LomoAmigo John (Prolly) Watson fotografiert mit der Lomo LC-A+

LomoAmigo John Prolly nimmt uns mit – auf seine Lieblingsart der Fortbewegung. Sein Fahrrad! Der Radfahr-Enthusiast zeigt uns, dass er nicht nur verdammt gut seine Radfahrkunst beherrscht, sondern das er auch noch super analog fotografieren kann!

Name: John “Prolly” Watson
Stadt Austin Texas / auf der ganzen Welt mit dem Fahrrad
Land: USA

Erzähl der Community hier doch ein wenig über dich selbst.
In der Radfahrwelt bin ich als der rotbärtige, herumfahrende, Party liebende “Prolly” bekannt, der Bourbon und Fahrräder liebt. Mein Blog:ProllyisNotProbably.com ist über die Jahre hinweg zu einem Haupterzeugnis der urbanen Radfahrwelt geworden, den jeder , von Richard Sachs bis hin zu deinem 16-jährigen kleinem Bruder, täglich besucht.
Wenn ich also nicht gerade an einem Projekt arbeite, bin ich für gewöhnlich mit dem Rad in den Hügeln um Austin unterwegs oder fahre in einem Entwässerungsgraben Freestyle oder BMX mit meinen Freunden.

Was war dein erstes Radfahrabenteuer?
Das Fahrradfahren während meiner Collegezeit.
In New York mit dem Rad unterwegs zu sein, war so ziemlich DIE Erfahrung.
Bevor ich nach NY gezogen bin, habe ich all meine Fahrräder verkauft, im Gedanken mit der Vorstellung, dass in New York niemand auch nur ein schönes Fahrrad besitzen würde (meine Vorstellung war wirklich sehr eingeschränkt).
Die ersten zwei Jahre über nahm ich bei schlechtem, trüben Wetter noch immer den Zug, aber schließlich kaufte ich mir wetterfeste Regenkleidung und bestieg seitdem wortwörtlich nie mehr den Zug.
Die 5 letzten Jahre meines 7-jährigen Aufenthalts in NY wurden mit dem täglichem Pendeln verbracht.
Das war für mich das eigentliche Abenteuer. Nichts kann dich drauf vorbereiten, wenn du mt dem Rad in NY unterwegs bist. Taxifahrer, Fußgänger oder Lieferwägen sehen dich einfach nicht und tun auch wirklich unerwarteterweiser alles, um dir in den Fahrweg zu rennen oder dich vom Fahrrad umzuhauen.
Die ganzen Jahre zuvor, in denen ich in North Carolina Mountain Bike gefahren bin, konnten mich nicht auf dieses Großstadtabenteuer vorbereiten!

Eigentlich machst du nur digitale Filmdokumentationen von deinem Fahrradleben. Wie war es dann für dich mit Film zu fotografieren nach möglicherweise so langer Zeit?
Zu meiner ColIegezeit habe ich viel mit Film fotografiert.
Vor acht Jahren schloss ich mein Architekturstudium ab und wir mussten auch Fotografiekurse belegen. Auch wenn meine Fähigkeiten da eher beschränkt waren, verstand ich dich die Basics, wie Belichten,etc. Vor ungefähr zwei Jahren kaufte ich mir eine DSLR und fing zeitgleich an mit Film zu fotografieren, es handelte sich nur um eine kleine APS 35mm Kamera. Die Schönheit am Film ist, dass du dir entweder Zeit nehmen kannst um dein Bild zu entwerfen oder einfach von der Hüfte aus herumknipsen kannst und egal was du von diesen Dingen machst, sowieso nie weißt, was hinterher herauskommen wird.

Wie hast du die LC-A+ als deinen Radfahrbuddy gefunden?
Es war perfekt. Normalerweise fahre ich mit meiner Yashica T4 oder meiner Ricoh GR1 im Gepäck herum und es war nervenzerreißend. Es sind zwei wirklich teure Bastards und ich hatte ständig Angst, dass mein Schweiß irgendeine Disfunktionen des mechanischen Systems verursachen würde.
Die LC-A+ ist so simpel wie man es sich nur wünschen kann. Aufgrund ihres abgestuften Fokusses sind die meisten meiner Bilder in der Einstellung 3m bis unendlich entstanden. Die Bedienung ist kinderleicht, die Kamera passt in deine Hosentasche und ist unglaublich belastbar.
Ein paar Mal ist sie mir nämlich schon runtergefallen. Pssst!

Hast du von all den vielen Fotos, die nun bereits mit deiner LC-A+ entstanden sind, einige Lieblinge? Und welche Geschichte steckt hinter den Bildern?
Lieblingsfotos sind schwierig.
Manchmal kommen die Farben auf einem mehr zur Geltung oder das Subjekt ist ein wenig außerhalb des Fokus aber beide erschaffen inspiriende Fotografien.
Ich mochte die Art wie die Fotos vom Odyssey Texas Toast BMX Jam zur Geltung kamen.
Es handelte sich um einen BMX Wettbewerb, der dafür bestimmt war, den Spaß in das sportliche Geschäft zurückzubringen.
So viele Zeitvertreibe, wie auch das Fahrradfahren, sind mit ernsten Absichten verbunden.
Bei dem Jam fuhr jeder mit dem BMX über gigantische Hindernisse in Form von Sonnengläsern oder Rampen, die wie riesige Drachen aussahen.
Die Fotos fangen den Sommer in Texas ein- die sommerliche Hitze und das ganze Ausmaß dieses Jams. Die Leute waren alle total aus dem Häuschen!
Auch von meinem Trip neulich nach Pittburgh, PA gehören einige der Fotos zu meinen Lieblingen.
Es ist eine irre Stadt, voller unerwarteter Momente und Orte des Ruins.
Jene post-industriellen Landschaftsshilouetten, die nun Unterschlupf für modernistische Yuppies bieten, sind immer ein wirklich interessanter Hintergrund für Fotos.

