefällt?

Nichts ist heutzutage noch geheimnisvoll oder anonym, aber ich liebe die Idee des Geheimnisses. Erfundene Identität. Albtraumhaft oder traumhaft. Malerisch, wie eine Francis-Bacon-Figur; oder filmisch wie aus einem Tarkovsky-Film.

Wie läuft das Arbeiten mit der LC-A im Vergleich zu anderen Kameras, mit denen du gearbeitet hast?

Ich liebe es, wie klein sie ist. Sie funktioniert immer so, wie ich es möchte. Sie ist einfach, mit Mechanismen, die ich verstehen kann. Sie fühlt sich einfach richtig an.

Jaqueline Badaeaux

Glaubst du, dass dir die Arbeit mit Film mehr Freiheiten gibt als die Arbeit auf digitaler Basis?

Ja, wegen des Element der Überraschung beim Ausprobieren verschiedener Dinge. Chemikalien. Filmsuppen . Temperaturen. Kontrolliert oder chaotisch. Es macht süchtig und fühlt sich an wie Glücksspiel. Die Unvollkommenheiten können sich nicht wiederholen, selbst wenn ich es versuchen würde, und ich finde, das ist schön und macht Fotos, die mit Film gemacht wurden, einzigartig.

Jaqueline Badaeaux

Welchen Rat würdest du experimentierfreudigen Fotografen geben?

Versucht immer etwas neues! Bleibt verspielt!

Was werden wir in Zukunft noch von dir sehen?

Ich habe gerade eine LomoKino-Filmkamera bekommen. Es gibt also mehr, sobald ich sie benutzt habe.


Du findest noch mehr von Jaquelines Werken auf ihrer Website und auf Instagram.

written by sarahlindsayk on 2018-04-19 #gear #people
translated by dopa

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