Paul Ismirnioglou mit der Diana F+

Triff Paul Ismirnioglou aus Vancouver! Er erkundet seine Inspirationen und hält sie mit seiner Diana F+ fest! Paul zeigt uns die Dokumentation seines Alltags und die Experimente mit verschiedenen Techniken und anderen einzigartigen Tricks mit seiner Lieblingskamera!

Erzähl uns ein wenig mehr von deiner Arbeit und was du als Fotograf so machst.

Ich manage gerade ein paar Spaßmarken (Generic Surplus, Urbanears, Retro Super Future und Freshjive) in West-Kanada. Ich arbeite mit einem Team, das meine Fotografien sehr unterstützt und mir viele tolle Möglichkeiten geboten hat. Ich nehme an Meetings in Europa teil, helfe Marken im südlichen Kalifornien und kaufe in meinen Lieblingsläden im westlichen Kanada ein. Die visuelle Landschaft ist schier endlos.
Ein großer Teil meines Berufs ist der Verkauf, dennoch habe ich auch eine kreative Funktion inne, im Bereich der Design-Entwicklung und Produktion. Letzteres inspiriert mich dazu, rauszugehen und zu fotografieren. Die Fotografie ist für mich ein kreatives Ventil, mit dem ich mein Leben dokumentiere und es der Welt zeige. Ich experimentiere viel mit der Fotografie, indem ich mit vielen Kameras herumspiele und zwischen Film und Digitalfotografie wechsle.

Wann entwickelte sich dein Interesse für die Fotografie?

Ich war immer schon von Fotografie und Kameras inspiriert. Vor etwa sieben Jahren begann ich gelegentlich zu fotografieren. Ich realisierte damals, wie sehr es mich inspirierte, meinen Alltag zu dokumentieren. Ich fing dann an, Kameras zu sammeln und informierte mich über die Arbeit verschiedener Fotografen und ihre Techniken. Mit der Zeit wuchs meine Kamerasammlung und ich hab sie überallhin mitgenommen.

Welches Jahrzehnt beeindruckt dich am meisten (bezüglich Stil, Mode und Fotografie)?

Gilt 1975-1985 als Jahrzehnt? Alle Musik- und Modestile, die mir gefallen, stammen aus dieser Zeit. Die Farben der späten 70iger, die neue minimalistische Bewegung in den 80igern – das hat mich immer interessiert. Die Technik boomte, aber alles auf analoger Basis. Alles war viel experimentieller, aber auf einer anderen Ebene…

Besitzt du eine analoge Kamera? Erzähl uns doch, wo du deine erste Kamera entdeckt hast und wie du zur Fotografie kamst?

Im Moment benutze ich hauptsächlich analoge Kameras. Obwohl sich langsam wieder ein größeres Interesse für die digitale Fotografie entwickelt. Ich habe eine Mamiya 7, eine Contax T2, eine Olympus XA und eine Diana dabei. Sie sind für mich so wichtig wie mein Ausweis, meine Schlüssel und mein Handy. Meine erste Kamera war eine Rollie 35, die mein Dad 25 Jahre versteckt gehalten hatte. Es erschien mir so seltsam, dass so eine kleine Kamera so unglaubliche Bilder machen kann. Und die Kamera hat mich gelehrt, immer eine Kamera mit mir zu tragen. Ironisch daran ist, dass die Kamera nie wirklich funktioniert hat. Später investierte ich in eine Olympus XA und der Rest ist Geschichte. Meine Lieblingskamera ist die Mamiya 7. Die Kamera nimmt die Welt so auf, wie ich sie sehe.

Hast du eine bestimmte Technik benutzt, um diese schönen Farben (oben am Bild) zu kreiieren, die in den Bildern zu sehen sind, die du uns geschickt hast?

Ja. Die besondere Methode heißt “glücklicher Zufall”. Tatsächlich weiß ich nicht genau, was passiert ist. Ich glaube ich habe mit dem Lomography Ringflash fotografiert. Aber statt den Ringflash richtig anzubringen, habe ich ihn in der Hand gehalten. Ich wusste wirklich nicht, was passieren würde und das gefällt mir am besten daran…

Wie war deine Erfahrung mit der Diana F+?

