Light Leaks mit der LomoKino

Was kannst du noch mit der LomoKino machen? Welche anderen Tricks kannst du auf deine kleine Filmkamera anwenden? Light Leaks? Natürlich, warum eigentlich nicht?

Light Leaks. Ein interessanter Effekt für einen LomoKino-Film, oder? Ich musste es testen. Deshalb bat ich gleich horaciorv um Hilfe. Wir begannen zusammen an der Idee für unseren LomoKino-Film mit Light Leaks zu arbeiten.

Wir entschieden uns dazu, eine Geschichte über zwei Welten zu drehen, eine reale und eine traumhafte, in der Light Leaks auftauchen und uns in fantastische Situationen begleiten.

Die reale Welt wollten wir mit einem Farbnegativfilm aufnehmen, dem Lomography CN 400. Dieser Film zeigt realistische Farben und Farbtöne bei einer großartigen Definition. Die echten Qualitäten würden uns helfen, den Teil der Geschichte zu erzählen.

Ein paar Einzelbilder mit dem Lomography CN 400

Für die Traumwelt entschieden wir uns für einen Diafilm, den Lomography X-Pro Chrome 100. Wir ließen ihn crossen, damit sich die Farben verändern und stärker gesättigt erscheinen. Zusammen mit den Light Leaks dachten wir, dass wir eine sehr surreale Atmosphäre und verträumte Szenen erhalten würden.

Ein paar Einzelbilder vom Lomography X-Pro Chrome 100

Wie bekommt man Light Leaks auf einen LomoKino-Film?

Zuallererst mussten wir die Kamera verändern, damit beim Filmen mehr Licht in sie gelangt. Nichts schien zu funktionieren, deshalb entschlossen wir uns dazu, einen alten Trick, den ich bei belichtetem Mittelformatfilm anwende, bei einem unbelichtetem Kleinbildfilm auszuprobieren.

  1. Ich schnitt einen Streifen Karton aus, etwa 20 cm lang. Die Breite muss genau der eines Kleinbildfilms entsprechen. Dann schneide ich einen kürzeren Streifen Karton aus, der etwa 7 cm lang ist und ebenfalls so breit ist, wie ein Kleinbildilm.
  2. Dann begab ich mich in einen dunklen Raum (Badezimmer) mit der Filmrolle und den Kartonstreifen.
  3. In meiner “Dunkelkammer” zog ich dann den Film aus dem Kanister.
  4. Dann rollte ich den ganzen Film aus. So hatte ich einen ewig langen Streifen mit einem Kanister am Ende.
  5. Ich bedeckte den langen Kartonstreifen mit dem Ende des Films, dort wo sich der Kanister befindet. Auf der anderen Seite habe ich den anderen Karton angebracht, so dass dieser Teil nicht direkt Licht ausgesetzt ist. Damit wollte ich die papiererne Schutzschicht des 120er-Films simulieren.
  6. Ich habe dann meine Dunkelkammer verlassen, bin ins Tageslicht gegangen und habe meine Papier-Filmrolle ins Licht gehalten (kein direktes Sonnenlicht!). Dafür habe ich sie gedreht und auch etwas geschüttelt, damit Licht auf verschiedene Teile des Films fällt. Ich habe die Rolle sogar etwas ausgezogen. Ich habe sie natürlich nicht ganz ausgezogen, sondern nur ein wenig nach außen gezogen und damit die rolle gelockert.
  7. Dann ging ich wieder in die Dunkelkammer, um den Film wieder in den Kanister zu ziehen. Dabei muss aber die Lasche heraushängen, sonst kann ich ihn ja nicht erneut einlegen! So, als wäre nichts passiert.

Ein paar erklärende Bilder:

Horaviorv und ich präsentieren euch “Un sueño Caprichoso” (Ein Wunderlicher Traum), ein Film auf 35mm-Film mit der LomoKino gedreht und mit Light Leaks:

“Un sueño Caprichoso”

Wir wünschen viel Spaß!

written by susielomovitz on 2012-05-10 #videos #gear #tutorials #light-leaks #tipster #licht #traum #susielomovitz #lomokino
translated by wolkers

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