Der Pinsel - Ausgabe 01: Vertrautheit von Angela Solis

Als Ergänzung zu ihrem Fotografie-Blog veröffentlichte Angela Solis (@gelagoo) vor kurzem das Printmagazin Der Pinsel. Die erste Ausgabe zeigt Fotos, die in Havana, Kuba aufgenommen wurden. Geboren auf den Philippinen, die ebenfalls eine ehemalige Kolonie Spaniens waren, erforschte Solis die Straßen von Havanna mit einem Gefühl der wehmütigen Vertrautheit.

Hallo Angela! Willkommen zurück zum Lomography Magazin. Was hat dich dazu inspiriert, das Magazin Der Pinsel zu starten?

Danke für die Einladung. Es ist toll wieder dabei zu sein!

Ich habe beschlossen, das Magazin Der Pinsel zu erschaffen, um ein kreative und gesundheitliche Pause vom Stress durch Leben und Karriere machen zu können.
Vor ein paar Jahre entschied ich mich, die Gelegenheit zu nutzen, meine Arbeiten zu drucken und eine Ausstellung über ein Thema zu veranstalten, dass meiner Heimat nahe kam.

Es ist schon eine Weile her und wegen meinem hektischen Zeitplan war der beste Weg für mich, meine Fotos zu drucken und ein Magazin zu kreieren. Eine gedruckte Veröffentlichung erlaubt es mir zudem, ein breiteres Publikum zu erreichen. Angesichts der Tatsache, dass ich ein Social-Media-Account habe, ist es für mich einfacher meine Zeitschrift zu teilen und so Zugang zu gewähren.

Die erste Ausgabe von Der Pinsel konzentriert sich auf Vertrautheit und zeigt Fotos aus Havanna, Kuba. Kannst du uns mehr über diese Reise erzählen und wie aus der Idee die Zeitschrift wurde?

Ich bin im vergangenen Oktober 2016 nach Kuba gegangen. Das waren unsere Flitterwochen, die wir um ein Jahr verschoben haben, weil ich mich zuvor mit bewegten Städten beschäftigt hatte und meine berufliche Karriere kurz nach meiner Hochzeit neu durchstartete.

Zu der Zeit war ich schon dabei die Zeitschrift zu entwickeln und Havanna zu besuchen klingt wie ein großartiger Möglichkeit, um Material zu sammeln. Anfänglich war meine Idee, sich auf die herausragende, wenn auch zerbröckelnde Architektur zu konzentrieren. Als ich fortfuhr, über Kuba zu lesen, bemerkte ich Ähnlichkeiten mit meinem Geburtsland, den Philippinen. Meine ersten Eindrücke wurden weiter verstärkt, als ich ankam und wegen diesem Gefühl der Ähnlichkeit entschied ich, es wäre ein tolles Thema für meine erste Ausgabe. Ich sah das Land plötzlich ganz anders und fand diesen Ansatz sehr erfrischend.

Fotos aus Der Pinsel Magazine Issue 01: Familiarity.

Da du in einem Land geboren wurdest, das auch eine ehemalige Kolonie Spaniens war, wie hat dies deine Sicht auf Kuba beeinflusst?

Eine tiefere Wertschätzung von Geschichte und Kultur. Ich empfand den Ort als nostalgisch, anstatt einzigartig und exotisch: Die Kinder spielen auf den Straßen, es gibt alte Häfen und Festungen, die Kirchen, die Flora, die Hektik und die Spuren des ökonomischen Kampfes. Das sind Szenen, die meiner Kindheit sehr ähnlich sind. Sogar die casa particular (eine lokale Frühstückspension) in der wir wohnten, sahen vertraut aus, weil sie mich an die alten Häuser erinnerte, in denen wir aufgewachsen sind. Wer hätte gedacht, dass mir Blümchendecken, Jalousie-Fenster und Sonnenblumen ein Lächeln ins Gesicht zaubern würden?

Was bringt Der Pinsel als nächstes?

Wenn man sieht, wie sich die erste Ausgabe aus einer meiner Reisen entwickelt hat, dann denke ich, dass der Verlauf des Magazins vor allem durch meine Erfahrungen beim Besuch verschiedener Länder beeinflusst werden wird. Und natürlich wird alles weiterhin auf Film ausgenommen!


Der Pinsel Magazine Issue 01: Familiarity erscheint in einer limitierten Auflage und wird weltweit verschickt. Besuche die Website oder Facebook-Seite, um dein Exemplar zu bestellen!

2017-04-30 #people
translated by dopa

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