Portraits – Wer, Was, Wann, Wo, Wie, Warum

Wie, von Wem, von Was, Wann, Wo und Warum ich Portraits mache.

Von wem mache ich Portraits?

Kinder. Kinder sind so interessant und alles was sie tun ist auf seine ganz eigene Weise liebenswert. Auch wenn sie nicht so gut darin sind, vor der Kamera still zu halten und zu posieren, sind ihre Stimmungen so ausdrucksstark und besonders, dass sie durch Fotos – und mögen sie noch so seltsam sein – auf ganz besondere Weise übertragen werden.

Portraits von bekannten Leuten. Popularität ist relativ und wir können nicht immer mit Berühmtheiten zusammen sein. Deshalb sollte man immer die Chance nutzen, wenn man jemandem begegnet, der auf seine ganz eigene Art bekannt ist oder berühmt genannt werden kann, und sie fotografieren.

Portraits von Lomo-Kollegen. Ich beneide immer Leute, die schöne Portraits haben. Ich glaube jeder, der die Fotografie schätzt, schätzt es auch, wenn jemand ein Bild von ihm macht, das es wert ist eingerahmt zu werden. Deshalb mache ich immer, wenn ich mich mit anderen Lomografen treffe, Portraits von ihnen und hoffe, dass sie das gleiche für mich tun.

Von was mache ich Portraits?

Andere Körperteile. Portraits müssen nicht zwingend ein Gesicht zeigen. Manchmal können auch andere Körperteile wie Füße oder Hände eine große Wirkung erzielen.

Expressionen. Manchmal geht es bei Portraits weniger um das Gesicht als viel mehr um die Miene und den Gesichtsausdruck. Darum mache ich Bilder von Menschen, die gerade in ihrer eigenen Stimmung gefangen sind, oder von Freunden, die eine bestimmte Stimmung gut darstellen können.

Beziehungen. Als soziale Wesen, die wir sind, sind auch Beziehungen sehr wichtig für uns. Zwei Menschen, die genau das gerade ausleben, zu fotografieren, ist immer eine Sache von ganz eigener Schönheit.

Wann mache ich Portraits?

Im Zusammenhang. Ein Händler mit seiner Ware, ein Kind auf einem Spielplatz, ein Künstler auf der Bühne; Portraits werden häufig ansprechender, wenn sie in einem größerem Zusammenhang aufgenommen wurden.

Unbeobachtete Momente. Menschen sind immer dann am ehrlichsten, wenn sie unbeobachtet und losgelöst von den Erwartungen anderer sind; versuche also, dich an deine Freunde ranzuschleichen und in einem offenherzigen und unvoreingenommen Moment ein Portrait von ihnen zu machen.

Wo mach ich Portraits?

Licht. Mit der Lichtquelle kann ein Portrait stehen und fallen. Zu wenig Licht macht das Portrait dunkel und Details gehen verloren, wohingegen zu viel Licht dazu führen kann, dass dein Model die Augen zusammenkneift und dem Portrait so viel verloren geht. Mit schönem Umgebungslicht, das gerade genau passt, ist immer viel gewonnen.

Wie mache ich Portraits?

Das Objektiv. Ein gutes Objektiv, das scharf und detailreich abbildet, ist für Portraits in aller Regel die richtige Wahl. Etwas Schärfe im Vordergrund, im Kontrast zu einem unscharfen Hintergrund, kann genau das sein, was deinen Portraits bisher fehlte.

Doppelbelichtungen. Hab keine Angst und überlagere deine Portraits mit anderen Bildern. Texturen, zum Beispiel, oder Wolken machen sich immer gut mit Gesichtern.

Rahmen. Portraits in einem Rahmen sind grundsätzlich besonders schön anzusehen; außerdem wird dem Auge dadurch ein natürlicher Fokuspunkt gegeben.

Requisiten. Ein weiterer Weg deinen Portraits das gewisse Etwas hinzuzufügen können Requisiten sein, die zum Beispiel eine Geschichte erzählen können.

Warum mache ich Portraits?

Das Warum ist für mich persönlich schwer in Worte zu fassen. Für mich, und vielleicht auch für viele andere, ist es einfach etwas ganz natürliches.

So weit, so gut – ich hoffe, dass ich dich mit meinen Anregungen und Überlegungen hier ein wenig inspirieren konnte. Jetzt geh und hol dir all die Gesichter da draußen!

written by renenob on 2012-04-27 #gear #tutorials #portrait #tipster #doppelbelichtung #licht #tipp #kamera #gesicht #menschen #lomografie
translated by jw77

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