Der Filmregisseur David Slade stellt sich als analoges Genie heraus!

Wenn du den Namen nicht gleich kanntest, solltest du dich schämen! Vor allem, wenn du ein Twilight Fan bist. Er stand bei der Eclipse Produktion hinter der Kamera und jetzt steht er hinter einer anderen Kamera (eine von uns!), und er hält eine Geschichte für uns fest!

Echter Name: David Aldrin Slade
Stadt: Los Angeles
Land: Eigentlich aus Sheffield, England

Wie lange bist du schon Lomograph (oder bist du ganz neu dabei)?

Ich bekam meine erste Lomo Kamera Mitte der 90er in Tschechien. Damals waren das alte russische Militärkameras, die nicht retromäßig im großen Stil von Lomography aufgemotzt wurden. Ich benutze jetzt einen Vorfahren der LC-A+. Ein Jahr darauf bekam ich einen Vorgänger der Horizon Perfect.
Damals gab es nur das langweilige “HORIZON” Logo. Jetzt verwende ich ein neueres Modell.

Was war die schlichtweg großartigste lomographische Erfahrung, die du je hattest?

Umgekehrter Film in Cornwall, England, zufällig falsch eingelegt in die Horizon Perfect mit weichen Ecken von Wälder und Seen Vancouvers.

Beschreibe die Lomo LC-A+ mit fünf Worten.

Präzise, locker, analog und solide.

Was hat dich zu einer Karriere in der Filmindustrie gebracht?

Ich war Journalist, Schriftsteller und Fotograf. Ich schrieb Geschichten und machte Bilder. Ein Ehrenabschluss in bildender Kunst später, schien es mehr Sinn als alles andere zu machen. Ich hätte alles tun können.
Ich glaube, in der Filmindustrie zu arbeiten ist ein Privileg und ich halte es für wichtig, dass das man das zu schätzen weiß und nie vergisst.

Mein anhaltendes Interesse für Fotografie ist Teil eines Prozess der Dokumentation, bei dem ich die unglaublichen Dinge festhalten, die ich erleben darf. Ich verlasse mich hauptsächlich auf das verfügbare Licht. Ich mache Porträts, aber auf eine organische Art. Ich habe nie extra Licht ins Bild gebracht oder ein Bildobjekt positioniert.

Diese Arbeitsmethode ist eine direkte Antithese zu meiner Arbeit beim Film, die so präzise und einstudiert ist. Meine Augenmuskeln bleiben so trainiert und mein Verstand bleibt dabei.

Neben Hard Candy, 30 Days of Night und Eclipse, was würdest du sagen, war am witzigsten zu drehen und warum?

HARD CANDY schlichtweg, es war mein erster und immer noch mein bester Film. Ihn zu machen war sehr spannungsvoll, voller militärischer Präzision, voller Menschlichkeit und Erschöpfung. Es war eine Bezeugung der Hingabe ein paar Kreativer. Das war eine der lebensbejahenden Erfahrungen, die ich je hinter einer Kamera hatte.

So wie wir das verstanden haben, hast du mit der Regie von Musikvideos begonnen hast. Wie war der Übergang von Musikvideos zu Spielfilmen?

Drehen ist Drehen, 90% dessen, was dich weiterbringt, ist dich zu trauen, an den Bereichen zu arbeiten und lernen, wo du etwas nicht verstanden hast und dich dadurch zu verbessern und du musst dein Handwerk verstehen. Als Regisseur kannst du dich nur weiterentwickeln, indem du mehr lernst und Arbeit in die Vorbereitung und in das Engagement steckst. Mit der Zeit und deiner Erfahrung wirst du von einer Sache zur anderen übergehen, die sich vervollständigen und dann wird alles besser.

Musikvideos sind hauptsächlich ein visuelles Medium, weil du alles über die Mechanik des Films wissen musst, vor allem ‘mis en scence’, die Kamera, das Rechteck, auf dem dein Film zu sehen sein wird.
Je besser du das Handwerk des Drehen verstehst, desto mehr wird dir der Film zugänglich sein.
Erzählender dramatischer Film hat andere Anforderungen, die man lernen muss, anstatt einfach blind reinzugehen. Grundlegendes Wissen des Handwerks, wie man alles in dem Einzelbild anordnet, wird dir helfen, einen guten Start mit deinem Film hinzulegen.

Deine Lieblingsspeise zum Frühstücken?

Kaffee.

Wenn du ein Tier deiner Wahl sein könntest, was würdest du nehmen?

Ich würde kein Tier sein wollen. Die haben es nicht leicht. Außerdem esse ich keine Tiere und das seit ich 15 bin.

