DJ Miss Yellow unterwegs in Europa zusammen mit der La Sardina

DJ MISS YELLOW ist wieder da! Unsere gute Freundin, die überall auf der Welt mit Musik beschäftigt ist, ist erneut unser Amigo. Und welche Lomografische Kamera hatte sie mit sich im Gepäck? Und welche Leute hat sie getroffen? Siehe Details unten!

DJ MISS YELLOW

1. Dank dir, dass du erneut unser LomoAmigo bist. Wie fühlt es sich an die 22mm Weitwinkel-Linse La Sardina zu benutzen?

Ganz vielen lieben Dank an Lomography: Ich war schon so glücklich, als die Kamera in meinen Händen landete, weil sie mich an einen Platz begleitete, der doch fast denselben Namen trägt. Sardinien!

Auf dieser einmonatigen Urlaubstour besuchten wir, die La Sardina und ich, eine Menge Orte in Europa. Immer wenn ich sie benutzte, zog sie die Aufmerksamkeit eines jeden auf sich (wirklich eines jeden!) und es war immer ein guter Startpunkt für Konversationen mit vielen Unbekannten.

Meiner Meinung nach ist die La Sardina leicht zu bedienen, auch der Flash ist betriebsstark, nur ist es etwas schwierig an die Batterien zu gelangen, die davon abgesehen auch nicht gerade billig sind. In Paris gab es eine Periode, als die Batterie schon fast alle war und ich mir immer bewusst machen musste, ob der Flash angeschaltet oder ausgeschaltet war. Das hat mich ziemlich auf Trab gehalten, aber dennoch bin ich im großem und ganzem zufrieden mit der Kamera.

2. Kannst du mit uns die Erlebnisse deiner letzlich stattgefundenen Europatour teilen? Was hat mit zu den unvergesslichsten, befremdlichsten oder interessantesten Geschehnissen gehört?

Am befremdlichsten – In Italien, Sardinien, Bosa gab es keinerlei Taxen, nur Busse und etwa 99% der Leute konnten kein Englisch sprechen. Irgendwann fand ich heraus, dass der letzte Bus gegen 7:30 Uhr abends fahren würde, aber da die Busfahrer solch wichtige Persönlichkeiten sind, haben sie die Befugnis ihre Schicht ausfallen zu lassen, wann immer sie wollen. Am Ende bin ich dann das erste Mal in meinem Leben getrampt! Zum Glück war die Autofahrt angenehm, aber auch aufregend! Es war ein wirklich unbeschreiblich erleichterndes Gefühl wieder zuhause anzukommen, nachdem man Stunden neben einem nicht englischsprechenden Autofahrer verbracht hat.

Am interessantesten – ich glaube es war dieses Nonstop feiern! Ich hab einfach mein Gepäck geschnappt und auf meiner eigenen Party bis in die frühen Morgenstunden performt und danach den Flug nach Hongkong genommen. Kurz nach meiner Landung in Europa bin ich auch sofort auf eine Party gegangen, auf der ich die DJane unbedingt einmal live erleben wollte. So bin ich auf meinem Trip auf mehr als 20 Parties gewesen und ich bin noch jetzt high von dem dort erlebten und will mehr.

Am unvergesslichsten– Die Nächte auf Sardinien sind sternenklar, weshalb ich meine dort ansässigen Freunde fragte, ob sie mir beim Sternengucken Gesellschaft leisten wollen.

Es ist wirklich sehr schade, dass die Kamera die Sterne nicht wirklich festhalten konnte und ich sie mir somit nur im Gedächtnis in Erinnerung rufen kann.

Zu einem meiner Freunde meinte ich, dass ich noch nie eine Sternschnuppe gesehen hätte und das es wunderbar wäre, eine an jenem Abend zu erblicken, da ich am nächsten Abend den Flug zurück nach Hngkong nehmen würde. Er meinte nur, dass es ganz leicht wäre, eine Sternschnuppe zu sehen und am Ende habe ich drei Sternschnuppen gesehen und drei Wünsche im Stillen ausgesprochen! (lächelt)

3. Welches Fotos magst du am meisten und weshalb?

IIn Frankreich hatte ich zufälligerweise das Glück die Stanley Kubrick Exhibition @Cinémathèque besuchen zu können und als ich vor all den erhaltenden Requisiten und Setdesigns stand, musste ich beinahe anfangen zu weinen. Leider war es untersagt zu fotografieren, aber viele Leute werden wohl insgeheim verschwommene, wenig exzellente Bilder gemacht haben, z.B. vom Filmset des Films “Dr.Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben”. Im Alleingang belichtete ich den Film etwa 10 Sekunden lang und nahm im geheimen auf – und das es am Ende das schärfste Foto geworden ist, machte mich doch zufrieden!

