Charmante Belichtungsfehler Teil 1

Kleine Schusseligkeiten wirken sich extrem auf das Fotoergebnis aus!
Hier die Geschichte, wie ich einen Redscale verhunzt und trotzdem schöne Bilder bekommen habe.

Als ich das erste Mal gelesen habe, dass man Redscales selbermachen kann, war ich begeistert!
Die ersten Versuche funktionierten auch wunderbar und mit der Zeit bürgerte sich unsere WG-Abstellkammer als meine persönliche Dunkelkammer ein.
Und wozu dann auch noch zwei Filme vergeuden! Die Handgriffe „Film rausziehen – abschneiden – umdrehen – festkleben – einwickeln“ beherrsche ich mittlerweile (fast) perfekt im Dunkeln!

Mit dieser Einstellung ging ich letztens frisch und fröhlich ans Werk, an einem Samstag morgen bei leuchtendem Sonnenschein, der alle Zimmer inklusive Flur flutete.
Dass sich meine Augen in der Abstellkammer außergewöhnlich schnell ans Dunkle gewöhnten und durch alle Ritzen Licht durchkam, hat mich bei der Arbeit nicht weiter gestört.
Meiner Meinung nach hatte ich das unter vollem Körpereinsatz bestens abgeschirmt.
Außerdem hatte ich nur noch 10 Minuten Zeit und nicht weiter nachgedacht.

Als ich meinen Film von DM abgeholt habe, blickte ich erstaunt auf den Fotoindex: da waren ja überall Perforationslöcher drauf! Komisch, dachte ich mir, da sieht man doch sonst keinen Rand vom Film?
Erst beim scannen der Negative ging es mir auf: Dadurch dass der Film sich beim Umherfriemeln eingedreht hat, ist auf einem Großteil der Bilder nun die darüberliegende Filmschicht aufgeprägt!
Bei genauerem Hinsehen war das gar nicht so schlimm, sondern sah sogar ganz interessant aus!

Ob ich das zum Nachmachen empfehle, weiß ich allerdings nicht.
Ich glaube, ich mache meine Redscales jetzt wieder über Nacht….

Bei dem Film handelt es sich um einen Fuji Superia Xtra400, abgelaufen.

written by shoujoai on 2010-05-03 #news #leak #redscale #sprockets #dusseldorf #perforation #belichtet #abstellkammer #locher #abdruck #hektik #schussel #fuji-superia-xtra400

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