Nenne drei Lieder, die als ein Soundtrack deiner LC-A+ Fotos dienen könnten.
Für gewöhnlich habe ich beim fahren immer ein Headphone mit dabei, auf dem einige Alben abgespielt werden. Wenn ich mal dazu in der Laune bin, mache ich auch mal düsteren, angeschwärzten germanischen Trash Metal wie Nocturnal an. Ihr Lied “Death is the Answer” treibt einen immer an.
Wenn mir danach ist, mache ich auch düsteren Death Metal an, wozu Hooded Menace´s Album “Never Cross the Dead” dazugehört. Die Gruppe verwendet Clips von alten Horrorfilmstreifen, wie “Tombs of the Blind Death”, um jene bedrohliche Atmosphäre auszubauen.
Aber Sabbath oder Discharge sind Gruppen, die definitiv zu meinen Alltime Favorites gehören.

Wenn du jemanden, noch lebend oder bereits verstorben, mit deiner LC-A+ fotografieren könntest, wer würde es sein?
Ich habe eine regelrechte Obsession für den belgischen Radfahrer Eddy Merckx.
Ich besaß zahlreiche Eddy Merckx Fahrräder, die von einem 7-Eleven (ja, der Verbrauchermarkt) bis hin zu einem deutschem Gruppengeländefahrrad reichen. Er lebt noch immer, aber ich würde ihn gerne in seiner Glanzzeit fotografiert haben können. Der Mann schlug den Stundenrekord, gewann die Tour und den Giro. Seinerzeits wurde er der “Kanibale” genannt, weil er seine Mitstreiter bei lebendigem Leibe essen würde!

Gibt es eine Location, wo du schon immer gerne Fahrradfahren wolltest und es bis jetzt noch nicht geschafft hast
Ich wurde es lieben, einmal in Frankreich herumzufahren.
Die Alpe d´huez befindet sich inmitten der französischen Alpen und hat alles zu bieten: Bodenerhebungen, schöner Ausblick. Wenn man sich die Historie des Ortes ins Gedächtnis ruft, ist das schwindelerregend.
So viele der größten Fahrradfahrer der Welt überquerten diesen Gebirgsabschnitt.
Gerade eben erst habe ich eine Fahrradtour von Portland aus gemacht und habe mit dem vollgepacktem Rad 850 Meilen in 9 Tagen zurückgelegt.
Es ist verrückt, wenn man alles, dass man braucht, auf seinem Fahrradgepäckträger mit sich führt.
Das Fahrrad wurde ganz speziell für mich von Greekhouse Bike/Boston angefertigt.
Ich hatte auch einen maßgeschneiderten Anzug. Er passt einfach perfekt!
Von daher war es ein Kinderspiel so vollgeladen unterwegs zu sein.
Im Durchschnitt habe ich 100 Meilen pro Tag zurückgelegt, über Gebirge, durch die Redwoods hindurch und an einigen von Cali und Oregons schönsten Stränden entlang.
Es ist einfach unschlagbar herumzutouren!

Welches in deiner Meinung nach der erfüllenste Aspekt des Fahrradfahrens?
Radfahren lehrt dich geduldig zu sein. Es hält dich zudem in Form, nicht wie manch anderer Sport.
Viele Leute gehen ins Fitnessstudio und arbeiten an “vorgetäuschten Muskeln” oder nur, um sich toll hinterher präsentieren zu können. Beim Fahrradfahren hast du dies alles nicht.
Je nachdem mit welchem Rad du fährst, hast du ein komplett unterschiedliches Workout.
Fixed Freestyle, BMX oder MTB wird dir zu einer massiven Verbesserung deiner Oberkörpermuskulatur und Kondition führen, während dir Straßenradfahren zu Beinen aus Stahl verhelfen wird.
Letztendlich macht Radfahren gesund und die Endorphine lassen dich weiterhin begeistert am Leben teilhaben.

Hast du Tipps für angehende Benutzer der LC-A+, ganz speziell für jene, die ihre Kamera vielleicht mal auf ein Fahrradausflug mitnehmen wollen?
Fotografier von der Hüfte aus und überdenk deine Bildkomposition nicht nochmal.
Wenn du mit den Basics gut zurechtkommst, wirst du schnell ein Gespür dafür entwickeln, produktive und qualitätsvolle Bilder zu produzieren. Der Fokus ist manchmal ein wenig knifflig, aber denk immer daran, dass dein Arm gut geeignet ist, um Entfernungen abzuschätzen. Einige meiner liebsten Bilder sind genau jene, bei denen ich einfach drauflosfotografiert habe, ohne mir vorher noch mal Gedanken über die Einstellungen zu machen. Ich liebe es schwarz-weiß zu fotografieren, aber auch Farben auf x-pro Fotos kommen krass herüber! .

Check out his gallery below:

written by mmoya on 2012-02-29 #people #amigo #lomo #lomography #lca #lomoamigo
translated by lomiga

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