Es ist so, als ob man einen neuen besten Freund findet. Meine anderen Kameras haben so einen bestimmten Zweck für mich, aber die zerlegte und manuelle Natur der Diana erlaubt mir die Kamera weniger als Kamera zu sehen, sondern mehr als Spielzeug. Ich experimentiere mehr mit dieser Kamera. Dadurch bin ich viel freier und weiß nicht, wie das Ergebnis werden wird, bis ich den Film entwickelt bekomme. Das ist wirklich das fantastische an dem ganzen Prozess.

Deine Meinung zu dem Thema analog vs. digital?

Ich glaube, dass man beides verwenden muss, wenn man Bilder machen will. Ich fotografiere mit Film, weil ich mag, wie es sich anfühlt und ich schätze die Bilder mehr. Ich denken wirklich über das Bild nach. Der Entwicklungsprozess und das Scannen der Bilder kann sehr zeitraubend sein und vor allem auch teuer. Ich beachte die Bildkomposition. Das Foto muss mir wirklich was bedeuten. Ich könnte ein Team aus Assistenten haben und endloses Budget und würde trotzdem analog fotografieren. Nichts kommt an die Farben und das Gefühl ran, dass dir dein liebster Film bereitet. Ein Bild auf Film zu machen ist einfach ein Traum. Wenn du wirklich vorhast, ernsthaft zu fotografieren, dann solltest du in eine gute digitale Vollformatkamera oder eine Mittelformatkamera investieren.

Wo hast du in Vancouver am liebsten fotografiert?

Ich mache wirklich gerne Bilder in der Stadt. Vancouver ist so klein, dass ich keine spezielle Location nennen muss. Es geht um den Moment, das Gesicht oder das Gefühl, das man damals hatte.

Wenn du jetzt verreisen könntest und dort Fotos machen könntest, wohin würdest du reisen und warum?

Indien würde mich reizen. Die Kultur, die Leute und die kontinuierliche Suche nach dem Unbekannten inspiriert mich. Die Dichte der Bevölkerung ist so reichhaltig für mich, dass ich dort immer ein Motiv finden würde. Eine Leinwand, die sich dauernd verändert und selbst neu erfindet.

Welche Geschichten möchtest du dem Betrachter mit deinen Bildern vermitteln?

Ich will den Betrachter an all die Tage und Momente erinnern, die man so oft verpasst. Ich glaube, es gibt Leute, die wir nicht als Künstler ansehen, die mit uns arbeiten und mit uns durch die Straßen laufen, die ich dokumentiere. Zum Beispiel wie ein Angestellter der Stadt New York Farbe auf die Straße sprüht. Oder wie ein Barkeeper die Stühle am Abend hochstellt. Ich bin froh, das Leben zu leben, dass ich lebe.

Erzähl uns doch von deinen Reiseplänen und die Lomography Kamera deiner Träume, die du gerne dabei hättest!

Bis jetzt sind keine großen Reisen geplant. Ich reise nach Los Angeles und Las Vegas, wegen ein paar Shows und Meetings. Da gibt es auf jeden Fall immer etwas zu sehen und zu fotografieren. Meine Traumkamera? Das ist schwer, ABER die LC-Wide Instant Perfection hätte ich liebend gern dabei. Die ultra Weitwinkellinse bei so einer kompakten Kamera. Un das mit Instantfilm!! Das wäre perfekt!

Irgendwelche Tipps für die Lomography Community zur Fotografie?

Begrüße Fehler – nicht alle Kameras sind gleich. Manche machen mehr Spaß…

Wir freuen uns darauf, mehr von Pauls dynamischer, porträtierender Fotografie zu sehen! Sieh dir seinen Tumblr an. Paul arbeitet auch für folgende Marken: Generic Surplus, Freshjive, Retro Super Future, und Urbanears.

written by jeanettelee on 2011-12-31 #people #experimental #dream #retro #vintage #photographer #vancouver #diana-f #inspirations #lomoamigo
translated by wolkers

Kickstarter

Bringing an iconic aesthetic to square format instant photography, the Diana Instant Square fills frames with strong, saturated colors and rich, moody vignetting. Built to let your inspiration run wild, our latest innovation features a Multiple Exposure Mode, a Bulb Mode for long exposures, a hot shoe adapter and so much more! It’s even compatible with all of the lenses created for the Diana F+ so that you can shake up your perspective anytime, anywhere. No two shots will ever be the same. Back us on Kickstarter now!

More Interesting Articles