Live bei der Berlinale Premiere von Electrick Children

Alles beginnt mit einem Rocksong. Analog, auf Kassette. Verboten im Keller gehört. Und dann? Dann ist Rachel schwanger und das von einem Rocksong auf Kassette!! Der Film “Electrick Children” ist äußerst interessant, nicht nur aufgrund der obskuren Thematik, auch die Schauspieler sind sehenswert. Ich durfte bei der Berlinale Premiere einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Rachel ist 15 und besonders schön. Alabasterfarbene Haut, goldene Locken, unschuldiges Lächeln. Sie hörte verbotener Weise ein Musiktape, dann auch noch Rock. Sie schleicht sich dafür in den Keller des Hauses, in dem sie und ihre Geschwister als fundamentalistische Mormonen großgezogen werden. Und dann ist sie schwanger. Von der Musik, von Gott, unbefleckt wie Maria einst, so denkt sie. Man will sie unter Zwang verheiraten, da sieht der Teenager nur einen Ausweg – die Flucht nach Las Vegas. Einen härteren Kontrast hätte es wohl kaum geben können und eines ist klar, mit diesem Ausbruch fängt die Geschichte erst richtig an.

Der rote Teppich. Bis zuletzt gehegt und gepflegt.

Ich hatte das Glück Rebecca Thomas (Regie) und Jessica Caldwell (Produktion) auf der Berlinale kennen zu lernen, wo ihr Film Elecktrick Children Weltpremiere hatte.
Über Nacht hatte sich ihr Studentenfilmprojekt in ein Projekt mit knapp 2 Millionen Dollar verwandelt, was auch die Besetzung durch Julia Garner, Rory Culkin, Liam Aiken, Billy Zane und Bill Sage erklärt und vor allem auch die fantastischen Bilder, die wir sehen.

Ich hatte mich in ihre VIP Loge geschlichen und versucht euch ein paar Backstage Eindrücke vom Leben der Stars zu geben. Da kamen mir die 17mm der LC-Wide gerade recht, denn viel Platz war da nicht. Und heiß war es! Schnell wurde es zu einem kleinen very important Dampfkessel…
Vor und hinter mir Interviews und Besprechungen, alle zerrten an ihnen und wollten was von ihnen und so viel mussten oder durften sie sein. Man entwickelt unweigerlich großen Respekt vor diesem Beruf.

Rory Culkin, Julia Garner und Liam Aiken im Interview

Dennoch war es auch sehr familiär. Da wurden Kinder geknutscht und Wünsche erfüllt. Aber vor allem traf ich viele wundervolle Menschen, die alle fasziniert vom Film waren und eine Leidenschaft teilten für Bilder, Emotionen, Geschichten und Lichtstimmungen. Es folgten großartige Gespräche.

Ein Filmfestival wie die Berlinale ist einfach wunderbar, wenn man sich für visuelle Kunst begeistern kann. Wenn man Geschichten und Emotionen liebt und auch das ganze Rundherum. Mit über 400 Filmen ist auf der Berlinale für jeden was dabei. Ich persönlich sitze ja liebend gern in alten japanischen S/W Filmen.

Wart ihr auch bei der Belinale dieses Jahr? Welche Filme habt ihr gesehen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

written by takitani on 2012-02-21 #lifestyle #film #behind-the-scenes #movie #backstage #berlinale #roter-teppich #schauspieler #electrick-children #rory-culkin #julia-garner

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