Kodacolor VR 1000, der schon 25 Jahre abgelaufen ist

1

Ich habe einen Kodacolor VR 1000 belichtet, der seit 25 Jahren abgelaufen ist und ich verglich die direkten Ergebnisse mit solchen, die standardmäßig nachbearbeitet wurden.

Am 1. August 2011 stellte jemand einen Link online zu einer sehr alten Filmrolle Kodacolor VR 1000, die verschenkt wurde. Ich sagte ihm, ich hätte den Film sehr gerne und dass ich die Rolle zu schätzen wüsste und ihm meine Ergebnisse zeigen würde. Er entschloss sich dazu, mir den Film zu geben. Und hier ist meine Kritik dazu:

Diese Schachtel war in meiner Post:

Hier ist eine Nahaufnahme des wichtigen Teils:

Beachte das Ablaufdatum. Er ist seit 25 Jahren abgelaufen! Und siehe da: “since color dyes may in time change, this film will not be replaced for, or otherwise warranted against, any change in color.” (dt.: Farbveränderungen können mit der Zeit auftreten und weder ein Ersetzen des Films noch andere Garantieleistungen sind in diesem Fall gewährleistet.)

Der Inhalt der Schachtel:

Außerdem stehen dort andere VR Filme – 100, 200, 400 – und dort steht: “Do not refrigerate to extend life of film.” (dt.: Den Film nicht kühl lagern, um ihn länger haltbar zu machen). Als der Film herauskam, war es der lichtempfindlichste Farbnegativfilm. Hier ist eine der Werbeanzeigen:

Nachdem ich die Schachtel ein paar Tage verzückt angesehen hatte, plante ich die Belichtung. Ich hielt mich an die Daumenregel „mit jedem Jahrzehnt, dass ein Film abgelaufen ist, verliert er eine Einheit an Lichtempfindlichkeit“. Ich habe die Filmrolle zweieinhalb Einheiten geringer belichten (etwa 200 ASA), um die extreme Zeit zu kompensieren, die der Film schon abgelaufen ist. Ich habe eine Canon EOS Rebel Ti mit einer guten Linse verwendet. Ich ließ Walgreens den Film entwickeln, ohne ihn zerschneiden, scannen zu lassen oder Abzüge anzufordern. Ich scannte die Bilder selbst mit einer geringen Farbkorrektur. Ich sagte Minimum, weil du immer ein paar Anpassungen machen musst, wenn du Aufnahmen digitalisierst. Die Software muss die Negative in Positive umwandeln und zudem muss der Orangestich eliminiert werden.

Dann bearbeitete ich die Bilder wie üblich, um ein Endergebnis zu bekommen. Ich habe sie ein bisschen aufgehellt, den Kontrast ein bisschen erhöht und die Farbbalance erhöht. Außerdem schnitt ich die Bilder, wenn nötig, zu. In den Bildern unten sieht man die Bildpaare, bei dem das erste immer das unbearbeitete ist. Das zweite ist das, das ich wie üblich bearbeitet habe.

Hier sind die Ergebnisse:

Also, was habe ich daraus gelernt?
Nun, dass die Daumenregel „mit jedem Jahrzehnt, seit dem ein Film abgelaufen ist, verliert er eine Einheit an Lichtempfindlichkeit“ gut zutrifft. Ich habe Versuche von anderen Leuten gesehen, die sehr alten Film belichteten und diese waren oft unterbelichtet, weil sie den Verlust der Lichtempfindlichkeit nicht kompensierten. Dieser Film hatte mal eine Lichtempfindlichkeit von 1000 ASA und ich habe ihn bei 200 ASA belichtet. Damit konnte ich das Alter des Films kompensieren. Außerdem ist auf jeden Fall eine Farbveränderung zu erkennen. Ich denke, das kommt daher, dass verschiedene Schichten an Farben unterschiedlich schnell ihre Lichtempfindlichkeit verlieren. Viele Leute meinten, ihnen gefielen die kühleren Farben der unbearbeiteten Bilder sehr gut. Mir gefallen dagegen die Kontraste der nach bearbeiteten Bilder sehr. Was denkst du?

written by gvelasco on 2012-04-25 #gear #review #expired-film #lomography #user-review #kodacolor-vr-1000 #expired-color-negative
translated by wolkers

One Comment

  1. darryl1208
    darryl1208 ·

    Schade das Du die Bilder nachbearbeitet hast. Dadurch verschwindet der spezielle Flair des Films fast völlig.

More Interesting Articles