4. Auf welchem Grundthema aufbauend würde eine La Sardina, die deine Persönlichkeit und Individualität ausdrücken soll, von dir designt werden?

Selbstverständlich würde ich sie mit dem Thema Musik verbinden. Meine La Sardina würde als eine Art Grammophon designt werden, bei dem der Blitz als die Lautsprechertrompete eines Grammophons fungieren würde. Die dominante Farbe der Kamera würde, wie mein Name auch, gelb sein.

5. Als erfahrene Lomografin hast du doch sicherlich eine Lieblingskamera bzw. Lieblingsaccesoire? Warum?

Mein momentaner Liebling ist die LC-A+, weil sie einen automatischen Blendenmesser hat und sich damit leicht an unterschiedliche Situationen anpassen kann. Sie ist zudem sehr leicht und unkompliziert zu verstauen, kann in eine Instantkamera umgewandelt werden und man kann ihr einen Blitz hinzufügen!
Ich mache hier keine Werbung für Euch, sondern denke, dass es wirklich genauso ist :)!

6. Welche 11. Regel würde deiner Meinung nach die bereits bestehenden 10 Goldenen Regeln gut ergänzen?

Ich würde sagen: Hab keine Angst.

So oft treffen wir auf außergewöhnliche Leute oder Momente, befinden uns auf unbekannten Terrain, begegnen Fremden oder sind einfach nur von Freunden umgeben. Wir haben Angst, davor, dass wir Leute mit unserer Fotografie unangenehm berühren oder unsere Freunde damit warten lassen. Und das hält uns davon ab, den Auslöser unmittelbar zu drücken.

Aber egal: Solange man andere nur minimal belästigt, folge der Regel: “Hab keine Angst, sondern knips einfach drauf los!” Das Foto wird auf alle Fälle ein überraschendes Endergebnis sein. Siehe zum Beispiel dieses Bild: Ich war von dem Priester einfach fasziniert und machte ein Foto von ihm und wurde dafür von den Frauen hinter mir streng getadelt, aber ich zeigte mich einfach verständnissvoll für ihr Verhalten!

7. Inwiefern hat sie dein Leben verändert, seitdem du mit der analogen Fotografie begonnen hast?

Es sollte der Sinn des Lebens sein. Die analoge Fotografie führt mich dazu, konstant nach neuen Ansichtsweisen zu streben und mir das Werk anderer anzuschauen und darüber nachzudenken, was wiederrum dazu führt, dass sich mein Denken verändert hat. Außerdem bin ich eine ziemlich vergessliche Person, sodass mir die Bilder helfen, mich an Dinge zu erinnern und sie mir zurück ins Gedächtnis zu rufen.

8. Was wünschst du dir am meisten an zukünftigen lomografischen Produkten?

Ich wünsche mir am meisten eine Selbstauslöserfunktion. Oft ist es etwas riskant Fremde Leute auf der Straße danach zu fragen, ob sie ein Foto von dir machen und ihnen deine Kamera anzuvertrauen. Sie könnten das Bild aus einem falschem Winkel herausfotografieren und, trotz gutem Willen, Film verschwenden.
Deshalb ist es noch immer das Beste die Fotos selber aufzunehmen, denn wenn sie dann schlecht werden, kann man sich wenigstens nur selbst die Schuld in die Schuhe schieben.

*9. Man sagt, dass die Apokalypse naht. Was würdest du davor noch in deinem analogen Leben unternehmen, wenn du keinerlei Beschränkungen im zeitlichem Raum ausgesetzt wärst?

Ich würde in die Zeit meiner Großeltern zurückkehren, jugendliches Leben in ihre Welt zurückbringen, das gute Essen geniessen und viele Fotos der ganzen glücklichen Momente machen.

10. Kannst du uns allen dein aktuelles Lieblingslied vorstellen?
Neulich, nach dem Trip, habe ich mich in Scubas Triangulation Interpretation verliebt. Insbesondere nachdem ich solch eine Menge guter Musik in Berlin in mich aufgenommen hatte und sich mir ein ganz neuer Blick auf das Album eröffnete.

Auch die EP Lunice – One Hundred ist einzigartig und exzellent und ich wünschte, dass mehr Leute davon wüssten.

La Sardina

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written by edwinchau on 2012-03-13 #people #party #design #dj #yellow #europe #actress #amigo #asia #italy #hk #miss #sardine #lomoamigo #sardina #la-sardina #lomography-hong-kong
translated by lomiga

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