Wie hat Lomography deinen Blick auf Fotografie und Spielfilme verändert?

Alles ist so gut an Lomo, dadurch kommt man wieder zurück zu Zelluloid und dem manuellen Ansatz des Bilder Machens. Man muss lernen, wenn es nur darum geht, den Unterschied zwischen 2.8 und 5.6 mit bloßem Auge zu sehen, oder zumindest zu wissen, was du eher nehmen würdest.

Digitalkameras haben immer eine vollständige Auto-Funktion, also wenn du die Lomo benutzen willst, dann freu dich auf wunderbare Schalter, Hebel und einen manuellen Filmspulmechanismus. Dadurch verstehst du die Machart eines Bildes, einfach durch die Physik des Fotografierens, aber bei den meisten Kameras ist das verloren gegangen.

Heutzutage haben wir Computer und Bildbearbeitungsprogramme, CGI Work und wir haben automatische Verschlüsse und Kameras, die keinen manuellen Belichtungsmesser brauchen. Aber das alles sind Werkzeuge, um Bilder zu machen. Man muss nicht an eine strikte Trennung glauben, was Kameras anbelangt. Mit einer offenen Haltung profitiert das eine vom anderen.

Mit der LC-A+ hat man eine gestochen scharfe Glaslinse, die an die meisten Digitalkameras bezüglich Auflösung rankommt. Ich habe einen Kühlschrank voller alter Filme, darunter auch abgelaufene.
Ich habe ein günstiges Unterwassergehäuse und ich habe einen digitalen Scanner. Viel mehr braucht es nicht.

Dein Rat an künftige LC-A und Horizon Perfect Benutzer.

Für die LC-A: Messen, benutz ein Maßband. Ich habe ein Tape Body von Home Depot mit schwarzen Markierungen von der Filmplatte bis zur Fokuseinstellung, auf dem der Hebel der LC-A steht. Ich mache das Kameragehäuse an dem Metallteil des Tape Bodys und messe damit die Distanz ab.

Glückliche Zufälle sind großartig, aber je mehr du deine Fotoshootings planst, mit Belichtung und Filmwahl und Fokus etc, desto weniger musst du dich darum sorgen, weil sie dich dann nicht in deinem kreativen Prozess stören und dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass du mit den Zufällen zufrieden bist, die dir nicht passieren.

Für die Horizon Perfekt: Denk daran, dass die Perfekt einen minimalen Fokus für lange Distanzen hat, weil sie nicht für Porträts geeignet ist, außer du bastelst enorm an der Kamera herum. Der echte minimale Fokus ist nicht weit unter 3 Meter, selbst mit einer geringer Blendeneinstellung.

Benutze einen Belichtungsmesser, die Horizon Perfekt hat keinen eingebauten. Ich klebe immer einen Teil der Filmschachtel auf die Kamera, damit ich nicht vergesse, welche ISO der Film drinnen hat.

Wenn du eine geringere Blende wählen kannst, mache das. Es ist eine Kamera mit weitem Winkel, meistens.

Ein Belichtungsmesser kann einem analogen Neuling beinahe furchterregend erscheinen, aber sie sind leicht zu verwenden und sind gebraucht billig. Ich habe mir auch Umrechnungstabellen mit Digitalkameras gemacht und habe die dann verwendet, aber das ist mehr Ärger, als man meint.

Zum Spaß kannst du versuchen, den Film AUßERHALB der Perforationslöcher, so nah wie möglich an der Maske, einlegen. Die Kamera funktioniert dann trotzdem (obwohl du vorsichtig beim Filmspulen sein musst), aber der Film ist nicht direkt an der Maske, weshalb du eine weiche Vignettierung an den Rändern des Films bekommst.

Wenn du die Bilder der Perfekt drucken oder scannen willst, kann das nervtötend sein, aber bei einfachen Verfahren von Hand, ist das möglich. Lomographie bietet dir viele Möglichkeiten, wenn du einen Flachbettscanner hast, der dir Mühe spart.

Wenn du nach etwas anderem oder etwas dazwischen suchst (ich benutze eine Coolscan 9000), dann brauchst du einen Einsatz für Mittelformat, am besten mit Doppelglas und dann musst du das Negativ zuschneiden, damit es Platz hat. Du schneidest dein Bild nicht zu, aber du musst deine Negative danach separat aufbewahren. Dann brauchst du Kunststoffhalterungen für deine Negative.

Auch Drucken klappt mit einem Einsatz für Mittelformat und einem Vergrößerungsgerät und schwarzem Isolierband, das Lightleaks verhindert.

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written by mmoya on 2012-04-10 #people #35mm #amigo #twilight #david #lomography #lomoamigo #slade
translated by wolkers

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