Eine Filmmaske aus Film

Bei entwickeltem Film gibt es vorne immer einen Bereich, der komplett belichtet wurde, als du den Film eingelegt hast. Hier ist ein großartiger Tipster, wie du diesen Teil benutzen kannst!

Wenn ich im Labor meiner Gegend meinen Film entwickeln lasse, lasse ich den Film nie schneiden. Ich mache das lieber selbst, da ich meine Bilder zu Hause scanne. Man kann nie garantieren, dass sie die Negative richtig schneiden, vor allem wenn du Kameras wie die Sprocket Rocket oder Spinner 360° verwendest, deren Bilder ein Panorama-Format haben.

Entwickelter Kleinbildfilm hat einen Bereich, der beim Filmeinlegen vollständig belichtet wird. Der Teil ist ziemlich nutzlos und ich werfe ihn immer weg, bis ich die Idee hatte, eine Filmmaske für Doppelbelichtungen zu machen. Hier zeige ich, wie ich das für die Sprocket Rocket gemacht habe.

Du brauchst:

  • eine Spocket Rocket
  • ein paar leere Filmstreifen entwickelten Kleinbildfilm
  • schwarzes Klebeband
  • Lineal
  • Skalpell oder scharfes Messer
  • Schneidebrett

Anleitung:

Zuerst musst du den Bereich deiner Kamera abmessen, in dem der Film belichtet wird. Wenn man eine Kleinbild-Kamera verwendet, stimmt die Höhe des Films bereits perfekt, weshalb man nur die Länge zuschneiden muss, so dass der Filmstreifen ideal in die Kamera passt. Bei einer Sprocket Rocket beträgt die Breite 7,6 cm. Schneide zwei Stücke Kleinbildfilm auf diese Länge zu, so dass sie identisch zueinander sind, achte dabei auch auf die Perforationslöcher (dadurch wird der Effekt besser).

Bedecke auf jedem dieser Filmstreifen eine Seite mit schwarzem Isolierband. Achte darauf, dass sich die Klebebandstreifen nicht überlappen, so dass die Maske so dünn wie möglich ist.

Wenn du fertig bist, musst du den Film umdrehen, so dass du wieder die Perforationslöcher des Films siehst. Lege dann einen Streifen über den anderen und klebe sie an deinem Schneidebrett fest. Es ist wichtig, dass die Filmstreifen dabei direkt übereinander liegen, so dass die Perforationslöcher direkt aneinander liegen (wie im Bild oben gezeigt).

Jetzt das schwierigste…

Wenn du beide Streifen auf deinem Schneidebrett befestigt hast, dann musst du nun den Belichtungsbereich der Maske ausschneiden. Nimm dazu dein Skalpell und Lineal und schneide von der einen Ecke des ersten Perforationslochs bis zur unteren Ecke des gegenüberliegenden Perforationslochs, mache das gleiche bei der anderen Ecke des Lochs. Es soll dabei ein schmaler Schlitz im Film entstehen. Fahre damit fort, bis alle Perforationslöcher ausgeschnitten wurden (siehe Bild unten). Achte darauf, dass die Schnitte so sauber wie möglich sind.

ANMERKUNG: Sei bitte beim Schneiden des Films vorsichtig, das kann schwer sein. Schneide am besten nicht einmal schnell das Negativ durch, sondern nimm dir Zeit und sei geduldig.

Der zweite Filmstreifen muss durch Isolierband gestärkt werden, so dass das Klebeband auf je einer Seite übersteht (siehe Bild oben). Das ist nötig, weil diese zweite Maske beim Ausschneiden fragiler ist als die vorherige.

Bei dieser Maske müssen wir genau entgegengesetzt schneiden, indem wir den Bereich zwischen den Perforationslöchern ausschneiden. Wir schneiden die beiden Streifen gleich miteinander, damit eines genau das Gegenstück zum anderen ist (siehe Bild unten).

ANMERKUNG: Je genauer du schneidest, desto bessere Ergebnisse bekommst du mit den beiden Masken. Scanner erkennen auch schlechte Ecken, wenn du deinen Film, der mit den Masken belichtet wurde, hast entwickeln lassen.

Nimm beide Masken vom Schneidebrett und lege sie übereinander, um zu sehen, ob die Masken sich richtig überlappen. Korrigiere die Masken, wenn nötig, und markiere bei beiden Masken, welche Seite nach oben schauen muss, damit sie dann richtig in der Kamera angebracht werden.

Jetzt musst du nur eine Maske nehmen, sie in deine Kamera kleben (siehe oben) und dann den Film einlegen. Achte darauf, das Perforationsloch zu markieren, an dem sich dein Film an der Filmaufwickelspule aufhängt und du solltest dir notieren, wie weit du den Film gedreht hast, bevor du die erste Aufnahme gemacht hast (merke dir einfach die Umdrehungen). Schreibe dir das auf, bevor du den Film erneut mit der anderen Maske belichtest.

ANMERKUNG: Wenn du die Maske mit dem Isolierband einlegst, ist es schwieriger den Film richtig einzulegen, weil die Maske etwas dicker ist. Der Film lässt sich nicht mehr so leicht drehen. Höre auf zu drehen, wenn du glaubst, dass der Film sich nicht richtig vorspulen lässt.

Wenn du den Film vollgeknipst hast, kannst du den Film zurückspulen und ihn wie immer herausnehmen, aber vergiss nicht, dass die Lasche des Films außerhalb der Patrone bleiben muss. Nimm die erste Maske heraus und lege die andere ein. Lege den Film wieder ein und knipse wieder. Wenn du fertig bist, kannst du den Film herausnehmen, ihn entwickeln lassen und sehen, was für tolle Aufnahmen du bekommst!

Hier sind ein paar meiner Ergebnisse mit einem 200 ISO Film:

Es ist empfehlenswert, zunächst mit billigem Film zu experimentieren, damit du weißt, wie lange du belichten musst, und ob du den Film richtig einlegt hast, damit die richtigen Bereiche bei der zweiten Runde belichtet werden. Das nächste Mal werde ich 400 oder 800 ISO Film verwenden, so dass ich bessere Farben in verschiedenen Lichtbedingungen bekomme und außerdem muss ich den Film vorsichtig vorzuspulen, damit die Schlitze besser übereinander passen. Unterbelichtete Aufnahmen können so aussehen, als ob du nur eine Maske verwendet hast, aber das heißt nicht, dass du ein schlechtes Ergebnis bekommst. Aber darum geht es doch bei der Lomografie – experimentieren!

Diesen Tipster kann man bei allen Kleinbild-Kameras anwenden. Ich werde das auch bei meiner Diana mit dem 35mm Back+ ausprobieren. Der Vorteil der Sprocket Rocket jedoch ist, dass du den Film immer zurückspulen kannst, wenn du willst.

Ich denke, das kann man auch für einen Film Swap benutzen, wobei man nicht nur Film, sondern auch das Gegenstück der Maske austauscht. Außerdem dachte ich mir, es kann wirklich interessant sein, Notizen zu den Bildmotiven zu machen. Mir gefällt die Idee, eine Stadtlandschaft zu fotografieren und bei der zweiten Belichtung eine ländliche Gegend. Oh, und man könnte die zweite Aufnahme verkehrt herum machen! Die Möglichkeiten sind endlos, also raus mit dir und Lomo On!

Ich hoffe, euch hat der Tipster gefallen!

written by martinc87 on 2012-09-29 #gear #tutorials #film #film-swap #tipster #doppelbelichtung #maske #mehrfachbelichtung #sprocket-rocket
translated by wolkers

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