Matt Barnes fotografiert alle möglichen Stars mit seiner LC-A+

Von Mode, über Werbung und Porträts, bis hin zu Landschaften – Matt Barnes, ein Fotograf aus Toronto, ist Experte in allen Formen der fotografischen Kunst. Er liebt die Analogfotografie und erzählt uns von seiner ersten Filmkamera. Außerdem berichtet er von seinen Abenteuern in Paris, die er mit der allseits beliebten LC-A+ festgehalten hat.

Einer der beliebtesten Fotografen Torontos ist Matt Barnes. Er hat uns im Lomography Gallery Store besucht und wir konnten ihn näher kennen lernen und mehr über sein Interesse für die Analogfotografie erfahren!

Wann hat sich dein Interesse für die Fotografie entwickelt?

Ich betrachte mich als Fotograf seit mir mein Vater eine Minolta X-700 geschenkt hat als ich fünfzehn war. Ich habe richtige Shootings mit meinen Freunden gemacht. Wir haben alles vorbereitet und ich habe sie für das Shooting eingekleidet. Im nächsten Schuljahr habe ich mit einem Foto-Studio zusammengearbeitet und das hat mich erst richtig zur Fotografie gebracht. Ich bezweifle, dass ich in einer Woche kein Foto gemacht habe, seit ich fünfzehn war.

Welche Art von Fotografie machst du am liebsten für die Arbeit?

Als Teil des kanadischen Markts, habe ich herausgefunden, dass man die besten Chancen hat, wenn man einer ganzen Bandbreite an Formen der Fotografie gegenüber offen ist. Deshalb versuche ich mich nicht einzuschränken, was die Fotografie betrifft. Im Durchschnitt fotografiere ich in einem Monat eine Werbekampagne für wichtige Klienten, für Plattenfirmen, Magazine und mache ein paar persönliche, künstlerische Aufnahmen.

Erzähl uns, wie du zu deiner ersten oder zu einer Kamera gekommen bist. Hast du eine besondere Beziehung zu einer Kamera?

Ich hab ein paar analoge Kameras, darunter meine erste Minolta, die ich auf jeden Fall mal abstauben und wieder mit Film bestücken sollte (kann gut sein, dass ich das gute Stück zehn Jahre nicht benutzt hab). Letzten Sommer habe ich eine coole Rolleiflex auf einem Flohmarkt gekauft. Die Kamera ist zwar nicht mehr im allerbesten Zustand, aber ich konnte trotzdem ein paar tolle Bilder damit machen. Im Alltag fotografieren wir auch noch analog, mit einer Hasselblad 503cm (allerdings benutzen wir sie mit einem digitalen Rückenaufsatz). Ich liebe den Bildsucher auf Hüfthöhe und den manuellen Filmspulmechanismus. Zudem hat die Kamera das außergewöhnliche Talent, dass man ganz leicht Gespräche mit ihr beginnen kann, weil viele Leute so eine Kamera noch nie gesehen haben.

Gibt es eine besondere Methode, mit der du gerne analog fotografierst?

Ich verdiene mein täglich Brot in der Welt der Werbung und deshalb halte ich es gerne einfach, wenn ich analog fotografiere — das bedeutet keine aufwendig Beleuchtung, keine Assistenten und kein Stativ; es fühlt sich großartig an, all das wegzulassen und mit der Norm zu brechen.

Wie war es für dich, die LC-A+ zu benutzen?

Ich bin es gewöhnt, mit großen Kameras zu hantieren. Daher war es sehr nett, eine Kamera zu haben, die auch mal in eine Tasche passt (ich war eigentlich recht skeptisch, was die Größe der Kamera anging, aber auf eine gute Art). Ich glaube, dass ich noch ein paar Filmrollen verknipsen muss, bis ich wirklich mit ihr klar komme. Vor allem was das Fokussieren betrifft. Jedoch muss ich sagen, dass mir die falsch fokussierten Bilder, die als Nahaufnahmen endeten, am besten gefallen haben.

Deine Meinung zur Kontroverse Analog vs. Digital?

Eine Digitalkamera ist heutzutage mehr ein Werkzeug, dagegen bei Film fehlt dieser ganze Druck und es gibt keine Konsequenzen — ein sehr schönes Gefühl!

Erzähl uns doch von deiner interessantesten Erfahrung, die du beim Fotografieren mit Lomography Filmen hattest.

Die Reaktionen von Leuten, die mich mit der Kamera arbeiten sahen, waren sehr interessant. Ich stelle regelmäßig Aufnahmen vom Leben “hinter den Kulissen” online und dabei war eine Videoaufnahme, wie ich die LC-A+ benutze. Das erhielt viel Aufmerksamkeit, weil die Leute wissen wollten, welche Kamera ich da benutze und warum.

An welchem Ort hast du auf deiner Reise nach Paris am liebsten fotografiert?

Ich war auf einer Motorrad-Show auf der ich fotografierte. Das war toll. Generell waren auch das Hotel und der Schauplatz dort großartig, ebenso die ganzen Farben der Stadt.

Welche Straße oder Nachbarschaft in Toronot bzw. Kanada ist deine Lieblingsort zum Fotografieren?
Die Reihe von Motels bei Lakeshore. Jedes Jahr wenn ich dort vorbeikomme, sind es weniger. Dort habe ich immer schon gern fotografiert, wegen der Farben und der altmodischen Architektur. Das macht es zu einer großartigen Foto-Location, trotz dem Hauch von Schäbigkeit.

Beschreibe die Fotografie deiner Träume, die deine Persönlichkeit widerspiegelt.

Ich habe das Glück, dass ich alle paar Monate ein neues traumhaftes Bild mache. Aber im Moment denke ich daran, nach New Orleans zu reisen und dort ein paar abgefahrene Bilder mit der Lomo zu machen, wäre klasse. Es wäre toll, nur schwarz-weiß zu fotografieren mit lauter interessanten Gesichter; vom Musiker bis hin zum Alligatoren-Jäger. Das wäre eine coole Serie.

Deine Gedanken zum Dokumentieren deiner Reise mit analogen Fotografien?

Es wäre ein toller Weg, mein iPhone dafür zu ersetzen! Die Bilder sähen besser aus und wären nicht so lahm! Ich bin nächste Woche hoffentlich in L.A. in der Garderobe der Warner Brothers… das wäre eine klasse Lomöglichkeit!

Irgendwelche Tipps für die Lomography Community?

Lebe nach dem Lomo Motto: Denk nicht, fotografiere einfach!

Matt wird aktuell von dem Westside Studio werbewirksam in Szene gesetzt. Du kannst dir seine wunderschöne Bilderkollektion mit zahllosen Arbeiten für nahmhafte Klienten ansehen. Sieh dir auch Matts Posts in seinem persönlichen Blog über Lomographie an!

Die Lomo LC-A+ ist weltweit bekannt für ihre fantastischen Eigenschaften: automatische Belichtung, erweiterte ISO Einstellung, sowie Mehrfach- und Langzeitbelichtungen. Hol dir deine eigene Lomo LC-A+!

written by jeanettelee on 2012-01-05 #people #toronto #interview #photographer #lc-a #lomoamigo #matt-barnes
translated by wolkers

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