Anne Hollond im Urlaub mit ihrer Lomo'Instant

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Anna Hollond hat ihre erste Kamera an ihrem zehnten Geburtstag bekommen und seitdem nicht aufgehört eine Kamera mit sich herumzutragen. Vor etwa einem Jahr suchte sie nach einer Möglichkeit ihre Erinnerungen für ihr Tagebuch zu dokumentieren, aber wollte das nicht digital tun und holte sich ihre erste Lomography Kamera. Und bevor sie sich versah, hatte sie einen Schatz an Instant-Kameras und auch ein Händchen für Instant-Fotografie.

Von meinen wacklingen Fotografieanfängen, fotografiert mit meiner Kodak Instamatic als ich etwa 10 Jahre alt war. Die Blödmänner genau in der Mitte des Bildes sind mein jüngerer Bruder und zwei Freunde, die in unserem Sommer-Fotografie-Kurs waren.

In diesem Interview spricht sie über ihre Anfänge und ihre Lomo’Instant Erfahrungen.

Schwarzer Sandstrand in Holulu auf Hawaii, vom höchsten Punkt des Weges aus gesehen.

Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Meine Mama, die unsere Familienfotografin war, hat mir eine Kodak Instamatic und eine Ausgabe von Alfred Eisenstaedts “Guide to Photography” zu meinem zehnten Geburtstag geschenkt. Beides habe ich immernoch! Sie hat mich nicht nur dazu ermutigt meine Kamera mitzunehmen und einfach alles zu fotografieren, sondern auch dazu Fotografie Kurse und Workshops (für beides, Fotografieren und Entwickeln) zu besuchen. Einen Einblick in meine trotteligen Anfänge kannst du von dem quadratischen Schwarzweißabzug bekommen.

Fußspuren im Sand am Hapuna Beach auf Hawaii, kurz vor Sonnenuntergang.

Wie lange fotografierst du schon und was treibt dich an weiter zu machen?

Ich fotografiere seit ich zu meinem zehnten Geburtstag diese Geschenke bekommen habe, aber erst vor kurzem bin ich konsequenter und engagierter geworden (und habe das Eisenstaedt Buch gelesen, das meine Mutter mir gegeben hatte). Eine Kamera und einen guten Stapel Filme in der Tasche zu haben treibt mich an! Außerdem sind die Online Communities auf Instagram, Flickr und Lomography unglaublich inspirierend und ermutigend. Es ist umso besser, wenn diese Communities sich persönlich treffen können.

“Ich habe auf unserer Reise nach Hawaii zum ersten mal Sofortbildkameras mit auf eine Reise genommen und es seitdem beibehalten. Es hat für mich etwas unglaublich reizvolles das tatsächliche Foto unmittelbar zu haben, so dass ich es in mein Tagebuch kleben oder teilen kann.”

Entspannen in den Gezeitentümpeln an einem Stand auf Hawaii. Das ist eins meiner liebsten Bilder aus diesem Urlaub.

Wie hast du mit der Sofortbildfotografie angefangen?

Es ist lustig, ich hatte als Kind nie eine Polaroid Kamera, habe aber natürlich Menschen beneidet, die eine hatten. Vor etwa anderthalb Jahren wollte ich etwas mit Fotografie machen, das nicht digital war, passend zu meinem Tagebuchschreiben. Ich habe bemerkt, dass es da eine neue Sofortbild-Bewegung gab. Die Fuji Instax Mini8 war meine erste neue Instant-Kamera, gefolgt von der Mini90. Kurz darauf habe ich die Lomo Belair für Instax Wide Film gefunden und gekauft. Und plötzlich hatte ich einen ganzen Haufen Instant-Kameras und ne Menge Spaß dabei mit ihnen herumzuspielen.

Dieses wurde an einem Strand in Narragansett auf Rhode Island in diesem Sommerurlaub gemacht. Die Lomo’Instant schlug sich großartig in der Brandung und dem Sand.

Welche Pros und Kontras im Bezug auf den Umgang mit der Lomo’Instant hast du herausgefunden? Wie schlägt sie sich im Vergleich zu anderen Kamers, die du verwendest, wie der Fuji Instax Mini90 oder der Belair X 6-12?

Dazu sage ich einfach nur, dass seit ich sie vor einem Monat bekommen habe, sie die Kamera ist, auf die ich mich immer verlassen kann. Seite an Seite mit der Diana F+ mit Instant Back (die ich nicht lange danach gekauft habe). Für mich sind sie sehr einfach zu nutzen und witzig zu gebrauchen und liefern konstant großartige Bilder. Mit der Lomo Belair komme ich nicht so gut klar, vielleicht weil die Einstellungen anders sind, aber ich ziehe sie trotzdem den Fuji Instax Wide Kameras vor.

1. Pro: eine solide analoge Erfahrung mit dem Sofortbildfilm und auch mit den Schaltern und Einstellmöglichkeiten zum Bedienen der Kamera. Ich ziehe Schalter und Einstellräder, die man betätigen muss, einem LCD Bidschirm und digitalen Bedienungselementen vor.
2. Pro: eine intuitive Erfahrung (zumindest für mich) mit den Einstellung, z.B. mit +/- um die Blelichtungswerte anzupassen und mit einer exzellenten Gestaltung/Organisation der Einstellungen. Ich habe nur sehr kurz gebraucht, um mich an die Lomo’Instant zu gewöhnen.
3. Pro: kreative Möglichkeiten und Flexibilität, mit den automatischen genauso wie mit den manuellen Einstellungen und mit einer großartigen serienmäßigen Weitwinkellinse plus zusätzlichen Objektiven (insbesondere das Objektiv für Close-Ups ist spitze!).

4. Kontra: versetzter Sucher. Ich würde es vorziehen, wenn er direkt über dem Objektiv wäre, so dass man, wie bei der Diana, nur in eine Richtung korrigieren/kompensieren müsste anstatt in zwei Richtungen. Obwohl das ein unbedeutender Punkt ist. Wenn man den Dreh erstmal raus hat, ist es keine so große Sache.
5. Pro/Kontra: Lens Caps. Auf der einen Seite mag ich es eine Abdeckung für die Linse zu haben und ich ziehe eine abnehmbare einer Abdeckung vor, die per Antrieb geöffnet und geschlossen wird. Auf der anderen Seite, wie mir besonders auf Parties aufgefallen ist, wird man leicht abgelenkt und vergisst die Lens Cap abzunehmen (oder vergisst wo man sie hingepackt hatte).

Das dritte meiner Spidercam-Fotos, ich habe mit der Lomo’Instant Close-Up Linse, Blitz mit Farbfiltern und Langzeitbelichtung auf einmal experimentiert. Die Lomo’Instant bietet großartige Möglichkeiten kreativ zu sein.

Wie reizvoll sind die Lomo’Instant Linsen für dich?

SEHR reizvoll! In der Tat sind die Close-Up-Linse für die Lomo’Instant und die Close-Up- und Tele-Objektive für die Diana F+ Instant Back ein großer Teil von dem, was sie für mich besser als die Fuji Instax Mini90 macht. Das Fisheye Objektiv für die Lomo’Instant ist cool, insbesondere wenn man Doppelbelichtungen macht um den freien Randbereich zu füllen. Das Porträt-Objektiv für die Lomo’Instant ist auch eine gute Wahl. Besteht die Hoffnung auf eine Tele-Linse für die Lomo’Instant? Das fände ich großartig!

Das war mein erstes Spidercam Foto, ich habe versucht wie nahe ich mit der Close-Up-Linse und der Lomo’Instant herangehen kann (sehr nah wie sich rausgestellt hat). Ich habe auch den Blitz zusammen mit der Langzeitbelichtungseinstellung verwendet um das Netz zu beleuchten.

Wie bist du zum Reisen gekommen? Was ist bisher dein Lieblingsreiseziel und wo würdest du hinfahren, wenn du jede Traumreise machen könntest?

Meine Familie war immer reisebegeistert. Als ich ein Kind war sind wir im Sommerurlaub durch die gesammten Vereinigten Staaten gefahren. Jetzt wo ich selbst Kinder habe, machen wir das gleiche und reisen mit ihnen auch ins Ausland. Mit Kindern zu reisen ist eine anstrengende aber lohnende Erfahrung. Mein liebstes Ziel bisher ist warscheinlich die Insel Hawaii. Es gab dort so viel zu sehen und zu machen und es hat sich unglaublich behaglich und entspannend angefühlt. Ich habe auf diese Reise die Lomo Belair mitgenommen, aber musste noch vertrauter mit ihr werden und habe nicht so viele Fotos bekommen wie ich gerne gehabt hätte. Also muss ich auf jeden Fall zurück dorthin! Und wenn ich jede Traumreise machen könnte würde ich einfach überallhin fahren. Wirklich, überall wo ich hingehe, bin ich fasziniert von allem und jedem Neuen und Anderen.

Ich mag es wirklich “Bild im Bild”-Aufnahmen zu machen, um die Instant-Bilder in Kontext zu setzen. Normalerweise versuche ich das Sofortbild genau an seinen Platz zu setzen, aber hier wollte ich die Kamera in Aktion zeigen. Die Close-Up-Linse ist unglaublich.

Bitte teile mit uns ein Bild das du kürzlich gemacht hast.

Die Serie von Nahaufnahmen von Spinnen und Spinnenweben bei Nacht sind wahrscheinlich meine Favoriten. Ich genoss wirklich die kreative Herausforderung herauszufinden, wie viele Details ich mit der Close-Up-Linse einfangen kann und wie man das Netz mit dem Blitz und einer Langzeitbelichtung zum Leuchten bringt und wie die Farbfilter mit dem Blitz funktionieren. Es war auch cool alleine draußen im Dunkeln mit den Spinnen rumzuhängen und sie zu beobachten, während ich diese Dinge herausfinde.

Welche Ratschläge hast du für andere FotografInnen da draußen?

Ich bin nicht sicher, ob ich schon qualifiziert bin Ratschläge zu geben! Allgemein gesprochen würde ich sagen geduldig, neugierig und offen sein ist eine solide Grundlage. Außerdem ist es wichtig Kontakt zu Menschen aufzubauen die dich inspirieren, herausfordern und ermutigen.

Ich war so gespannt zu sehen, wie die Lomo’Instant mit nahen Bewegungen klarkommt. Ich musste schnell sein um den Schmetterling zu erwischen bevor er wegflog. Ich mag es diese “Bild im Bild”-Aufnahmen zu machen, als eine lustige Art Instant-Bilder zu präsentieren. Ich habe damit angefangen, weil ich nicht wusste wie ich die Bilder scannen sollte um sie auf Instagram zu posten (traurig aber wahr), aber ich habe die kreativen Möglichkeiten Sofortbild- und iPhone-Fotografie zu verbinden lieb gewonnen.

Folge Anne Hollond:
@annehollond on Instagram, Flickr und Twitter

written by cecilialeitinger on 2015-09-20 #gear #people #lomoamigo #lomo-instant #anne-holland
translated by elenya-y

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